Evas Stories

Mit großem Aufwand und professionellen Schauspielern wird das Schicksal einer jungen Jüdin aus Ungarn für Instagram nachgestellt, um vor allem Jugendliche auf die Schoa aufmerksam zu machen. Millionen Fans sind von der Idee begeistert und selbst Premier Netanjahu spricht seine Unterstützung aus.

Israelnetz

Wie würden Videos einer 13-jährigen Jüdin nach dem nationalsozialistischen Einmarsch in Ungarn aussehen? Ein israelischer Milliardär ist der Frage mit großem Aufwand auf Instagram nachgegangen. Er will so vor allem Jugendliche auf das Thema Holocaust aufmerksam machen.

Auf der Suche nach neuen Methoden, junge Menschen beim Thema Holocaust zu erreichen, hat der israelische Milliardär Mati Kochavi einen ungewöhnlichen Weg gewählt. Er lässt im Sozialen Netzwerk Instagram die wahre Geschichte der jungen Ungarin Eva Hejman über Bilder und kurze Videos nacherzählen. Das Mädchen wurde im Jahr 1944 im Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau ermordet.

Die Resonanz auf die Aktion ist riesig: Evas Instagram-Profil hat Stand 5. Mai 2019 rund 1,5 Millionen Abonnenten. Die Geschichten, die mit einem Millionendollar-Budget wie ein Hollywoodfilm und mit teils ausländischen Schauspielern produziert wurden, basieren auf dem Tagebuch der 13-jährigen Jüdin. Da liegt die Assoziation zum Tagebuch der Anne Frank nahe.

Die Macher erzählen die Geschichte so, als ob Eva im Zweiten Weltkrieg ein Smartphone besessen hätte und in regelmäßigen Updates im Internet von ihrem Leben berichtet. Sie wird gespielt von der britischen Schauspielerin Mia Quiney. Gedreht wurde unter anderem in der ukrainischen Stadt Lwiw (Lemberg). Mit dem Beginn des Gedenktages an die sechs Millionen Holocaust-Opfer, wurde das erste Video veröffentlicht.

Jugendliche in ihren Netzwerken erreichen

„Wenn wir die Erinnerung an den Holocaust der jungen Generation näherbringen wollen, müssen wir sie dahin bringen, wo die jungen Menschen sind – und die sind auf Instagram“, sagt der Koproduzent des Projekts, Kochavi. Beruflich kommt er eigentlich aus dem Hightech-Bereich. Zusammen mit seiner Tochter Maja hat er 70 kleine Geschichten aus Evas Leben geschaffen, als die Nationalsozialisten im Frühjahr 1944 in Ungarn einmarschierten. Die Geschichten zeichnen die schicksalhaften Entwicklungen in Evas Alltag nach.

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