Doppelte Maßstäbe: Wie der grüne Kieler Oberbürgermeister Samet Yilmaz von der Kontaktschuld verschont blieb

Die linke deutsche Doppelmoral entscheidet über Karriere oder gesellschaftliche Vernichtung.© LOIC VENANCE_AFP
Als er noch Referatsleiter beim Verfassungsschutz und Kieler Ratsherr war, setzte sich Samet Yilmaz im Sommer letzten Jahres für den „Türkischen Tag“ in Kiel ein. Zwar ging es nur um eine formale Kleinigkeit – die Abbauarbeiten des Fests sollten wegen schlechten Wetters einen Tag später beginnen –, doch die Nähe der Veranstaltung zu den national-faschistischen und judenfeindlichen Grauen Wölfen warf berechtigterweise Fragen auf. Heute ist Herr Yilmaz der neue grüne Oberbürgermeister von Kiel. Er weist jegliche Nähe oder Sympathie zu rechtsextremen türkischen Nationalisten von sich. Wie viel Wahrheit in den Vorwürfen steckt, kann man nicht abschließend bewerten. Fest steht aber, dass die grün-linken so wie woken Medien über den türkisch-stämmigen Oberbürgermeister-Kandidaten deutlich wohlwollend berichtet haben. Die sogenannte „Kontaktschuld“ wird bei migrations- und islamkritischen Bürgern sehr schnell bemüht, um Karrieren zu beenden oder den Ruf zu diskreditieren – beim grünen Politiker Samet Yilmaz wurde hingegen auffällig schnell relativiert und verharmlost. (JR)
„Kontaktschuld“ ist eins der schwersten Vergehen, welche einem Politiker heute zur Last gelegt werden können, vor allem, wenn er der „falschen“ Partei angehört. Auch wenn er den Kontakt nicht aktiv gesucht hat, sondern bei einer Veranstaltung jemandem ein Autogramm zukommen ließ, ohne sein Gegenüber vorher auf Herz und Nieren geprüft zu haben. Manchmal reicht es schon aus, mit einer Person auf einem Foto gesichtet zu werden, die wiederum ihrerseits einmal mit einem Geächteten geplaudert hat, dann ist sie da, die „Kontaktschuld“. Es ist eine Diffamierungsmethode, welche vor allem von linken Medien gern genutzt wird, um etwa rechte Straftäter mit der Opposition in Verbindung zu bringen, so geschehen etwa beim sogenannten „Rollatorputsch“. Ein Landespolitiker der Thüringer AfD hatte sich einige Zeit vor dem Großereignis bei einem Straßenfest beim Bier mit einem der Putschisten unterhalten und wurde prompt der Komplizenschaft verdächtigt. Es versteht sich von selbst, dass die Kontaktschuld nicht zum Einsatz kommt, wenn sich Katrin Göring-Eckardt von den Grünen in Ungarn mit einem Mitglied der brutalen „Hammerbande“ im Gefängnis zur Seelsorge trifft. Dann nennt man Kritik eine „Hetzkampagne“. Die traf den frischgebackenen Oberbürgermeister und Spitzenkandidaten der Grünen, Samet Yilmaz, mitten in seinem Wahlkampf.
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