Friedensrat soll das multilaterale Chaos in Gaza beenden

US-Präsident Donald Trump bei der Bekanntgabe der Charta des Friedensrats und der Unterzeichnungszeremonie während des Weltwirtschaftsforums im Davos Congress Center in Davos, Schweiz, am 22. Januar 2026. © Fabrice Coffrini/AFP
Der neugegründete Friedensrat markiert eine bewusste Abkehr von den gescheiterten Routinen internationaler Nahostpolitik und steht exemplarisch für den ordnenden Gestaltungsanspruch der Vereinigten Staaten. Unter der Führung von Donald J. Trump setzt dieses Gremium auf klare Zuständigkeiten, strategische Durchsetzungskraft und politische Verantwortung statt auf folgenlose Konsensrituale. Die amerikanische Initiative verbindet sicherheitspolitische Nüchternheit mit wirtschaftlicher Aufbauperspektive und stellt damit erstmals seit Jahren einen realistischen Ordnungsrahmen für Gaza in Aussicht. Dass Washington dabei die Führungsrolle beansprucht, ist weniger Ausdruck von Dominanz als Konsequenz aus jahrzehntelangem strukturellem Versagen der multilateralen Akteure. Der Friedensrat ist somit vor allem eines: ein US-amerikanischer Versuch, dort Struktur zu schaffen, wo internationale Symbolpolitik dauerhaft gescheitert ist. Voraussetzung ist allerdings die Entwaffnung der Mörder-Bande Hamas und die Zerschlagung mörderischer terroristischer Strukturen. (JR)
Präsident Donald J. Trump unterzeichnete am 22. Januar auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos die Charta für den Friedensrat und leitete damit offiziell die zweite Phase der Friedensinitiative seiner Regierung für den Gazastreifen ein.
Nach Angaben der Trump-Regierung verlagert die Unterzeichnungszeremonie, an der regionale Führungskräfte und globale Finanzmanager teilnahmen, den Schwerpunkt der US-Strategie vom derzeitigen Waffenstillstand hin zur „Entmilitarisierung, zum Wiederaufbau und zur zivilen Verwaltung” des Gazastreifens.
Phase 2 schafft einen neuen Regierungsrahmen für das Gebiet, der die Hamas und frühere internationale Hilfsstrukturen durch einen zentralisierten Rat aus Interessengruppen ersetzen soll. Gemäß den Bestimmungen der Charta ist der Friedensrat nun die selbsternannte oberste Behörde, die für die Verwaltung der Wiederaufbaugelder und die Überwachung des Übergangs zu einer zivilen Regierung zuständig ist.
„Die gesamte Architektur des aktuellen Trump-Plans ist eine sehr beeindruckende Leistung, die in vielerlei Hinsicht beispiellos ist“, sagte Oberst (a. D.) Eran Lerman, Vizepräsident des Jerusalem Institute for Strategy and Security (JISS), gegenüber JNS. „Seit vielen Jahren gibt es Ideen in dieser Richtung einer internationalen Aufsicht, und diese Umsetzung ist bei weitem die konkreteste und fortschrittlichste aller dieser Programme.“
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