Iddo Netanjahu präsentierte „Yonis letzte Schlacht“ in Berlin: „Ich wünsche, der Westen würde sich ein Beispiel an uns nehmen“

Vor 50 Jahren gelang Israel mit der spektakulären Befreiung jüdischer Geiseln aus den Händen arabischer und deutscher Terroristen im Entebbe des ugandischen Schlächters Idi Amin eine der kühnsten militärischen Rettungsoperationen der Geschichte. Die beiden Deutschen, Wilfried Böse und Brigitte Kuhlmann von den linksextremen „Revolutionären Zellen“, hatten zuvor die Juden unter den Passagieren ausgesondert – 31 Jahre nach Auschwitz wieder eine Selektion, wieder durch Deutsche. Einem Überlebenden, der ihm seine eintätowierte Häftlingsnummer zeigte, beschied Böse: „Ich bin kein Nazi … ich bin Idealist.“ Idealisten dieser Sorte hatte Deutschland schon einmal reichlich – und hat sie wieder: Linksextreme Gewalttäter marschieren heute Schulter an Schulter mit islamischen Judenhassern. Der Kommandeur der israelischen Eliteeinheit, Yonatan „Yoni“ Netanjahu, älterer Bruder von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu, bezahlte seinen heldenhaften Einsatz als einziger israelischer Soldat mit dem Leben und wurde zu einem Symbol jüdischen Widerstands gegen den mörderischen Terror. Sein jüngster Bruder Iddo Netanjahu präsentierte nun in Berlin die erste deutsche Ausgabe seines Buches „Yonis letzte Schlacht“. Das Vorwort schrieb ihm der Herausgeber der Jüdischen Rundschau, Dr. Rafael Korenzecher. Im Interview mit der Jüdischen Rundschau spricht Iddo Netanjahu über den Mut der israelischen Soldaten, die tragischen Umstände von Yonis Tod und den ungebrochenen Überlebenswillen des jüdischen Staates. Zugleich rechnet er mit einem orientierungslosen Westen ab, dem abhandengekommen ist, was den jüdischen Staat Israel stark macht: Patriotismus, Selbstbewusstsein und der Wille zur Selbstbehauptung. Böse und Kuhlmann endeten im Kugelhagel der Befreier – Einzeltäter, versteht sich. Ihre Erben brüllen heute zu Tausenden auf Berlins Straßen „Globalisiert die Intifada“. (JR)

Von Collin McMahon

Jüdische Rundschau: Wie sind Sie auf die Idee gekommen, das Buch zu schreiben?

Iddo Netanjahu: Als immer mehr Falschinformationen über die Operation und über Yonis Rolle verbreitet wurden, hatte ich das Gefühl, dass die Wahrheit dokumentiert werden musste. Deshalb begann ich, Teilnehmer der Operation zu interviewen – vor allem von Sayeret Matkal, „der Einheit“, die mein Bruder befehligte. Das war etwa zehn Jahre nach der Operation, also vor 40 Jahren.

Mein Vater hat das als Erstes erkannt und begann Interviews zu führen. Ich war damals in USA und beendete mein Studium der Radiologie. Als ich nach Israel zurückkehrte, setzte ich die Interviews fort. Als mir klar wurde, dass die wahre Geschichte von Entebbe trotz allen Veröffentlichungen nicht wirklich bekannt war, beschloss ich, ein Buch zu schreiben.

Sie können diesen Artikel vollständig in der gedruckten oder elektronischen Ausgabe der Zeitung «Jüdische Rundschau» lesen.

Vollversion des Artikels

€ 1,75 inkl. MwSt.

Sehr geehrte Leserinnen und Leser!

Hier können Sie

die Zeitung abonnieren,
die aktuelle Ausgabe oder frühere Ausgaben kaufen
oder eine Probeausgabe der Zeitung bestellen,

in gedruckter oder elektronischer Form.

Vollversion des Artikels

€ 1,75 inkl. MwSt.
Zugang erhalten

Sehr geehrte Leser!

Die alte Website unserer Zeitung mit allen alten Abos finden Sie hier:

alte Website der Zeitung.


Und hier können Sie:

unsere Zeitung abonnieren,
die aktuelle oder alte Ausgaben bestellen
sowie eine Probeausgabe bekommen

in der Druck- oder Onlineform

Unterstützen Sie die einzige unabhängige jüdische Zeitung in Deutschland mit Ihrer Spende!

Werbung


Alle Artikel
Diese Webseite verwendet Cookies, um bestimmte Funktionen zu ermöglichen und das Angebot zu verbessern. Indem Sie hier fortfahren, stimmen Sie der Nutzung von Cookies zu. Mehr dazu..
Verstanden