Das Märchen vom arabischen Palästina – eine Liste der vertanen Chancen

Bis zum heutigen Tage behaupten die Araber, dass ihnen ein eigener Staat vorenthalten wurde. Ein Blick in die Geschichtsbücher straft sie eindeutig Lügen.

Bei seinem Treffen mit Ehud Barak und Bill Clinton schlug Arafat einen „palästinensischen“ Staat aus.© STEPHEN JAFFE, AFP

Von Tina Adcock

Der Präsident der „Palästinensischen Autonomiebehörde“, Machmud Abbas, macht kein Geheimnis daraus, dass er den Friedensplan von US-Präsident Donald Trump nicht unterzeichnen wird, selbst wenn bisher niemand weiß, was dieser genau beinhalten wird. So sehr das auf den ersten Blick verwunderlich erscheinen mag, so wenig überraschend ist es, wenn man einen Blick auf die Reaktionen der „Palästinenser“ auf vergangene Friedensangebote wirft, die durchweg in Ablehnung bestand. Bereits im Jahr 1937 hätten die Araber in Palästina ihren eigenen Staat auf einer Fläche, die mehr als 3/4 des Mandatsgebietes umfasst hätte, bekommen können. Die britische Mandatsmacht, die für die sogenannte Peel-Kommission verantwortlich war, sah für den zukünftigen jüdischen Staat weniger als 1/4 des Landes vor – und trotzdem stimmten die Zionisten dem Plan zu. Die Araber dagegen lehnten den Plan ab, da ihnen das zugesprochene Staatsgebiet nicht groß genug erschien, und sie keinesfalls die Schaffung eines jüdischen Staats akzeptieren wollten. Diese bereits 1937 vorgebrachten Ablehnungsgründe spielen bis heute eine zentrale Rolle und kreieren das Bild einer „palästinensischen“ Führung, die sich mehr um ihre Reputation als Vorkämpferin gegen Israel sorgt als um das Wohlergehen ihrer Bürger.

Zweite verpasste Chance 1947

Selbst die Schaffung eines arabischen Staats auf der Fläche des gesamten Mandatsgebiets, wie es das britische Weißbuch im Jahr 1939 vorsah, war der arabischen Führung noch zu wenig, da dies erst nach einer Frist von zehn Jahren geschehen und die jüdische Zuwanderung nur gedrosselt und nicht gänzlich gestoppt werden sollte. Diese historische Chance (?) sollte nie wiederkommen und findet bis heute auf „palästinensischer“ Seite kaum Erwähnung. Aus denselben Gründen wie schon die Vorschläge der Peel-Kommission lehnte die arabische Seite den UN-Teilungsplan aus dem Jahr 1947 ab. Wieder sollten ein jüdischer und ein arabischer Staat geschaffen werden, wieder wollte man die Existenz eines jüdischen Staates nicht anerkennen und das gesamte Mandatsgebiet Palästina in einen arabischen Staat transferiert sehen. Die Zionisten akzeptierten den Teilungsplan und wurden daraufhin von fünf arabischen Armeen angegriffen, die die Staatsgründung Israels mit Waffengewalt verhindern bzw. rückgängig machen wollten, was jedoch in einer Niederlage endete.

Dritte und vierte verpasste Chance 2000 und 2008

Die nächsten Chancen ergaben sich im Jahr 2000 mit Camp David II und im Jahr 2001 mit den Taba-Verhandlungen. Camp David II sah u. a. vor, eine Fläche von 90 % des Gebiets im Westjordanland zu einem „Palästinensischen“ Staatsgebiet umzuwandeln, inklusive eines Großteils Ost-Jerusalems. Die „Palästinenser“ (ein Begriff der erst unter Arafat Verbreitung fand) lehnten das Angebot ab. Die Motive der Ablehnung der Peel-Kommission wiederholen sich hierbei ein drittes und viertes Mal. Der Olmert-Friedensplan im Jahr 2008 war das wohl großzügigste Angebot gegenüber den „Palästinensern“ seit der Staatsgründung Israels im Jahr 1948. Der damalige israelische Ministerpräsident Ehud Olmert verhandelte hierbei mit Machmud Abbas, dem Vorsitzenden der PLO. Das Angebot umfasste u. a. den Rückzug aus rund 94 Prozent des Westjordanlandes, einem Verbindungstunnel zwischen dem Westjordanland und Gaza, die „palästinensische“ Kontrolle über die arabischen Wohnviertel in Jerusalem, eine gemeinsame administrative Verwaltung der Altstadt und einen begrenzten Zuzug von „palästinensischen“ „Flüchtlingen“ nach Israel, die nach dem Unabhängigkeitskrieg im Jahr 1948 mehrheitlich in die umliegenden arabischen Staaten geflohen waren. Das besondere an der Ablehnung dieses Angebotes ist die Art und Weise, wie sie vonstatten ging. Abbas antwortete Olmert schlichtweg nicht auf seinen Vorschlag. Er begründete später sein Vorgehen damit, dass er die Landkarte, welche den zukünftigen „palästinensischen“ und jüdischen Staat aufzeigte, nicht ausreichend studieren konnte.

Der Friedensprozess unter Obama im Jahr 2014 scheiterte, wie nicht anders zu erwarten, an der selben ablehnenden Haltung der „Palästinenser“. Mit Spannung wird nun der Friedensplan von US-Präsident Donald Trump erwartet, der höchstwahrscheinlich nach den israelischen Wahlen im April veröffentlicht werden soll. Trump selbst bezeichnet den Friedensplan gern als „Deal des Jahrhunderts“, Abbas hingegen lehnte ihn bereits im Vorfeld ab. Die Gründe dafür sind beinah als historisch zu bezeichnen, da sie mit hoher Wahrscheinlichkeit dieselben sind, wie bereits bei den vorangegangenen gescheiterten Verhandlungen. Erschwerend kommt noch hinzu, dass Abbas in Bälde sein Amt niederlegt und nicht in die Geschichte als der Präsident eingehen will, der Frieden mit Israel geschlossen hat.

Die Araber wollen keine Zweistaatenlösung

Die ständige offizielle Betonung, dass eine Zweistaatenlösung von „palästinensischer“ Seite erwünscht wäre, scheint nach genauerer Betrachtung der Gründe für die Ablehnung der vorangegangen Friedensbemühungen, nicht mehr als ein Lippenbekenntnis zu sein, da solch eine Lösung genau das voraussetzt, was für die „palästinensische“ Führung unmöglich erscheint: Die Anerkennung des Existenzrechts des jüdischen Staats Israel und – in einem Akt der Vernunft – einen Kompromiss einzugehen, wenn es um territoriale Angelegenheiten geht.

Es bleibt festzuhalten, dass die „palästinensischen“ Führer zahlreiche Chancen auf einen eigenen Staat, der ein Garant für Frieden und Sicherheit für das “palästinensische“ Volk hätte sein können, verstreichen ließen. Von einem arabischen Staat auf der gesamten Fläche des Mandatsgebietes Palästina (Weißbuch 1939), bis hin zum begrenzten Rückkehrrecht der „palästinensischen“ Flüchtlinge (Olmert-Plan); alles wäre möglich gewesen. 70 Jahre nach der Staatsgründung Israels scheinen die „Palästinenser“ noch immer nicht in der Lage zu sein, Juden als ihre Nachbarn anzuerkennen, geschweige denn einen jüdischen Staat.

Sehr geehrte Leser!

Die alte Website unserer Zeitung mit allen alten Abos finden Sie hier:

alte Website der Zeitung.


Und hier können Sie:

unsere Zeitung abonnieren,
die aktuelle oder alte Ausgaben bestellen
sowie eine Probeausgabe bekommen

in der Druck- oder Onlineform

Unterstützen Sie die einzige unabhängige jüdische Zeitung in Deutschland mit Ihrer Spende!

Werbung


Iran nähert sich der Atombombe

Iran nähert sich der Atombombe

Laut Angaben des israelischen Verteidigungsministeriums hat der Iran in den letzten Monaten doppelt so viel hochangereichertes Uran produziert als sonst. Das Mullah-Regime steht kurz davor, mehrere Atombomben herstellen zu können um Israel wie angekündigt von der Weltkarte zu bomben. Was die Jüdische Rundschau schon seit Anbeginn des von Obama, Kerry und Steinmeier angezettelten verbrecherischen Iran Abkommens schreibt, wird nun auch den größten Iran-Appeasern langsam klar. Das iranische Atomabkommen ist nicht das Papier wert, auf das es geschrieben steht. Gleichzeitig finanziert und bewaffnet Teheran die Hisbollah und den Terror gegen das jüdische Volk - Israel steht also vor großen strategischen Herausforderungen.

CPAC in Israel: Die US-Konservative steht an der Seite des jüdischen Staates

CPAC in Israel: Die US-Konservative steht an der Seite des jüdischen Staates

Ric Grenell, ehemaliger US-Botschafter in Deutschland, Matthew Whitaker, EX-US-Justizminister, Amir Ohana, früherer israelischer Justizminister, hochrangige Beamte der Donald Trump Administration und Stargast Ben Shapiro trafen sich mit 2500 internationalen Gästen in Tel Aviv zur „Conservative Political Action Conference“. Themenschwerpunkte waren u.a. der weltweite Kulturkampf linker Ideologen, das Abraham-Abkommen und die kompromisslose Solidarität der US-amerikanischen Konservativen mit Israel.

Israel: Ein jüdischer Staat, oder eine weitere westliche Demokratie mit einer jüdischen Minderheit?

Israel: Ein jüdischer Staat, oder eine weitere westliche Demokratie mit einer jüdischen Minderheit?

Israels Höchstes Gericht hat die Einreisebeschränkungen für Menschen aus der Ukraine aufgehoben. Demnach könnten Ukrainer für einen Zeitraum von bis zu drei Monaten ohne Visumspflicht nach Israel einreisen. Die meisten der ukrainischen Einwanderer sind Nichtjuden. Dies ist ganz im Sinne der linksliberalen Antizionisten, die das Judentum am liebsten aus Israel entkernen würden.

Die arabische Feindschaft im Herzen Israels

Die arabische Feindschaft im Herzen Israels

Laut einer Meinungsumfrage, lehnen 75 % der israelischen Araber das Recht des jüdischen Volkes auf Souveränität und den Status Israels als Nationalstaat der Juden ab. Ein Viertel würde sogar bei einem arabischen Angriff auf Israel die Eindringlinge unterstützen. Und das, obwohl die arabischen Bürger Israels seit mehr als einem halben Jahrhundert volle Bürgerrechte genießen und einen höheren Lebensstandard als in den Nachbarländern haben.

Biden-Administration finanziert Anti-Israel-Lehrpläne und Hassbotschaften

Biden-Administration finanziert Anti-Israel-Lehrpläne und Hassbotschaften

Die US-Regierung hat beschlossen, die Finanzhilfe für das Hilfswerk der Vereinten Nationen für „Palästinaflüchtlinge“ (UNRWA) wieder aufzunehmen, obwohl die Schulbücher des Hilfswerks weiterhin zu Gewalt gegen Juden aufrufen und die Existenz Israels negieren. Damit erhöht sich die Gesamtunterstützung während der Biden-Administration auf mehr als 618 Millionen Dollar. Eine Stabilisation der Region wird damit nicht erreicht, die meisten Flüchtlingslager sind zu Brutstätten für extremistische und terroristische Gruppen geworden.

Streit um Jewish Agency: Israelisch-russische Beziehungen auf dem Prüfstand

Streit um Jewish Agency: Israelisch-russische Beziehungen auf dem Prüfstand

Die Jewish Agency ist eine weltweite Organisation, die Juden bei der Einwanderung nach Israel hilft. Nun hat Moskau angekündigt, die russische Niederlassung schließen zu wollen. Dies könnte weitreichende diplomatische und politische Konsequenzen nach sich ziehen. Die Situation wurde weiter verschärft, als Moskau einer Delegation israelischer Regierungsberater, die die Angelegenheit besprechen wollten, die Einreise verweigerte.

Die „Zwei-Staaten-Lösung“ zur Zerstörung Israels

Die „Zwei-Staaten-Lösung“ zur Zerstörung Israels

Während die Regierung Biden weiterhin über ihr Engagement für die „Zweistaatenlösung“ spricht, sagt die Mehrheit der „Palästinenser“, dass sie die islamistische Terrorgruppe Hamas, deren Charta die Vernichtung Israels fordert, unterstützt und mehr Terroranschläge gegen Juden wünscht.

Deutschlands Hoffnung: Gas-Käufe aus Israel

Deutschlands Hoffnung: Gas-Käufe aus Israel

Israels Gasfelder Leviathan und Tamar rücken angesichts des Russland-Ukraine-Kriegs geopolitisch in den Focus deutscher Energie-Interessen. Auf der Suche nach neuen Gas-Lieferanten reiste Wirtschaftsminister Robert Habeck auch nach Jerusalem. Er musste aber unverrichteter Dinge wieder abreisen. Den Deal an Deutschland vorbei macht dafür, ausgerechnet die von Deutschland in den Chef-Posten hinein gedrückte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen. Sie unterzeichnete einen Vertrag, der Erdgaslieferungen aus Israel über Ägypten nach Europa vorsieht. (JR)

Israels neuer Premierminister: Wer ist Yair Lapid und wofür steht er?

Israels neuer Premierminister: Wer ist Yair Lapid und wofür steht er?

Der „fröhliche Rabbi“: Über das Leben, Gott und die Politik

Der „fröhliche Rabbi“: Über das Leben, Gott und die Politik

Ein judenfeindlicher Angriff brachte den jüdischen Hotelmanager David Kraus erst ins Krankenhaus und dann nach Jerusalem. Heute ist er Rabbi, Familien-Therapeut und Vater von vier Kindern. Glück ist für Rabbi Kraus eine Frage der eigenen Entscheidung und die Zwei-Staaten-Lösung keine Lösung, sondern ein antisemitisches Lügenmärchen. JR-Autor Felix Lehmann traf den „fröhlichen Rabbi“ in Ramat Shlomo zum Interview. (JR)

Israelfeindlicher UN-Bericht

Israelfeindlicher UN-Bericht

Der Bericht des UN-Menschenrechtsrates zum Gaza-Krieg 2021 bedient das übliche antiisraelische Narrativ. Er ist ein Sammelsurium der üblichen Klischees und Agitationen gegen Israel. Gar nicht erst erwähnt wird durch den UNHCR der ständige Raketenbeschuss der radikalislamischen Hamas auf israelische Zivilisten oder die blutigen Anschläge, die anschließend mit von EU-Geldern mitfinanzierte „Terror-Renten“ belohnt werden. (JR)

Unilever bekennt sich zu Israel und trennt sich von Ben & Jerry`s

Unilever bekennt sich zu Israel und trennt sich von Ben & Jerry`s

Der britische Unilever-Konzern trennt sich von der Eismarke Ben & Jerry`s und verurteilt deren anti-israelischen Boykott scharf. Der Speiseeis-Hersteller hatte 2021 den Verkauf seiner Produkte in den jüdischen Siedlungen im Westjordanland und in Ostjerusalem eingestellt und sich damit dem antisemitischen Boykott der BDS-Bewegung angeschlossen. Nun will ein israelischer Franchise-Nehmer die Anteile Unilevers an der Eismarke übernehmen und das Eis wieder in Judäa und Samaria verkaufen. (JR)

Alle Artikel
Diese Webseite verwendet Cookies, um bestimmte Funktionen zu ermöglichen und das Angebot zu verbessern. Indem Sie hier fortfahren, stimmen Sie der Nutzung von Cookies zu. Mehr dazu..
Verstanden