Heuchlerische Doppelmoral: Der Westen sieht weg, während Dschihadisten in Syrien morden

Seit dem 6. März findet in Syrien de facto eine ethnische und religiöse Säuberung statt. Terror-Schergen der HTS (Hayat Tahrir al Scham) überfielen Alawiten und Christen und ermordeten sogar Frauen und Kinder. Dutzende verstörende Videos, die von regierungstreuen Kämpfern gefilmt und in sozialen Medien verbreitet wurden, zeigen die massenhafte Exekution. Die Zahl der Todesopfer soll einige Tausend betragen. Die Betroffenheit in den Reihen vieler grün-linker Politiker des Westens hält sich allerdings in Grenzen, während die woken Medien die Massaker als „blutige Unruhen“ relativieren. Gleichzeitig werden dieselben Akteure nicht müde, Israels Selbstverteidigungskrieg gegen die Mörder-Bande der Hamas als „Genozid“ zu betiteln.

 

 

Von Marco Gallina

 

Während radikale Islamisten in Syrien Alawiten und Christen massakrieren, schweigen europäische Politiker - oder verteidigen Damaskus. Die Realität des Terrors wird ignoriert – oder bewusst ausgeblendet. Ein absehbares Blutvergießen, das nun mit erschreckender Brutalität Realität wird.

Es war ein absehbarer Terror, der Syrien seit einigen Wochen im Griff hat. TE hatte früh die Jubelrufe über den Sturz von Baschar al-Assad kritisiert – sein Ende würde die Situation im krisengeschüttelten Land nicht verbessern, sondern unübersichtlicher machen. Massenmedien und Politiker nährten die Illusion, dass nun Frieden nach Syrien zurückkehren würde. Die unangenehmen Details – etwa, dass die neue Regierung in Damaskus aus Dschihadisten bestand – wurden ausgeklammert. Nach der Vertreibung des russlandfreundlichen Assad waren es schließlich „unsere“ Dschihadisten.

Dass der Westen unter ähnlichen Konstellationen bereits mit den afghanischen Widerstandskämpfern gegen die Sowjetinvasion sympathisierte – zu denen auch der Gotteskrieger Osama bin Laden zählte –, ist im Kurzzeitgedächtnis vieler Politiker und Journalisten längst verblasst. Der Unterschied zwischen Realpolitik und Zynismus liegt darin, dass erstere trotz fehlender Moral langfristigen politischen Strategien folgt. Eine solche langfristige Politik lassen Europa und die USA in Syrien ebenso vermissen, wie es in Afghanistan, dem Irak und Libyen der Fall war.

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