Arabischsprachige Männer beschimpfen und bespucken Rabbiner in Berlin

Rabbiner Yehuda Teichtal mit dem Herausgeber der JÜDISCHEN RUNDSCHAU, Dr. Rafael Korenzecher

Yehuda Teichtal, Rabbiner der Jüdischen Gemeinde zu Berlin, ist am letzten Wochenende nach einem Gottesdienst in Berlin-Charlottenburg in Anwesenheit seines Kindes von offenbar arabischsprachigen Männern beschimpft und bespuckt worden.

Der Angriff ging von zwei Männern aus, die den Rabbiner aus einem Mehrfamilienhaus heraus auf Arabisch und auf Deutsch beschimpften und bespuckten. Die Täter riefen „Jude, Jude!“ und „Freiheit für Palästina!“.

„Wir müssen leider feststellen, dass die Aggressionen gegen Juden sowohl auf den Schulhöfen als auch auf den Straßen Berlins ein Eigenleben entwickelt haben“, äußerte sich Teichtal, der auch Vorsitzender des Jüdischen Bildungszentrums Chabad ist, zu dem antisemitischen Vorfall.

Der Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde zu Berlin, Gideon Joffe, will, dass im Kampf gegen Antisemitismus konkrete Taten folgen und forderte den Einsatz von zivilen Polizeibeamten im Umfeld von Synagogen, um die Sicherheit Beterinnen und Beter auf ihrem Weg zur Synagoge zu gewährleisten.

Die Redaktion der JÜDISCHEN RUNDSCHAU drückt Herrn Rabbiner Teichtal ihre Solidarität und ihr Mitgefühl aus, und wünscht ihm weiterhin viel Kraft für seine wichtige geistliche Arbeit innerhalb und außerhalb der Berliner Gemeinde.

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