Houthis haben Saudi-Arabien in Geiselhaft genommen, und Amerika hat dies zugelassen

Die Houthi-Rebellen wollen mit einer asymmetrischen Kriegsführung Kontrolle über die Region erlangen.© MOHAMMED HAMOUD / ANADOLU / ANADOLU VIA AFP
Die iranische Terror-Miliz der Houthis hat Saudi-Arabien faktisch in Geiselhaft genommen und droht unverhohlen mit Angriffen auf Flughäfen, Öl-Anlagen und den saudischen Schiffsverkehr. Möglich wurde diese gefährliche Machtverschiebung durch jahrelange Zugeständnisse Riads und eine widersprüchliche amerikanische Politik, die jede Eskalation der islamischen Terroristen am Ende mit Schonung belohnte. Während Washington und Saudi-Arabien auf Waffenstillstände und Verhandlungen setzten, nutzten die Houthis die Zeit, um sich aufzurüsten, ihre Herrschaft im Jemen zu festigen und ihre Verbindung zum verbrecherischen Mullah-Regime in Teheran auszubauen. Allein Israel hat erkannt, dass sich die iranischen Mord-Stellvertreter nicht durch diplomatische Beschwichtigungen, sondern nur durch entschlossene militärische Abschreckung beeindrucken lassen. (JR)
Vier Jahre nach dem demütigenden Waffenstillstandszugeständnis Saudi-Arabiens zerstörten die Houthis am 13. Juli mit einem Angriff auf den internationalen Flughafen von Abha Riad’s Sicherheitsillusion. Auslöser war die Verhinderung der Landung eines iranischen Fluges der Mahan Air – einer Waffenlieferlinie für die Islamische Revolutionsgarde – in der jemenitischen Hauptstadt Sanaa durch die jemenitische Regierung. Die Houthis umgingen diese Maßnahme vollständig und nahmen stattdessen Saudi-Arabien ins Visier.
Eine Woche später, am 20. Juli, eskalierte die Terrorgruppe die Spannungen, indem sie eine sofortige Seeblockade gegen Saudi-Arabien verkündete.
Die anschließende Drohung des Houthi-Führers Abdul Malik al-Houthi, saudische Öl- und andere Infrastruktureinrichtungen zu bombardieren, signalisiert einen gefährlichen Paradigmenwechsel: Die Houthis diktieren nun die Regeln des Konflikts, in der festen Überzeugung, dass jede Herausforderung ihrer Herrschaft wirtschaftliche Kosten mit sich bringt, die Riad aus Angst nicht zu tragen bereit ist.
Wie die renommierte Nahost-Analystin Nadwa Al-Dawsari dargelegt hat, beruhte der Waffenstillstand von 2022 auf grundlegend unvereinbaren Annahmen: Saudi-Arabien betrachtete ihn als einen die Verhandlungen ermöglichenden Waffenstillstand, bei dem es selbst lediglich als Vermittler fungierte, während die Houthis ihn als direktes, bilaterales Abkommen mit Riad betrachteten und dabei die Legitimität der jemenitischen Regierung gänzlich ablehnten.
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