1929: Das arabische Massaker an den Juden von Hebron

Vor 90 Jahren ermordeten und vertrieben Araber auf bestialische Weise die jüdischen Einwohner der heiligen Stadt der Stammväter des Judentums Abraham, Jitzhak und Jakov. Das erlogene neue Narrativ, dass arabische Judenfeindlichkeit erst nach der Gründung des Staates Israel aufkam, ist eine Rechtfertigungs-Lüge

Jüdische Pilger beim Grab der Patriarchen in Hebron.© AFP

Von Tina Adcock

Es ist ein allzu gern erzähltes Märchen, dass vor der Staatsgründung Israels im Jahr 1948, Juden und „Palästinenser“ friedlich zusammenlebten und erst das „zionistisch-jüdische Staatsgebilde“ der Idylle ein Ende bereitete. Anlässlich des 90. Jahrestages des Massakers von Hebron, lohnt es sich, einen genaueren Blick auf die Zeit, vor der Wiedergeburt Israels zu werfen.

Am 4. April 1920 feierten Muslime im britischen Mandatsgebiet Palästina „Nabi-Musa“ mit der Prozession zum Schrein des Propheten Moses. Gleichzeitig fand das Pessachfest der Juden und das griechisch-orthodoxe Osterfest statt. Währenddessen zogen Muslime durch die jüdischen Viertel und randalierten, plünderten Geschäfte, und griffen Juden an. Interessant ist hierbei, dass die Briten ihrerseits versuchten, die Juden daran hinderten, sich zu verteidigen. Im selben Jahr wurde Prinz Faisal zum König von Syrien gekrönt. Auf Kundgebungen und Feiern anlässlich dieses Ereignisses wurden Rufe laut wie: „Palästina ist unser Land, die Juden sind unsere Hunde.“

Im darauffolgenden Jahr folgten Ausschreitungen in Jaffa, die mit Protesten von Seiten der Arbeiterpartei begannen, welche eine „Rätepolitik Palästina“ forderten. Sie endeten damit, dass „Palästinenser“ plünderten und mordeten.

Am 28. September 1928, dem Vorabend von Jom Kippur, wurde eine Trennwand an der Klagemauer aufgebaut. Dies rief unter den Muslimen die Angst hervor, dass der dortige Status quo verletzt, oder gar abgeschafft werden würde und dies der erste Schritt zur Enteignung des Tempelberges wäre. Daraufhin brachen abermals gewaltsame Aufstände aus, die unter anderem ein Sitzverbot an der Klagemauer zur Folge hatten.

Im Mai 1929 wurden Juden von „Palästinensern“ mit Steinen beworfen, am 14. August zogen sie nach dem Freitagsgebet zur Kotel, prügelten auf die Betenden ein, zerstörten Thorarollen und zogen anschließend am Abend mit einem Fackelzug durch Jerusalem. Der Höhepunkt der Auseinandersetzung gipfelte am 23. August 1929 in dem berühmt-berüchtigten Massaker von Hebron, dem erneute Aufrufe, Steinwürfe und Beschimpfungen in Jerusalem vorausgingen. Hebron, die Stadt, in der zur damaligen Zeit circa 800 Juden lebten (und dies tatsächlich nahezu friedlich), verwandelte sich für ganze drei Tage in einen Schauplatz von Terror und Gewalt. Vor allem Juden sephardischen Ursprungs lebten mit den „Palästinensern“ in Einklang. Sie sprachen dieselbe Sprache Arabisch, und auch das kulturelle Leben in der Stadt war miteinander verflochten.

Diese vorübergehende Koexistenz fand jedoch am 23. August ein jähes Ende. „Palästinensische“ Jugendliche begannen damit, Jeschiwa-Studenten mit Steinen zu bewerfen. Shmuel Rosenholtz war einer dieser bedauernswerten jungen Männer. Er wurde im Schulgebäude getötet, und war damit das erste Opfer des Massakers von Hebron. Rabbi Ya’acov Slonim lud diejenigen Juden, die durch die Geschehnisse verängstigt waren, zu sich nach Hause ein, wo viele von ihnen später jedoch ebenfalls getötet wurden, obwohl der anerkannte Rabbi über eine Waffe verfügte. Um 8 Uhr am Samstagmorgen, dem jüdischen Schabbat, begannen die „Palästinenser“ sich um das jüdische Viertel herum zu versammeln. Die Männer waren mit Waffen wie Messern und Äxten bewaffnet, und die Frauen und Kinder warfen Steine auf Juden. Häuser wurden geplündert und jüdischer Besitz wurde zerstört. Da es nur einen einzigen Polizisten in Hebron gab, war es den Angreifern ein Leichtes ihrer Zerstörungswut freien Lauf zu lassen.

Rabbi Slonim wurde angeboten, die sephardische Gemeinde zu verschonen, sollte er die aschkenasischen Juden dem arabischen Mob ausliefern. Der mutige Rabbiner lehnte das Angebot ab und wurde auf der Stelle getötet. Die Welle der Gewalt brach alsbald im gesamten Land aus und forderte 133 jüdische Leben.

Die Briten evakuierten, drei Tage nach dem Massaker, 484 Überlebende nach Jerusalem. Von den 27 Todesurteilen gegen die Teilnehmer des Massakers, wurden nur drei vollstreckt, den anderen wurde „Gnade“ gewährt und ihre Verurteilungen wurden in lebenslange Haftstrafen umgewandelt. Die „Palästinensische Autonomiebehörde“ erinnert jedes Jahr an diese „Märtyrer“.

Das Märchen vom friedlichen Zusammenleben zwischen Juden und Arabern vor der Staatsgründung Israels ist nicht wahr. Antisemitismus und schreckliche Ausschreitungen grassierten im britischen Mandatsgebiet, auch wenn dies die sogenannten „Israelkritiker“ oftmals nicht wahrhaben wollen. Der Hass auf Juden ist keine zionistische Erfindung, sondern war traurige Realität, die allzu viele Menschen mit dem Leben bezahlen mussten. Dieser Opfer sollte gedacht werden und jeder Versuch der Leugnung verdient Ächtung.

Möge ihre Erinnerung ein Segen sein, zikhrono/zikhronah livrakha.

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