„Kein Name soll vergessen sein“ - Mordechai Shenhavi war der Gründervater von Yad Vashem

Mordechai Shenhavi© WIKIPEDIA.

Die Idee, den Opfern der deutschen Judenverfolgung eine Gedenkstätte zu errichten, wurde in einem Traum des Kibbuz-Arbeiters Mordechai Shenhavi geboren. Noch vor Ende des Zweiten Weltkriegs, als im Sommer 1942 die ersten Berichte über die Massenvernichtung der europäischen Juden das damals britische Mandatsgebiet Palästina erreichten, begannen im Yishuv, der vorstaatlichen jüdischen Gemeinschaft zwischen Mittelmeer und Jordan, auf Initiative von Mordechai Shenhavi die Diskussionen über die Schaffung einer Erinnerungsstätte. Im September 1942 reichte er sein Konzept für eine Gedenkstätte beim jüdischen Nationalfond ein. Die Verwirklichung sollte jedoch noch viele Jahre dauern, bis die Knesset schließlich am 19. August 1953 dafür ein Gesetz verabschiedete und die Grundsteinlegung für Yad Vashem erfolgen konnte. Heute ist Yad Vashem, was „Gedächtnis und Name“ bedeutet, die wichtigste Gedenkstätte, die der Shoa, dem schrecklichen Massenmord an Juden durch die Nationalsozialisten, ein ewiges Gedenken bewahrt. (JR)

Von Peter Luckimson

Die Gedenkstätte Yad Vashem hat kürzlich ihr 70-jähriges Bestehen gefeiert. In den sieben Jahrzehnten ihres Bestehens ist sie, wenn nicht das berühmteste, so doch eines der wichtigsten Museumszentren der Welt geworden, und ihr Beitrag zum Gedenken an die Shoah ist wirklich von unschätzbarem Wert. Wie es bei der Vorbereitung eines Jahrestages üblich ist, tauchen immer wieder kuriose Details aus der Entstehungsgeschichte dieser Gedenkstätte auf, von denen wir eines unseren Lesern vorstellen wollen.

Nur wenige wissen, dass die Geschichte des Yad Vashem Museums mit einem Traum beginnt, den ein Mitglied des Kibbuz Mishmar HaEmek, Mordechai Shenhavi hatte.

 

Es begann mit einem Traum

Im Herbst 1942 war das Ende des Zweiten Weltkriegs noch in weiter Ferne, aber im Mandatsgebiet Palästina wusste man bereits etwas von den Geschehnissen in den von Deutschland besetzten Gebieten, auch wenn man das ganze Ausmaß nicht erahnen konnte. In seinem Traum sah Shenhavi eine Menschenmenge, die an ihm vorbeizog, wobei jeder seinen eigenen Grabstein auf dem Rücken trug. Von Zeit zu Zeit drehten die Menschen in der Menge ihre Köpfe und warfen Mordechai einen Blick zu, der entweder ein Flehen, ein Vorwurf oder eine Forderung war. In einigen von ihnen erkannte er diejenigen, mit denen er befreundet oder bekannt gewesen war, als er in Polen gelebt hatte. Die Menge schien endlos zu sein, aber Mordechai sah, dass irgendwo da draußen, sehr weit weg, jeder Mann seinen Grabstein abwarf und in die Erde ging, und ein riesiger Berg wuchs allmählich aus den Grabsteinen....

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