Vatikan: Orden für Teherans Terror-Paten

Past Leo XIV.© ALBERTO PIZZOLI / AFP
Papst Leo XIV. hat dem iranischen Botschafter beim Heiligen Stuhl den Piusorden verliehen — eine Auszeichnung, die traditionell Personen gilt, die sich um die katholische Kirche und den Heiligen Stuhl verdient gemacht haben. Dass ausgerechnet ein Vertreter jenes Regimes geehrt wird, das den Terror der Hamas, der Hisbollah und der Houthis finanziert, koordiniert und ideologisch antreibt, ist mehr als eine diplomatische Ungeheuerlichkeit. Es ist eine moralische Bankrotterklärung. Laut dem Weltverfolgungsindex 2026 des christlichen Hilfswerks Open Doors sind weltweit 388 Millionen Christen Verfolgung und Diskriminierung ausgesetzt — ein neuer Höchststand. Fast alle Haupttäter sind islamische Staaten. Der Iran steht auf Platz 10 dieser Schande. Ein Papst, der ausgerechnet dem Botschafter dieses Regimes einen Orden verleiht, verrät nicht nur die Juden — er verrät seine eigenen verfolgten Glaubensbrüder. Der Vatikan wiederholt damit ein Muster, das aus der Geschichte nur allzu bekannt ist: das Schweigen — und mehr als das Schweigen — angesichts der Vernichtung der Juden in finsterer Zeit — finster für die jüdische, aber auch für die deutsche Geschichte. (JR)
Wenn Sie als Mensch oder beruflich etwas Außerordentliches leisten – vielleicht sogar unter Lebensgefahr – dann bekommen Sie nach getaner guter Tat vielleicht eine schöne Auszeichnung. Weil Sie nicht nur selbstlos agiert haben, sondern auch ein Vorbild für andere Menschen sein sollen. Generäle bekommen nach gewonnenen Schlachten Orden angeheftet (nach verlorenen Schlachten werden sie gelegentlich erschossen), waren Sie als Zivilperson oder Künstler nicht nur erfolgreich, sondern auch regierungsgefällig, dann kann sie der englische König zum Ritter schlagen oder, in Deutschland, das gerade Bundespräsidentende verleiht Ihnen für „lieb sein“ ein „Bundesverdienstkreuz“ für gutes Betragen im Zivil- und Berufsleben. Damit können Sie dann schön in der Öffentlichkeit herumstolzieren, damit jeder sieht: „Aha, da kommt ein guter Mensch!“ - und sich schämt, weil er eben keinen Orden abbekommen hat.
Manche Orden werden auch posthum – also nach dem Tod – verliehen, wenn sich die politischen Verhältnisse gedreht haben. Der Ausgezeichnete hat zwar nichts mehr davon, aber seine Hinterbliebenen können sich das Lametta schön unter das Sterbebildchen hängen und in der Todesanzeige macht sich sowas ja auch gut.
Der höchste Preis, den Sie erringen können, ist der noble Nobelpreis, dafür müssen Sie auf dem Gebiet der Wissenschaft aber Herausragendes leisten, ein paar gute Bücher geschrieben haben oder, wenn sie amerikanischer Präsident mit der richtigen Hautfarbe sind, kurz nach Amtsantritt keinen neuen Krieg angezettelt haben – wenigstens, solange die alten Kriege nicht erledigt sind.
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