Studentenproteste bedienen antisemitische Narrative vom sogenannten „Finanzjudentum“

Dieses Bild wurde mithilfe von KI erstellt.
Was an Österreichs Universitäten unter dem Deckmantel politischen Engagements und pro-„palästinensischer“ Solidarität stattfindet, ist in Wahrheit die Wiederkehr uralter antisemitischer Muster. Die Österreichische Hochschülerschaft organisiert Demonstrationen, auf denen Parolen skandiert werden, die direkt aus dem Repertoire des nationalsozialistischen Judenhasses stammen — bis hin zum Begriff des sogenannten „Finanzjudentums”, der aus der Propagandaküche Goebbels’ direkt in die Hörsäle des 21. Jahrhunderts zurückgekehrt ist. Den vorläufigen Höhepunkt bildete die Einladung eines ehemaligen Al-Kaida-Anhängers an die Universität Wien — als Redner, als Stimme, als moralische Instanz. Österreich, das sich jahrzehntelang erfolgreich als erstes Opfer des Nationalsozialismus inszeniert hat, beweist einmal mehr, dass der Antisemitismus nie wirklich verschwunden war — er hat nur seine Uniform gewechselt. (JR)
Kaum ein Vorurteil hat die lange Geschichte des Antisemitismus so stark geprägt wie die Behauptung, Juden würden Geld über alles stellen, die Banken kontrollieren und die Finanzwelt beherrschen. Diese Vorstellungen sind bis heute verbreitet und werden vor allem in den aktuellen Auseinandersetzungen zu Gaza immer wieder aus den Schubladen geholt. Dieser Artikel ist eine Spurensuche und Erklärung der Hintergründe, die man nicht oft genug erklären kann.
Zunächst, ein aktuelles Beispiel. Rund um die Kundgebungen der linksgerichteten Österreichischen Hochschülerschaft wegen Budgetkürzungen kam es am 25. Mai 2026 zu einem Skandal. In zahlreichen Sozialen Medien kam es zu Massen-Postings mit grob antisemitischem Inhalt. Viele User posteten zeitgleich dieselben Texte, weshalb von einer automatisierten Attacke ausgegangen wird. Diese betraf auch Social-Media Auftritte des ORF.
Die Texte lauteten beispielsweise: "Unsere Zahlungen werden gekürzt, obwohl das Geld nach Israel und an jüdische Organisationen fließt. Das ist unfair. Wir protestieren gegen diese Entscheidung.". Hier wurden also eindeutig Narrative serviciert, die man eigentlich im rechtsextremen Bereich verortet hätte - oder die diesem Jahrzehntelang zugeschrieben wurden. Das Gerücht, Österreich würde hohe Zahlungen an Israel leisten, sollte auch den Neid der Menschen anstacheln, emotionalisieren und Ablehnung Israels hervorrufen.
Die Urheber dieses Bot-Angriffes sind nicht ermittelt worden - es ist fraglich, ob man sich überhaupt in diese Richtung bemüht. Kurz danach bittet die Österreichische Hochschülerschaft Mohamedou Ould Slahi auf die Bühne. Der ehemalige Terrorist, der in den 1990ern einen Treueeid auf Al-Kaida geleistet hatte, darf am 8. Juni am Campus der Uni Wien gastieren und einen Vortrag halten. Das Problem mit linksextremem Judenhass ist bekannt, es ist systemisch, es ist in diesen Kreisen salonfähig.
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