Moshe Dayan: Der einäugige Wüstenadler

Mosche Dajan mit Golda Meïr im Juli 1969.
© WIKIPEDIA

Moshe Dayan war eine widersprüchliche Persönlichkeit. Er war Bauer, General, Landwirtschafts-, Verteidigungs- und Außenminister in Israel. Seine taktischen Manöver waren mitentscheidend für den Sieg Israels über die arabischen Aggressoren, später ebnete sein diplomatisches Geschick den Friedensvertrag mit Ägypten. (JR)

Von Michail Bunimowitsch/jewishmagazine.ru

Moshe Dayan! In der modernen jüdischen Geschichte ist er einer der berühmtesten Hauptakteure. Von der Herkunft her ein Bauer, seiner Berufung, dem Charakter und dem Schicksal nach ein Krieger. Darüber hinaus: Minister, Diplomat, Antiquitätensammler, einer der Schöpfer eines neuen Staates. Dieser Mann wurde aus Widersprüchen geschaffen. Er hatte den stärksten Willen, aber lebte seine Leidenschaften. Er war völlig unerfahren in der Militärwissenschaft, führte aber geniale Militäroperationen durch. Er liebte seine Ehefrauen und betrug sie stets. Er behandelte das Land Israel mit Ehrfurcht, überließ jedoch den Tempelberg den Arabern.

Moshes Eltern, Samuil Kitaigorodski und Dvoira Zatulovskaja, stammten aus Russland und wurden zusammen mit anderen Pionieren die Gründer des ersten Kibbuz – Degania. Im Laufe der Zeit wurden die beiden zu berühmten Persönlichkeiten: Sein Vater wurde Mitglied der Knesset, die Mutter - eine der Anführerinnen der Frauenbewegung.

Die Siedlung Nahalal gründeten seine Eltern zusammen mit einer Gruppe Gleichgesinnter. Hier lernte Moshe zusammen mit seiner jüngeren Schwester Aviva und seinem Bruder Zohar, auf dem Land zu arbeiten; im Alter von sieben Jahren lernte er reiten und mit zehn konnte er bereits präzise schießen. Mit 14 endete die Kindheit: Er wurde Haganah-Kämpfer (Haganah - aus dem Hebr. «Die Verteidigung» - war eine paramilitärische zionistische Untergrundorganisation zu der Zeit des britischen Mandats; nach der Gründung des Staates Israel 1948 entstanden daraus die Israelischen Verteidigungsstreitkräfte - Anm. d. Übers.).

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