Israel-Boykott und Juden-Mord: Zwei Seiten derselben Medaille

Die „Globalisierung“ der Intifada bedeutet weltweiten Juden- und Israelhass – auch bis nach Australien.© DAVID GRAY / AFP

Die Boykottaufrufe gegen Israel und der offene Juden-Mord in Australien oder andernorts sind keine getrennten Phänomene, sondern reine Eskalation desselben antisemitischen Weltbildes. „Nur“ israelische Juden zu töten, ist den einschlägigen Judenhassern ganz offensichtlich nicht genug. Es soll keinen Platz auf der Welt geben, wo Juden sicher sind. Darum wird der Staat Israel von Antisemiten gehasst. Die Parole von der „Globalisierung der Intifada“ meint nichts anderes als die Entgrenzung antijüdischer Gewalt auf globaler Ebene. Der Hass richtet sich nicht gegen politische Entscheidungen Israels, sondern gegen Juden als solche – unabhängig davon, ob sie in Israel, Europa oder Australien leben. Der Blick auf die Geschichte, von der nationalsozialistischen Verfolgung und angestrebten Ausrottung bis zur heutigen Dämonisierung Israels und der sogenannten „Palästinenser“-Solidarität, macht deutlich: Der Weg vom Boykott zur physischen Vernichtung ist ein todbringendes wiederkehrendes Muster. (JR)

Von Stefan Frank

Beim antisemitischen Terrorangriff im australischen Sydney war zu beobachten, was die in der „Palästina“-Solidarität so beliebte Parole „Globalisierung der Intifada“ meint.

Bret Stephens, Kolumnist der New York Times, hat mit seinem Kommentar zum Massaker am Bondi Beach benannt, was da passiert ist: „So sieht die ‚Globalisierung der Intifada‘ aus“, wie sie an amerikanischen Hochschulen und auf Europas Straßen gefordert wird. „Intifada“ soll nämlich heißen: antijüdisches Pogrom.

Arafats „Al-Aqsa-Intifada“, bei der Splitterbomben gegen Senioren am Abendessenstisch und gegen Kinder in Restaurants und Diskothekendetonierten, hat keine Zweifel daran gelassen, dass es darum geht, so viele Juden wie möglich zu ermorden. Ahlam Tamimi, welche die Jerusalemer Pizzeria Sbarro für einen Selbstmordanschlag ausgesucht und den Täter mit der Bombe dorthin geführt hatte, lächelte bekanntlich einst über das ganze Gesicht, als sie bei einem Interview in einem israelischen Gefängnis vom Journalisten informiert wurde, dass sie acht jüdische Kinder getötet hat – mehr, als sie gedacht hatte. Mittlerweile lebt sie in Freiheit in Jordanien, nachdem sie im Gilad-Shalit-Deal von den Terroristen freigepresst wurde.

Was sie tat – einen von jüdischen Familien in der Freizeit besuchten Ort zum Ziel eines Terroranschlags zu machen –, ist das, was auch die Täter am Bondi Beach von Sidney taten. Die „Palästinenser“ können sich nicht nur rühmen, Pioniere bei Flugzeugentführungen und Selbstmordanschlägen gewesen zu sein, sie haben auch die Taktik erfunden, Juden beim Feiern zu ermorden: bei Hochzeiten, bei Bar-/Bat-Mitzvahs, in der Synagoge, in der Diskothek, im Restaurant. Jüdische Feiertage wie Passah, das jüdische Freudenfest Simchat Torah (7. Oktober 2023) oder jetzt Chanukka reizen sie besonders.

Denn wenn die Antisemiten eines noch mehr hassen als Juden, dann ist das glückliche Juden. Der Antisemit will sie tot sehen – überall auf der Welt. Das ist es, was „Globalisiert die Intifada“ meint.

Sie können diesen Artikel vollständig in der gedruckten oder elektronischen Ausgabe der Zeitung «Jüdische Rundschau» lesen.

Vollversion des Artikels

€ 1,75 inkl. MwSt.

Sehr geehrte Leserinnen und Leser!

Hier können Sie

die Zeitung abonnieren,
die aktuelle Ausgabe oder frühere Ausgaben kaufen
oder eine Probeausgabe der Zeitung bestellen,

in gedruckter oder elektronischer Form.

Vollversion des Artikels

€ 1,75 inkl. MwSt.
Zugang erhalten

Sehr geehrte Leser!

Die alte Website unserer Zeitung mit allen alten Abos finden Sie hier:

alte Website der Zeitung.


Und hier können Sie:

unsere Zeitung abonnieren,
die aktuelle oder alte Ausgaben bestellen
sowie eine Probeausgabe bekommen

in der Druck- oder Onlineform

Unterstützen Sie die einzige unabhängige jüdische Zeitung in Deutschland mit Ihrer Spende!

Werbung


Alle Artikel
Diese Webseite verwendet Cookies, um bestimmte Funktionen zu ermöglichen und das Angebot zu verbessern. Indem Sie hier fortfahren, stimmen Sie der Nutzung von Cookies zu. Mehr dazu..
Verstanden