Die Golan-Höhen – Geschichte, Gegenwart und Zukunft

Hoch über Israels Nordfront mit Syrien und dem Libanon gelegen, kann die Bedeutung der Golanhöhen für Israel gar nicht hoch genug eingeschätzt werden.

Israelische Soldaten, die auf den Golanhöhen stationiert sind, rasten im Schatten eines Baumes. © JALAA MAREY, AFP

Von Emanuel Miller (Redaktion Audiatur)

Von Zeit zu Zeit kommt das Thema der Golanhöhen auf und die internationale Aufmerksamkeit konzentriert sich darauf, ob das Territorium unter israelischer Kontrolle bleiben oder an Syrien zurückgegeben werden sollte. Aber wo sind die Golanhöhen? Worin liegt ihre Bedeutung? Wer lebt dort und wessen Land ist das in Wirklichkeit?

Erst einmal die Grundlagen: Die israelische Seite der Golanhöhen deckt etwa 500 Quadratmeilen fruchtbaren Hochlandes ab, das eine beherrschende Sicht über Israel und Syrien bietet. Seit Israel im Sechstage-Krieg von 1967 die Kontrolle über das Land übernahm, ist es unregelmäßig unter internationalen Druck geraten das Land an Syrien zurückzugeben, eine Forderung, die Israel als unangemessen und unmöglich ablehnt. Aber warum?

 

Uralte jüdische Geschichte auf dem Golan

Jüdische Geschichte auf dem Golan geht bis in biblische Zeiten zurück; das Bestehen jüdischen Lebens in dem Bereich ist in verschiedenen Texten aufgezeichnet, darunter den Büchern Deuteronomium (5. Buch Mose) und Josua in der Bibel. Damals hieß die Region Baschan. Der Name Golan selbst stammt von der Stadt Baschan ab, die die Bibel als eine von etwa 60 befestigten Städten in der Gegend dokumentiert. Der Golan galt als „Flüchtlingsstadt“, ein Ort, wohin Mordverdächtige fliehen konnten, um Vergeltung zu entgehen.

Obwohl das jüdische Volk mehrmals aus dem Land Israel ins Exil getrieben wurde, kehrten jüdische Exilanten aus Assyrien, Babylon und der Region zu verschiedenen Zeiten in die Region zurück, wobei sie sogar der großen römischen Armee die Stirn boten. Die Gegend sprudelt vor historischen Artefakten, die jüdisches Gemeindeleben im Land bezeugen, ebenso von den wiederholten Machtübernahmen, bei denen die Region mehrfach erobert, zurückerobert und wieder erobert wurde. Eine besonders schockierende Episode in der Stadt Gamla auf der Klippe erinnert stark an einen berühmten finalen Akt jüdischen Widerstands in Massada, wo die belagerte jüdische Gemeinschaft lieber Massenselbstmord verübte, als sich zu ergeben. Als die Festungsanlagen von Gamla 67 n. Chr. durchbrochen wurden, soll die gesamte jüdische Gemeinschaft tot gewesen sein; etwa die Hälfte von ihnen getötet durch die Römer, die andere sprang von dem steilen Hang in den sicheren Tod.

Sie können diesen Artikel vollständig in der gedruckten oder elektronischen Ausgabe der Zeitung «Jüdische Rundschau» lesen.

Vollversion des Artikels

€ 0,75 inkl. MwSt.

Sehr geehrte Leserinnen und Leser!

Hier können Sie

die Zeitung abonnieren,
die aktuelle Ausgabe oder frühere Ausgaben kaufen
oder eine Probeausgabe der Zeitung bestellen,

in gedruckter oder elektronischer Form.

Vollversion des Artikels

€ 0,75 inkl. MwSt.
Zugang erhalten

Sehr geehrte Leser!

Die alte Website unserer Zeitung mit allen alten Abos finden Sie hier:

alte Website der Zeitung.


Und hier können Sie:

unsere Zeitung abonnieren,
die aktuelle oder alte Ausgaben bestellen
sowie eine Probeausgabe bekommen

in der Druck- oder Onlineform

Unterstützen Sie die einzige unabhängige jüdische Zeitung in Deutschland mit Ihrer Spende!

Werbung


Historischer Sieg: Israel wird zum ersten Mal Weltmeister im Judo!

Historischer Sieg: Israel wird zum ersten Mal Weltmeister im Judo!

Unterlegener Gegner verweigerte im Halbfinale den üblichen sportlichen Handschlag.

Israel: Das schwierige Ergebnis der Neuwahlen

Israel: Das schwierige Ergebnis der Neuwahlen

Präsident Rivlin beauftragt Benjamin Netanjahu erneut mit der Regierungsbildung – die aber steckt voller Zwickmühlen.

„Gestatten, ich bin ein Siedler“.

„Gestatten, ich bin ein Siedler“.

Everyday for Future

Everyday for Future

Israelische Jugendliche werden in der Regel sehr früh mit der Verantwortung für Leben und Tod konfrontiert. Ein Bericht über freiwillige Helfer beim Magen David Adom.

Größtes israelisches Solarkraftwerk nimmt Betrieb auf

Größtes israelisches Solarkraftwerk nimmt Betrieb auf

Israel kann auch Energiewende: Das Land will unabhängiger von fossilen Brennstoffen werden und hat nun seinen bisher größten Solarpark eingeweiht.

Wie antiisraelische Terrorgruppen Profit aus den Körpern ihrer ermordeten Opfer schlagen

Wie antiisraelische Terrorgruppen Profit aus den Körpern ihrer ermordeten Opfer schlagen

Mit der perfiden Behauptung lediglich Körperteile israelischer Opfer zurückgegeben zu haben, versucht die PFLP zusätzliche arabische Mörder freizupressen.

Bibi, die Taube, und der Süden Israels

Bibi, die Taube, und der Süden Israels

Für Israel-Feinde ist die notwendige Abwehrbereitschaft eines Landes immer „Hardliner“-mäßig. Aus Sicht der fast täglich raketen-bedrohten süd-israelischen Bevölkerung ist Benjamin Netanjahu jedoch alles andere als ein Falke

Auswärtiges Amt relativiert arabische Gewalt gegen Juden mit immer gleichen Textbausteinen

Auswärtiges Amt relativiert arabische Gewalt gegen Juden mit immer gleichen Textbausteinen

Während Israel den unprovozierten Mord an einer unschuldigen ermordeten 17-jährigen betrauert, gibt das deutsche Außenministerium den Opfern empathielos eine Mitschuld und spricht unsinnig von einer „Spirale der Gewalt“

Kein „Kopf-an-Kopf-Rennen“ zwischen Netanjahu und Gantz erkennbar

Kein „Kopf-an-Kopf-Rennen“ zwischen Netanjahu und Gantz erkennbar

Bei der nächsten Wahl erscheint der ehemalige General Insidern trotz anderslautender deutscher Presseberichte chancenlos gegen den Amtsinhaber

Der Sohn des Hamas-Gründers steigt aus

Der Sohn des Hamas-Gründers steigt aus

Rückschlag für die Terror-Organisation: Ein bekanntes Mitglied der Hamas bricht mit ihr und liefert Informationen über deren Methoden und Innenleben. Es ist nicht der erste Fall dieser Art.

Jerusalem ist für den Islam unwichtig

Jerusalem ist für den Islam unwichtig

Unter islamischer Herrschaft war Jerusalem nicht mal eine Regionalhauptstadt

Zum Schluss durften die Israelis Flagge zeigen

Zum Schluss durften die Israelis Flagge zeigen

Bei einem Fußballspiel in Straßburg wollten die Behörden israelische Fahnen verbieten.

Werbung

Alle Artikel
Diese Webseite verwendet Cookies, um bestimmte Funktionen zu ermöglichen und das Angebot zu verbessern. Indem Sie hier fortfahren, stimmen Sie der Nutzung von Cookies zu. Mehr dazu..
Verstanden