Biden lässt Buddha-Sprenger der Taliban frei

Mit großem Beifall für den US-Präsidenten Joe Biden lobten die deutschen Medien die erste Entlassung eines Guantanamo-Häftlings seit dessen Amtsantritt. Gleichzeitig enthalten sie ihren in der Regel desinformierten Zuschauern und Lesern aber die wahre Geschichte dieses Häftlings vor: Al-Qaida-Terrorist Abdul Latif Nasir war u.a. 2001 an der barbarischen Sprengung der weltbekannten Buddha-Statuen von Bamiyan beteiligt, und vernichtete damit über tausend Jahre alte Kulturzeugnisse aus der Zeit vor der gewaltsamen Islamisierung Afghanistans. Auch dass der Terrorist öffentlich seine Unterstützung für die Tötung von Juden bekundete, hält die linkslastige deutsche Presse für nicht erwähnenswert (JR).

Abdul Latif Nasir ist nun in sein Heimatland Marokko entlassen worden.© WIKIPEDIA

Daniel Greenfield (Frontpage Mag)

Als die Taliban und ihre Al-Qaida-Verbündeten in Afghanistan zwei riesige Buddha-Statuen in die Luft sprengten, rückte die Dschihadisten-Allianz noch vor den Anschlägen vom 11. September ins Blickfeld der Welt. Die Zerstörung der Statuen wurde von fast allen allgemein verurteilt. Sogar von den US-Democrats. Nun hat Joe Biden beschlossen, einen Al-Qaida-Kommandanten freizulassen, der damals geholfen hat, die Statuen zu sprengen.

Nicht einmal Obama wollte ihn freilassen

Während die Taliban Afghanistan zurückerobern, signalisiert Bidens Entscheidung, Abdul Latif Nasir freizulassen, Unterstützung für die Dschihadisten und für das nordafrikanische Regime der Muslimbruderschaft (Marokkos Regierungspartei PJD), das eingewilligt hat, Nasir zu beherbergen.

Es gäbe viele Gründe, Abdul Latif Nasir gut verwahrt in Guantanamo eingesperrt zu belassen. Selbst die Obama-Regierung, die es sich zur Aufgabe gemacht hatte, jeden islamistischen Terroristen zu befreien, hatte Probleme, Nasir freizulassen. In Regierungsdokumenten wird der angeklagte Al-Qaida-Terrorist als Sprengstoffausbilder beschrieben, der auch Al-Qaida-Rekruten im „Einsatz der AK-47, raketengetriebenen Granaten, Beka-Maschinengewehren und Mörsern“ ausbildete und in Osama bin Ladens Mall-Six-Lager (Afghanistan) eine „fortgeschrittene Ausbildung in Sprengstoff und Giften“ erhielt.

Nasir gab zu, „der Emir der Al-Qaida-Kämpfer an der Kabuler Front“ zu sein und in Tora Bora 250 Dschihadisten angeführt zu haben. Er ist jung genug, in seinen Fünfzigern, um sich in einen weiteren Konflikt zu stürzen, und er verfügt über die Art von Erfahrung, die für Al-Qaida und ISIS von unschätzbarem Wert ist.

Um es den Dschihadisten noch einfacher zu machen, versucht das Biden-Regime nicht einmal, Nasir an einen abgelegenen Ort zu verfrachten, sondern schickt ihn direkt nach Marokko zurück, dessen Regierungspartei „Partei für Gerechtigkeit und Entwicklung“ (PJD) zur Muslimbruderschaft gehört.

Gratulation an die Hamas aus Marokko

PJD-Chef Saad-Eddine El Othmani, der von den Medien fälschlich als „moderat“ bezeichnet wird, gratulierte kürzlich der Hamas, einem anderen Zweig der Muslimbruderschaft, zu ihrem „Sieg“ über Israel. Osama bin Laden und andere Al-Qaida-Führer waren Mitglieder der Bruderschaft, und die PJD hat ihre eigenen terroristischen Verbindungen. Die Entsendung von Abdul Latif Nasir in das Marokko der Moslembruderschaft bedeutet, dem Terrorismus zu helfen.

„Die Vereinigten Staaten loben das Königreich Marokko für seine langjährige Partnerschaft bei der Wahrung der nationalen Sicherheitsinteressen beider Länder. Die Vereinigten Staaten sind auch äußerst dankbar für die Bereitschaft des Königreichs, die laufenden US-Bemühungen zur Schließung des Gefangenenlagers Guantanamo Bay zu unterstützen.“ Die Regierung von Biden erklärte dies in einem Anerkennungsschreiben und dankte der Muslimbruderschaft dafür, dass sie Biden dabei geholfen hat, islamische Terroristen freizulassen und gleichzeitig die nationale Sicherheit zu gefährden.

In amerikanischer Haft lobte Abdul Latif Nasir die Bombardierung der Ghirba-Synagoge im nahegelegenen Tunesien. Al-Qaida beanspruchte den Angriff für sich und Nasir konnte einen der Angreifer benennen. Er lobte auch einen Bus-Angriff in Ägypten, bei dem islamistische Terroristen Molotow-Cocktails auf Busse voller Touristen warfen, behauptete aber, die Ziele seien Juden gewesen. Marokko hat derzeit die größte jüdische Gemeinde in der Nahost-Region außerhalb Israels. Nachdem Biden behauptet hatte, sich um Antisemitismus zu kümmern, hat er sich nun entschieden, einen antisemitischen Terroristen nach Marokko zu entsenden.

Mit Nasir hängen viele alte und hässliche, unvollendete Angelegenheiten des arabischen Frühlings der Obama-Regierung zusammen. Ihn freizulassen öffnet einige dieser alten Wunden. Sowohl die amerikanischen als auch die marokkanischen Behörden vermuteten, dass Nasir Mitglied der Libyschen Islamischen Kämpfergruppe LIFG gewesen ist. Die Obama-Regierung hatte die Vermittlung eines Friedensabkommens der Muslimbruderschaft mit der LIFG gefeiert, in der diese ihre Loyalität von Al-Qaida zur Bruderschaft änderte.

Die LIFG spielte eine entscheidende Rolle beim islamistischen Sturz Gaddafis, aber die Entscheidung, LIFG-Dschihadisten zu beherbergen, schlug ein, als ein mit der Gruppe verbundener islamischer Terrorist den Bombenanschlag auf die Manchester-Arena verübte, bei dem 23 Menschen getötet und über tausend verletzt wurden. Ein weiteres LIFG-Mitglied, Ahmed Abu Khattala, führte den Angriff auf die amerikanische Botschaft in Bengasi an, der zum Tod von Botschafter Chris Stevens führte. Die Freilassung von Nasir ist das neueste Kapitel in der Unterstützung der LIFG.

All dies bedeutet, dass Abdul Latif Nasir – wenn er sich entscheidet, wieder ins Spiel einzusteigen – viele Möglichkeiten in seinem eigenen Hinterhof und viele Kontakte hat. Er wird nicht der einzige Ex-Guantanamo-Terrorist sein, wenn sich die von Biden freigelassenen Dschihadisten den bereits von Obama entlassenen anschließen.

Al-Qaida-Figuren identifizierten Nasir als „Mitglied des Ausbildungsunterausschusses des Militärausschusses“ und als „Waffenkäufer“. Amerikanische Beurteilungen warnten davor, dass er „wahrscheinlich an zukünftigen Feindseligkeiten teilnehmen oder ausländische Kämpfer unterstützen wird“.

Handelsreisender des Terrors

Nasir war nach Afghanistan gegangen, weil er „kämpfen und als Märtyrer sterben wollte“.

Wie ihre Vorgängerregierung Obama stärkt die Biden-Regierung Terroristen und gefährdet Leben auf der ganzen Welt. Die Beurteilungen und Berichte über Nasir legen nahe, dass er mit hoher Wahrscheinlichkeit zum Dschihad zurückkehren wird. Er soll bereits in eine Vielzahl von Konflikten von Tschetschenien über Libyen bis Afghanistan verwickelt gewesen sein oder eine Beteiligung angestrebt haben. Doch die Instabilität, die Obamas Arabischer Frühling in Nordafrika geschaffen hat, wird ihm zu Hause (geboren ist er 1965 in Casablanca, Marokko) viele Optionen bieten.

Nasir hat auch seine Vorliebe für die Tötung von Juden geäußert. Seine Freilassung ist eine weitere Warnung, dass der Biden-Regierung wie ihrer demokratischen Vorgängerin die Bedrohung der Dschihadisten für Juden egal ist.

Wenn Nasir schließlich wieder islamistische Terroristen ausbildet, ist es wahrscheinlich, dass amerikanische Soldaten seinen Schülern im Kampf gegenüberstehen werden. Trotz Bidens falscher Behauptung, sich aus Afghanistan zurückgezogen zu haben, wurden 600 US-Soldaten zurückgelassen. Ganz zu schweigen von Diplomaten, Helfern und anderen Amerikanern.

Amerikanische Truppen sind auch weiterhin in Nordafrika und im Nahen Osten präsent. Im vergangenen Monat hielten die Vereinigten Staaten in Marokko die jährliche Militärübung „African Lion“ in der Region ab, an der unter anderem Personal der Nationalgarde des US-Bundesstaates Georgia beteiligt war. Die Freilassung von Nasir gefährdet das Leben der amerikanischen Streitkräfte, die an zukünftigen Militärübungen teilnehmen.

In der düsteren Geschichte von Abdul Latif Nasir heißt es in der Beurteilung weiter, dass der Al-Qaida-Terrorist „der Sprengstoffexperte war, der den Taliban bei der Zerstörung der Bamyan-Buddha-Figuren geholfen hat“. Während also die Taliban Afghanistan zurückerobern, sendet Bidens Entscheidung, den Terroristen im Zusammenhang mit einer Tat freizulassen, die die Taliban erstmals in der Welt bekannt machte, eine Botschaft der Unterstützung des Terrorismus. Der Dschihad hätte von der Biden-Regierung keinen deutlicheren Daumen nach oben bekommen können.

Daniel Greenfield, Shillman Journalism Fellow am Freedom Center, ist investigativer Journalist und Autor mit den Schwerpunkten radikale Linke und islamischen Terrorismus.

Aus dem Englischen vonDaniel Heiniger.

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