Klima-Retter: Von der Freude, zur Moralbourgeoisie zu gehören

Klima-Retter beschwören das Ende des Einfamilienhauses herauf. 
© WIKIPEDIA

Die Klassengrenzen verlaufen neuerdings wieder schärfer. Folgt man der grünen Ideologie, so kann und soll sich nicht jeder den Wohlstand leisten, der noch vor einer Generation selbstverständlich war. Über Oben und Unten entscheidet die richtige Anschauung. Die gesellschaftliche Neuordnung der Grünen und Linken pflastert ihre Straßen mit den Insolvenzen des Mittelstands – zahlen tut am Ende der kleine Mann. (JR)

Von Alexander Wendt/Tichys Einblick

In England entstand ab dem späten 18. Jahrhundert in den besseren sittenstrengen Kreisen eine Theorie über die Armen und die Gründe der Armut, die bei den Oberen binnen kurzer Zeit begeisterte Anhänger fand. Sie erklärte das Elend im Souterrain der Gesellschaft nämlich nicht mit geringen Löhnen, mangelnder Bildung und schlechten Wohnverhältnissen, sondern mit der moralischen Minderwertigkeit der niederen Klassenangehörigen, vor allem mit deren Unverständnis für höhere Ziele.

In seiner Betrachtung zum Armenrecht, der “Dissertation on the Poor Laws by a Well-Wisher to Mankind” erklärte einer der führenden Theoretiker, der Mediziner und calvinistische Geistliche Joseph Townsend 1786: “Die Armen wissen wenig von den Motiven, die Höherrangige zum Handeln bewegen – Stolz, Ehre und Ehrgeiz. Es ist im Allgemeinen nur der Hunger, der sie zur Arbeit anspornen und anstacheln kann.“ Diese Erklärung besaß gleich zwei Pointen. Erstens bewies sie schlüssig, dass eine Verbesserung der Lebenslage in den unteren Klassen, etwa Tariflöhne und Krankenversicherung, nur Schaden anrichten würden, weil dann nichts mehr die Armen zur Arbeit treiben würde. Und zweitens, dass die Oberen nicht nur über die besseren Einkommen verfügten – in vielen Fällen durch Adelstitel und Glück – sondern auch über die bessere Moral.

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