Der Sohn des Hamas-Gründers steigt aus

Rückschlag für die Terror-Organisation: Ein bekanntes Mitglied der Hamas bricht mit ihr und liefert Informationen über deren Methoden und Innenleben. Es ist nicht der erste Fall dieser Art.

Mosab Hassan Jussef, der Sohn von Hamas-Mitbegründer Scheich Hassan Jussef© AHMAD GRABALI, AFP

Von Israelnetz

Ein Sohn von Hamas-Mitbegründer Scheich Hassan Jussef hat der Terror-Organisation den Rücken gekehrt und ist nach Südostasien geflohen. Dort hat er gegenüber einem israelischen Fernsehsender die Korruption und Vorgehensweisen der Hamas offengelegt. Das Interview wurde auf „Kanal 12“ ausgestrahlt. Zusätzliche Aufmerksamkeit bekommt der Fall durch den Umstand, dass Suheib Jussef der Bruder des sogenannten „Grünen Prinzen“ Mosab Jussef ist. Dieser hatte jahrelang mit israelischen Geheimdiensten zusammengearbeitet und seine Lebensgeschichte in dem Buch „Sohn der Hamas“ veröffentlicht.

 

Hamas hört Fatah ab

Suheib Jussef traf sich mit dem israelischen Reporter in einer Moschee und machte öffentlich, wie er von der Türkei aus für den sogenannten „politischen Arm“ der Organisation arbeitete. Er erledigte geheimdienstliche Aufgaben, wie auch die anderen dort stationierten Mitglieder. So verfüge die Hamas über hocheffektive Abhörsysteme, um die Führer der „Palästinensischen Autonomiebehörde“ von der Fatah zu bespitzeln. Auch Israelis würden abgehört, sowie Menschen in anderen arabischen Ländern. Allerdings diene die Abhörarbeit keinem politischen Ziel. Die Informationen würden an den Iran gegen finanzielle Unterstützung verkauft. Die Bankgeschäfte liefen über die Türkei.

Des Weiteren rekrutiere das Hamas-Personal von der Türkei aus Minderjährige für Terroranschläge im Westjordanland. Zweck dieser Attacken seien weder der „Widerstand“, noch die „Befreiung“ Jerusalems oder „palästinensischen“ Landes. Sie täten es nicht einmal, weil sie Juden hassen, sondern einzig und allein, um die Krise aus dem Gazastreifen in das Westjordanland zu exportieren.

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