UNRWA: Terroristen auf der Gehaltsliste

Lehrer und Hamas-Soldat: Die UNRWA schaute weg.© JONATHAN RAA / NURPHOTO / NURPHOTO VIA AFP

Die Vereinten Nationen haben sich längst von ihrem Gründungsauftrag entfernt und sind zu einer politisch korrumpierten Organisation verkommen, die Israel obsessiv verurteilt, während sie islamische Terroristen in den eigenen Reihen duldet. US-amerikanische Ermittler brachten 101 UNRWA-Mitarbeiter mit dem Massaker vom 7. Oktober oder dem militärischen Arm der Terror-Bande Hamas in Verbindung – darunter Lehrer und Schulleiter, die zugleich als Kommandeure, Scharfschützen und Sprengstoffexperten dienten. Während die Verantwortlichen an der Spitze regelmäßig ungeschoren davonkommen, werden Skandale vertuscht, Versager geschützt und die Kosten den westlichen Steuerzahlern aufgebürdet. Dass die UNRWA beim Wiederaufbau Gazas nun offenbar keine Rolle mehr spielen soll, ist eine überfällige Konsequenz aus Jahrzehnten der Terror-Verstrickung, Aufwiegelung und institutionellen Verkommenheit. (JR)

Von Pierre Rehov

Institutionen, die zur Verhinderung von Gräueltaten geschaffen wurden, stehen irgendwann vor der Frage, was sie eigentlich schützen. Im Falle der Vereinten Nationen stützen Abstimmungsmuster, interne Untersuchungen und ihre eigenen Entscheidungen in diesem Jahr die Fiktion der Neutralität nicht mehr. Eine UNRWA-Schule im Gazastreifen befand sich über einem Hamas-Tunnelschacht und drei Panzerabwehrstellungen, und ihr eigener Schulleiter stand gleichzeitig auf der Gehaltsliste beider Institutionen – eine Tatsache, die amerikanische Ermittler, nicht die UNO, ans Licht brachten.

Das Muster ist altbekannt: Während des „Öl-für-Lebensmittel“-Skandals wurde ein Programmdirektor der mittleren Führungsebene in den USA strafrechtlich verfolgt, während die Beamten, die das Programm von oben leiteten, ihre Posten behielten. Wenn Versäumnisse der UN ans Licht kommen, müssen die Mitarbeiter an der Basis die Konsequenzen tragen. Diejenigen, die die Politik festlegen, bleiben davon meist verschont.

Schon die bloße Zahlenrechnung widerlegt den Anschein von Ausgewogenheit. Im Jahr 2025 verabschiedete die UN-Generalversammlung (UNGA) 15 Resolutionen, die sich gegen Israel richteten, und nur 11, die sich auf den Rest der Welt insgesamt bezogen – eine Bilanz, die Nordkorea, den Iran, Myanmar, Russland und die Vereinigten Staaten zusammen umfasst. Von 2015 bis 2024 belief sich die Gesamtzahl auf 173 Resolutionen gegen Israel, verglichen mit 80 für alle anderen Mitgliedstaaten zusammen. Der UN-Menschenrechtsrat weist seit 2006 vergleichbare Zahlen auf und verabschiedete 112 Resolutionen gegen Israel im Vergleich zu 45 gegen Syrien, obwohl dort ein Bürgerkrieg herrschte, der Hunderttausende das Leben kostete.

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