Die wehrlose Bundeswehr

Die Hilflosigkeit ist der deutschen Verteidigungsministerin, Christine Lambrecht (SPD), anzusehen
© AFP

Deutschland war lange Jahre ein sicherheitspolitischer Trittbrettfahrer bei den USA und den anderen Nato-Partnern und hat die Bundeswehr systematisch zum peinlichen Sanierungsfall gemacht. Neben den maroden Waffensystemen gehen der Bundeswehr außerdem die Soldaten aus. Seit dem Aussetzen der Wehrpflicht, gibt es nur wenige Freiwillige, die sich dem Militärdienst verpflichten wollen. Es lohnt sich für Deutschland einen Blick auf die israelische Armee zu werfen: Die IDF wird von der Gesellschaft geachtet und gehört zu den am besten ausgebildeten, ausgerüsteten und motiviertesten Armeen der Welt. (JR)

Von Jaffa Lyn

„Deutschlands Sicherheit wird auch am Hindukusch verteidigt“, verkündete der damalige Verteidigungsminister Peter Struck und legitimierte damit den Afghanistan-Einsatz im Jahr 2002.

Die hehren Worte des SPD-Politikers Struck verschwiegen allerdings, dass die Sicherheit im eigenen Land nicht gewährleistet war. Und sie ist es bis heute nicht. Deutschland ist nicht „abwehrbereit“. Es wurde gespart an allen Ecken.

Hin und wieder berichteten die Medien darüber: um Fluglizenzen zu erhalten, mussten beim ADAC tausende Flugstunden angemietet werden, von den 128 Eurofightern waren höchstens fünf ohne jede Einschränkung einsatzfähig; dies traf auch auf die 68 Hubschrauber des Typs Tiger zu, ebenso auf die Transporthubschrauber NH90; besonders peinlich, dass von den neuen Transportfliegern A400M nur ein Fünftel der Flugzeuge einsetzbar war, von den Fregatten fünf von 13 und von den Leopard II-Panzern 105 von 244. Es gab Zeiten, da war keines der sechs U-Boote der 212A-Klasse einsatzbereit.

Die Bundeswehr wurde erfolgreich kaputtgespart. Einen Aufschrei gab es aber nicht.

Die Kriege waren bisher weit weg. Deutschland war Exportweltmeister bei Waffenlieferungen, beteiligte sich an Auslandseinsätzen und brachte sich vor allem „moralisch“ ein, aber nahm es mit der Bündnisstreue nicht allzu genau. Das Versprechen gegenüber den NATO-Partnern, zwei Prozent des Bruttoinlandsprodukts für die äußere Sicherheit einschließlich der Bundeswehr, zu investieren, wurde nie eingehalten.

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