US-Akademiker solidarisieren sich mit Antisemiten

Viele US-Universitätsfakultäten haben einen akademischen Boykott gegen Israel geschworen© Theo Wargo / GETTY IMAGES NORTH AMERICA / Getty Images via AFP

In den USA schreitet der von den Democrats ideologisch geschürte Antisemitismus mit schnellen Schritten voran. Weil ein Professor in Denver wegen antisemitischer Verschwörungstheorien von seiner Universität kritisiert wurde, sieht die einflussreiche BDS-unterstützende und Israel-diffamierende Middle East Studies Association die Meinungsfreiheit in Gefahr. Laut MESA ist es demnach ganz offensichtlich legitim, sich antisemitisch zu äußern, Kritik daran hingegen ein hinterhältiger Anschlag auf die Meinungsfreiheit. (JR)

Von Stefan Frank/Achgut.com

Der Antisemitismus ist, wie Adorno schreibt, „das Gerücht über die Juden“. Den Juden wurde im Lauf der Geschichte unter anderem nachgesagt, Kinder zu töten, um mit ihrem Blut Matzen zu backen; Hostien zu schänden; Brunnen zu vergiften und die heimlichen Drahtzieher und Profiteure hinter Kriegen, Wirtschaftskrisen und Revolutionen zu sein. Nie bedarf ein solches Gerücht irgendwelcher Beweise, um von vielen geglaubt zu werden, die Behauptung allein schon reicht aus.

Nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 in den USA wurde vor allem in arabischen Staaten das Gerücht verbreitet, „viertausend Juden“, die in den Büros des World Trade Centers tätig waren, hätten sich am Vormittag des 11. Septembers krankgemeldet und seien nicht zur Arbeit erschienen. Das schrieb etwa die syrische Regierungszeitung Al Thawra in einem Beitrag am 15. September, der möglicherweise der Ausgangspunkt dieses Gerüchts war. Die Meldung suggerierte, Juden hätten vorab von den Anschlägen Kenntnis gehabt. In Wahrheit waren unter den Opfern zahlreiche Juden. Die Al-Qaida-Mörder töteten unterschiedslos Christen, Juden und Muslime.

Eine Variante dieser Verschwörungstheorie machte den israelischen Auslandsgeheimdienst Mossad zum Urheber der Anschläge, der auf diese Weise die amerikanische Öffentlichkeit gegen die islamische Welt aufbringen wollte.

Von ähnlicher Qualität ist ein neues Gerücht, das den Mossad bezichtigt, hinter dem jüngsten versuchten Mord an Salman Rushdie zu stecken. Der britisch-indische Schriftsteller war am 12. August dieses Jahres während eines Vortrags in New York durch mehrere Stiche an Hals, Gesicht, Leber und Arm verletzt worden.

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