Streben nach Selbstbehauptungund Anerkennung

Jüdischer Sport in Deutschland 1919 bis 1938

Von L. Joseph Heid

Die Historiografie der deutsch-jüdischen Geschichte hat in den letzten Jahren, anders als die Forschungen auf geistesgeschichtlichem Gebiet, dem Thema „Jüdischer Sport“ in Deutschland zunehmend Aufmerksamkeit geschenkt, dennoch gibt es diesbezüglich immer Neues zu entdecken.

Das gilt vor allem für Forschungen im regionalen Raum. Auch wenn lokale Studien vorliegen, mangelt es bislang an Forschungen, die auch den alltags- und sozialgeschichtlichen Aspekt in den Blick nehmen, die z. B. jüdische Tageszeitungen und die jeweiligen Synagogenblätter als zentrale Quellen thematisch auswerten.

Große Verdienste auf dem Forschungsfeld der deutsch-jüdischen Sportgeschichte hat sich der Hannoveraner Sportwissenschaftler Lorenz Peiffer erworben, der in dem vorliegenden Handbuch mit dem Co-Autor Arthur Heinrich, ein ausgewiesener Kenner auf dem Gebiet des jüdischen Fußballsports, ein beeindruckendes Werk über Juden im Sport in Deutschland in den so gegensätzlichen Epochen zwischen 1919 und 1938 mit dem regionalen Schwerpunkt Rheinland und Westfalen, beginnend mit Aachen, endend mit Wuppertal, vorgelegt hat.

 

Sportwissenschaftler als Buchautoren

Damit haben die beiden Sportwissenschaftler eine Leerstelle geschlossen. Ein Standardwerk.

Wer sich für jüdischen Sport interessiert, wer wissen will, was sich in den genannten Jahren im jüdischen Sport in Bielefeld, Dortmund, Düsseldorf, Essen, Köln oder Oberhausen, oder wie auch immer auch kleineren Orte wie Niederbarsberg, Hochneukirch-Jüchen heißen, abgespielt hat, wird hier fündig. Der Leser erhält Auskunft in den Rahmendaten einzelner Vereine: Gründung, Auflösung, Mitgliedschaften in einem der verschiedenen jüdischen Sportverbände, wie z. B. im Jüdischen Ping-Pong-Club in Köln aus dem Jahr 1929. Eine archivalische Kärrnerarbeit, auch wenn man in dem Handbuch ein Register vermisst.

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