Großbritanniens Versuch, Israel zu isolieren, offenbart den moralischen Niedergang der einstigen Weltmacht

Großbritanniens angekündigter Boykott israelischer Waren aus Judäa und Samaria zeigt, wie weit das einstige World Empire und die größte Kolonialmacht der Weltgeschichte bereits vor dem wachsenden Einfluss islamischer Kräfte kapituliert hat. Die Labour-Regierung betreibt keine Außenpolitik mehr im Interesse des eigenen Landes, sondern beschwichtigt eine muslimische Wählerschaft und eine antisemitische Linke, für die Israelhass längst zum politischen Bindemittel geworden ist. Unter dem verlogenen Vorwand, die sogenannten „Palästinenser“ zu schützen, wird der jüdische Staat bestraft, während der Terror der Verbrecher-Bande Hamas verharmlost oder sogar gebilligt und der alltägliche Vernichtungskrieg gegen Juden ausgeblendet wird. Neu ist das nicht: Dasselbe Empire, das 1917 die jüdische Heimstätte versprach, sperrte den Juden wenige Jahre später die Tore, als sie vor den deutschen Mördern flohen. Man kauft sich Ruhe, und man zahlt sie stets mit derselben Münze. Ein Großbritannien, dessen Politik zunehmend von Islamo-Faschisten und ihren marxistischen Helfershelfern diktiert wird, hat seinen Anspruch verwirkt, ein verlässlicher Partner der freien Welt zu sein. (JR)

Von Jonathan S. Tobin/JNS

Es gab eine Zeit, in der jede politische Ankündigung des britischen Außenministers ein bedeutendes Ereignis war.

Vor dem Ersten Weltkrieg war Großbritannien die führende Wirtschafts- und Militärmacht der Welt – mit einer Marine, die die Meere beherrschte, und einem Imperium, über dem die Sonne niemals unterging. Selbst in der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg, als es begann, sich von diesem Imperium zu trennen, und seine hochverschuldete Wirtschaft durch ein groß angelegtes sozialistisches Experiment behindert wurde, war London immer noch ein wichtiger Akteur auf der Weltbühne. In den letzten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts machten seine „besondere Beziehung“ zu den Vereinigten Staaten und der Besitz von Atomwaffen es zu einem tragenden Element des westlichen Bündnisses und der NATO, die den Kalten Krieg gewonnen hatten.

Doch das ist lange her.

Springen wir ins Jahr 2026, als der britische Außenminister Ed Miliband ankündigte, den Verkauf von in Judäa und Samaria hergestellten Waren zu verbieten – und anschließend Israel vorwarf, eine Politik der „ethnischen Säuberung“ gegen palästinensische Araber zu verfolgen oder zu dulden. In der internationalen Presse tauchten Schlagzeilen auf, als hätte man eine Zeitreise zurück in eine Ära unternommen, in der die Finanzmacht der City of London und die Schiffe der Royal Navy ihren Willen weltweit durchsetzen konnten.

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