Selenskyjs Korruptionssystem: Die einen sterben, die anderen werden immer reicher

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj.
© NICOLAS ECONOMOU / NURPHOTO / NURPHOTO VIA AFP

Während ukrainische Soldaten an der Front sterben, Zivilisten ihre Angehörigen, ihre Wohnungen und ihre wirtschaftliche Existenz verlieren, bereichern sich einflussreiche Funktionäre, Geschäftsleute und politische Günstlinge am nicht endenden Krieg. Der Korruptionsskandal um veruntreute Millionen ausgerechnet aus Geldern zum Schutz der ukrainischen Energieanlagen zeigt, wie tief das System bis in das unmittelbare Umfeld Wolodymyr Selenskyjs hineinreicht. Dennoch überweisen Deutschland und seine europäischen Partner weitere Milliarden und verlängern mit immer neuen Waffenlieferungen einen Krieg, von dem eine kleine ukrainische Oberschicht offenbar profitiert, während das einfache Volk den Blutzoll entrichtet. Die westliche Politik finanziert damit nicht nur einen aussichtslosen Abnutzungskrieg, sondern auch ein korruptes Machtgefüge, dessen Nutznießer immer reicher und dessen Opfer täglich zahlreicher werden. (JR)

Von Julian M. Plutz

Vor einiger Zeit war ich mit meiner Mutter zum Zwecke eines Tagesausfluges in Ansbach. Die Hauptstadt des mittelfränkischen Regierungsbezirks ist eine traumhafte Stadt; „heile Welt“, wie ein Freund aus Göttingen, der aber durch sein Studium Franken lieben gelernt hat, sagen würde. Als wir die Stadt von Kaspar Hauser besuchten, fiel uns auf, dass auf öffentlichen Gebäuden Trauerflor zu sehen war. Nach der Recherche war klar: Es wurde an den islamischen Anschlag vor zehn Jahren gedacht.

Am 24. Juli 2016 zündete ein 27-jähriger syrischer Asylbewerber, der über Bulgarien und Österreich nach Deutschland gekommen war, im Biergarten einer Weinstube in Ansbach einen Sprengsatz. Der Attentäter starb, weitere Menschen wurden verletzt; die Tat galt als erster islamischer Selbstmordanschlag auf deutschem Boden und stand im Zusammenhang mit dem Islamischen Staat.

In den Medien war bis auf ein paar Tage danach kaum mehr die Rede. Zum Jahrestag gab es zwar die üblichen kurzen Nachrufe, doch eine wirkliche Debatte fand nicht statt. Manche Anschläge brauchen eben das richtige Timing, um besprochen zu werden. Und manche Anschläge verpassen im Mainstream komplett das Timing, weil sie schlicht stören. Ähnlich verhielt es sich beim Anschlag in Monaco. Ende Juni 2026 explodierte dort ein Sprengsatz und verletzte drei Menschen schwer: den ukrainischstämmigen Multimillionär Wadym Jermolajew, seinen Sohn und seine Lebenspartnerin. Jermolajew, inzwischen zypriotischer Staatsbürger und von der Ukraine wegen Geschäften auf der annektierten Krim sanktioniert, gehörte zum sogenannten „Monaco-Bataillon“ geflüchteter Oligarchen. Die Hauptverdächtige, die 39-jährige Ukrainerin Anastasija B. aus Hessen, hatte sich als Mann verkleidet; Interpol schrieb sie international wegen versuchten Mordes, Platzierung eines Sprengsatzes und Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung zur Fahndung aus. Kurze Zeit später wurde sie in der Ukraine tot aufgefunden. Die Berichterstattung blieb sporadisch, die Aufregung verflog rasch.

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