Ben & Jerry’s: Linksradikaler Eiskonzern auf den Spuren der Nazis

„Verkauft nicht an Juden!“ ist neben ihren BDS-Aktivitäten offenbar das neue Motto linksradikaler Antisemiten. Jüngstes Beispiel für diese Entwicklung ist der ursprünglich von Anetta Kahanes Amadeu-Antonio-Stiftung gestützte millionenschwere Eisgigant Ben & Jerry‘s, der seinen Verkauf in Israel eingestellt hat. Der auf eine jüdische Gründung zurückgehende Eiskonzern dient sich der seit Biden unverhohlener grassierenden Israel-Feindlichkeit der Democrats an und betreibt damit finstersten Antisemitismus (JR).

© AFP

Von David Suissa

Nach Monaten erbitterter Differenzen war es schockierend zu sehen, wie Benjamin Netanjahu letztendlich mit seinem Rivalen, Premierminister Naftali Bennett, der seinen geliebten Thron übernahm, übereinstimmte. Aber einige Dinge gehen einfach zu weit, und die Entscheidung von Ben & Jerry’s, den Verkauf seiner Eiscreme in den „besetzten palästinensischen Gebieten“ einzustellen, war eines davon.

„Jetzt wissen wir Israelis, welches Eis wir NICHT kaufen sollten“, twitterte Netanyahu. Und Bennett, so sein Büro, „machte deutlich, dass er die Entscheidung von Ben & Jerry’s Israel zu boykottieren, mit größter Ernsthaftigkeit betrachtet, und fügte hinzu, dass es sich um eine Tochtergesellschaft von Unilever handelt, die einen eindeutig anti-israelischen Schritt unternommen hat.“

Diese vorübergehende Annäherung zwischen politischen Kontrahenten steht im Einklang mit einem Großteil der jüdischen Welt. Wie erklärt sich eine so weit verbreitete Abscheu gegen die Entscheidung von Ben & Jerry’s?

Ich sehe zwei Schlüsselfaktoren, die beide wenig mit Parteipolitik zu tun haben. Erstens verdeutlichte die Entscheidung die wahre Mission der BDS-Bewegung – einen Boykott aller (!) Unternehmen in Israel voranzutreiben. Die Reaktion der Bewegung auf die Ankündigung machte das deutlich, indem sie dazu aufrief, alle Verkäufe und Operationen in „Apartheid-Israel“ zu beenden. Wenn es eine Sache gibt, mit der die meisten Juden übereinstimmen, dann ist es, dass ein Boykott Israels selbst (vor den Grenzen von 1967) völlig daneben ist.

Mehr noch, Ben & Jerry’s ist gefährlich nahe dran, genau das zu tun. Anders als frühere Unternehmen, die von Boykotten betroffen waren, wie z.B. Sodastream, stellt Ben & Jerry’s sein Eis innerhalb Israels selbst her. Es betreibt nicht einmal Eisgeschäfte jenseits der Grenzen von 1967; alles, was es tut, ist, an Einzelpersonen oder Händler wie Supermärkte und Tankstellen zu verkaufen.

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