„Wir gehen unseren Weg weiter“

Reihe „Parteien zu Israel“: Interview mit Beatrix von Storch, der stellvertretenden Vorsitzenden der AfD-Bundestagsfraktion

AfD-Politikerin von Storch© WIKIPEDIA

In unserer Interview-Serie befragen wir Vertreter der Bundestags-Parteien zum – auch parteiinternen – Antisemitismus und zu ihrem Verhältnis zum jüdischen Staat.

 

JÜDISCHE RUNDSCHAU: Frau von Storch, bitte erzählen Sie uns zum Einstieg von Ihrer persönlichen Beziehung zu Israel. Wann haben Sie Israel zuletzt persönlich bereist?

Beatrix von Storch: Ich habe Israel für etwa zwei Wochen im Jahr 2010 bereist. Dabei habe ich mir jene Orte angeschaut, die für Christen von besonderer Bedeutung sind – Nazareth, Bethlehem, Jerusalem. Insbesondere in der israelischen Hauptstadt Jerusalem haben mich die Intensität des Zusammenlebens der verschiedenen Religionen, aber auch die damit verbundenen Spannungen sehr beeindruckt. Aktuell plane ich eine weitere Reise, wo ich mir insbesondere die sogenannten Siedlungen in Judäa und Samaria anschauen möchte. In meiner Zeit als EU-Abgeordnete war ich vielfach mit der europäischen Haltung zu diesem Thema konfrontiert, ohne mir jedoch ein eigenes Bild vor Ort verschaffen zu können. Das möchte ich nun ändern.

JÜDISCHE RUNDSCHAU: Wie auch die anderen Parteien, so ist die AfD nicht frei von Mitgliedern mit antisemitischen Einstellungen. Namentlich zu erwähnen ist z.B. der baden-württembergische Landtagsabgeordnete Wolfgang Gedeon. Gegen ihn läuft derzeit ein Parteiausschlussverfahren. Was unternimmt die AfD, um solche Mandats- und Funktionsträger zukünftig zu vermeiden?

Beatrix von Storch: Zum Fall Gedeon wiederhole ich gern an dieser Stelle: Dieser Mann gehört nicht in unsere Partei. Das Parteiausschlussverfahren gegen Herrn Gedeon läuft derzeit, leider sind die Schiedsgerichte aufgrund verfahrenstechnischer Probleme und mangelnder personeller Ausstattung aktuell überlastet. Jede Partei muss an dem gemessen werden, was sie praktisch tut – auch die AfD. Alexander Gauland hat mehrfach erklärt, dass die Sicherheit und Existenz Israels als deutsche Staatsräson für die AfD in keiner Weise zur Disposition stehen. Als einzige Fraktion im Deutschen Bundestag haben wir den Antrag der FDP-Fraktion unterstützt zum unsäglichen Abstimmungsverhalten Deutschlands gegen Israel bei den Vereinten Nationen.

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