Israel erneuert gute Beziehungen zu Lateinamerika

Argentiniens Präsident Javier Milei ist einer der verlässlichsten Freunde Israels in Südamerika.© SAUL LOEB / AFP
Nach Jahren ideologischer Entfremdung und demonstrativer Nähe zu Israels Gegnern vollzieht sich in Lateinamerika ein spürbarer Kurswechsel. Staaten wie Argentinien unter Präsident Javier Milei, Chile nach dem Wahlsieg von José Antonio Kast, Bolivien mit seiner neuen bürgerlichen Regierung, Costa Rica sowie Honduras setzen wieder auf Kooperation mit dem jüdischen Staat. Die Wiederaufnahme diplomatischer Beziehungen, neue Freihandelsabkommen und klare Solidaritätsbekundungen stehen für eine Rückbesinnung auf historische Verbundenheit und strategische Vernunft. Für Israel eröffnet sich damit die Chance, frühere Partnerschaften zu festigen und verlorenes Vertrauen nachhaltig zurückzugewinnen. (JR)
Nach einer Phase der Hinwendung zu Israels Feinden durch südamerikanische Länder ist seit einiger Zeit ein positiver politischer Wandel in den Beziehungen zum jüdischen Staat zu verzeichnen.
Lateinamerika wurde mehrfach in seiner Geschichte zu einem Zufluchtsort für Juden, die in Europa Verfolgung und Ausgrenzung ausgesetzt waren. Zwei Migrationswellen stechen dabei besonders hervor: die Flucht sephardischer Juden nach 1492 und die Emigration europäischer Juden ab den 1930er-Jahren.
Nach der Vertreibung der Juden aus Spanien im Jahr 1492 durch das Alhambra-Edikt suchten viele sogenannte Conversos– zwangsgetaufte Juden und ihre Nachkommen – neue Lebensräume außerhalb Europas. Im Zuge der spanischen und portugiesischen Kolonisation gelangten sie nach Lateinamerika. Obwohl die Inquisition auch in den Kolonien aktiv war, bot die Neue Welt vergleichsweise größere Spielräume, insbesondere in wirtschaftlicher Hinsicht. Zentren sephardischer Präsenz entstanden unter anderem im Vizekönigreich Neuspanien (heutiges Mexiko), in Peru, Kolumbien und in Teilen der Karibik. Auch das damals portugiesische Brasilien entwickelte sich zeitweise zu einem wichtigen Zufluchtsort.
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