Das Potenzial eines neuen Nahen Ostens
Die Debatte um einen „neuen Nahen Osten“ offenbart eine zentrale Wahrheit: Die Zurückhaltung vieler westlicher Regierungen gegenüber der Bedrohungslage bezüglich Israel ist Ausdruck politischer Kurzsichtigkeit. Die von Donald Trump initiierte Idee eines Friedensrats und die frühe Unterstützung durch die Vereinigten Arabischen Emirate zeigen, dass Stabilität, Innovation und Koexistenz keine Illusionen sind, sondern reale und kluge politische Optionen. Israels Rolle als sicherheitspolitischer Anker und technologischer Motor wird dabei bewusst unterschätzt, obwohl sie für regionale Entwicklung unverzichtbar ist. Regierungen und Akteure, die eine Zusammenarbeit mit Israel aus ideologischer Voreingenommenheit meiden, entziehen sich damit nicht nur den historischen Erfahrungen erfolgreicher Stabilisierungspolitik, sondern verzichten zugleich auf nachhaltige politische, wirtschaftliche und sicherheitspolitische Gestaltungsmöglichkeiten, die für eine stabile Ordnung und Entwicklung der Region entscheidend wären. (JR)
Die Vorstellung des neuen Friedensrats durch US-Präsident Donald Trump löste bei vielen der von ihm zur Teilnahme eingeladenen Regierungen gemischte Reaktionen aus. Einige äußerten öffentlich oder privat Vorbehalte gegenüber der Charta selbst. Giorgia Meloni, die Ministerpräsidentin Italiens, forderte Überarbeitungen, während das Vereinigte Königreich die Teilnahme insgesamt ablehnte. Während mehrere westliche Regierungen sich gegenüber der Initiative zurückhaltend zeigten, gehörten die Vereinigten Arabischen Emirate zu den ersten Ländern, die dem Friedensrat beitraten.
Der Friedensrat ist lediglich das jüngste Kapitel in einer seit langem bestehenden Spaltung innerhalb der internationalen Gemeinschaft hinsichtlich der Stellung Israels im Nahen Osten und der Zukunft der Region.
Als pro-israelischer Studentenführer habe ich persönlich miterlebt, wie die Debatte über Israel von giftigen Äußerungen dominiert wird, die oft von Regierungen und Universitäten noch verstärkt werden. In der Welt nach dem 7. Oktober haben wir anhaltende antiisraelische Stimmungen erlebt, die die Fähigkeit zur Bildung von Koalitionen, die Vorläufer für Frieden hätten sein können, beeinträchtigen und einschränken. Diese Narrative gehen fälschlicherweise davon aus, dass die Bedürfnisse und Werte der muslimischen Welt mit den nationalen Zielen Israels unvereinbar sind. Aber wie ich kürzlich in den VAE mit eigenen Augen gesehen habe, erzählen die Fakten vor Ort eine andere Geschichte.
Sie können diesen Artikel vollständig in der gedruckten oder elektronischen Ausgabe der Zeitung «Jüdische Rundschau» lesen.
Vollversion des Artikels
Sehr geehrte Leserinnen und Leser!
Hier können Sie
die Zeitung abonnieren,
die aktuelle Ausgabe oder frühere Ausgaben kaufen
oder eine Probeausgabe der Zeitung bestellen,

in gedruckter oder elektronischer Form.
Sehr geehrte Leser!
Die alte Website unserer Zeitung mit allen alten Abos finden Sie hier:
alte Website der Zeitung.
Und hier können Sie:
unsere Zeitung abonnieren,
die aktuelle oder alte Ausgaben bestellen
sowie eine Probeausgabe bekommen
in der Druck- oder Onlineform

Werbung














