Islamischer Sturm auf Ceuta

Die spanische Exklave Ceuta wurde von rund 60.000 Migranten überrannt. 
© JORGE GUERRERO / AFP

Innerhalb weniger Tage stürmten rund 60.000 Menschen über die marokkanische Grenze die spanische Exklave Ceuta - mindestens 72 bezahlten den Ansturm mit dem Leben – Sicherheitskräfte waren in der Unterzahl, Geschäfte geschlossen und Einwohner verbarrikadierten ihre Häuser. Was sich dort abspielte, ist die vorhersehbare Folge einer suizidalen europäischen Migrationspolitik, die illegale Ankömmlinge durch immer neue Bleibeperspektiven belohnt und einen wirksamen Grenzschutz weitgehend aufgegeben hat. Besonders deutlich beschreibt Ceutas Präsident Juan Jesús Vivas die Lage: Der Ansturm entspreche, auf ganz Spanien übertragen, dem Szenario, als würden eine Million Menschen irregulär nach Spanien eindringen. Während Madrid und Brüssel die Verantwortung hin- und herschieben, reagieren erste europäische Staaten mit Grenzkontrollen und stellen sogar das Schengen-System infrage. Es vergeht kaum ein Tag ohne islamisch motivierte oder in der überwiegenden Zahl von Zuwanderern aus islamischen Ländern verursachte Gewalttat. Die deutsche polizeiliche Kriminalstatistik liefert die unangreifbare Grundlage: Die erfassten Vergewaltigungen und schweren sexuellen Übergriffe haben sich binnen eines Jahrzehnts nahezu verdoppelt. Zugleich verzeichnet die Statistik den sechsten jährlichen Anstieg in Folge und damit einen historischen Höchststand, während Länder ohne muslimische Masseneinwanderung wie Polen sinkende Fallzahlen registrieren. Ceuta zeigt in erschreckender Deutlichkeit: Wer die Außengrenzen nicht schützt, gefährdet am Ende Sicherheit, Freizügigkeit und gesellschaftlichen Frieden in ganz Europa. (JR)

Von Julian M. Plutz

Die Bilder glichen einer Invasion, und es schien, als sei Ceuta gefallen. Binnen weniger Tage wälzte sich eine Menschenmasse von rund 60.000 Migranten über die spanische Exklave an der nordafrikanischen Küste. Die Grenzen, die Wellenbrecher von El Tarajal, die Küstenabschnitte – alles brach unter dem Ansturm zusammen. Spanische Sicherheitskräfte wurden zunächst schlicht überwältigt. Was in den Tagen zuvor mit einigen Tausend begonnen hatte, eskalierte zur größten Massenmigration nach Ceuta, seit die Stadt 1668 endgültig unter spanische Herrschaft kam.

Horden junger Männer schwammen um die Sperranlagen herum, schwammen durchs Wasser oder drängten durch die Übergänge. Mindestens 57 Menschen kamen dabei ums Leben. Die meisten ertranken beim Versuch, schwimmend den Wellenbrecher zu umrunden – einer der tödlichsten Vorfälle an einer spanischen Grenze in jüngerer Zeit. Taucher suchen weiter nach Opfern. Ceuta lieferte die typischen Bilder von sogenannten Flüchtlingen, die die Welt spätestens seit 2015 gesehen hat. Die Ankömmlinge waren keine Frauen und Kinder, die als Erste von Flucht und Vertreibung betroffen wären und am vulnerabelsten sind, sondern vor allem junge marokkanische Männer und Jugendliche, der typische Youth Bulk, also ein überproportional hoher Anteil junger Männer im wehrfähigen Alter, wie er für viele Staaten des Maghreb charakteristisch ist.

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