Evangelische Kirchen trennen sich aus Protest gegen Israel von Anteilen an Caterpillar

Bei der Zerstörung „palästinensischer“ Terrornester kommen wie überall bei Abrissarbeiten Maschinen von Caterpillar zum Einsatz. Allein aus diesem Grunde verkauft u.a. die einflussreiche Methodistische Kirche in Großbritannien ihre Anteile an dem amerikanischen Unternehmen, distanziert sich aber keinesfalls vom „palästinensischen“ Terror in Israel.

Ungewöhnlich: Eine Kirche will einen Baugeräte-Hersteller boykottieren. © JEAN-PIERRE CLATOT / AFP

(Israelnetz) Die Methodistische Kirche in Großbritannien hat ihre Anteile an der US-Firma Caterpillar verkauft. Sie begründet diesen Schritt mit dem Einsatz entsprechender Fahrzeuge bei der Zerstörung „palästinensischer“ Häuser. Außerdem wirft die Kirche dem Unternehmen eine schlechte Bilanz in den Bereichen Umwelt, Soziales und Unternehmensführung vor. Das teilte die pro-„palästinensische“ Organisation „Sabil-Kairos“ am Mittwoch mit.

Der Organisation liegen demnach Fotos vor, die den Einsatz von Caterpillar-Fahrzeugen bei der Zerstörung von Ackerland, Olivenhainen und Häusern zeigen. Darüber hinaus sollen mit den Maschinen, „unter Verletzung des Völkerrechts“, israelische Siedlungen errichtet worden sein. In dem Bericht wird das Mitglied des methodistischen Finanzausschusses, Pfarrer David Haslam, mit den Worten zitiert: „Caterpillar solle sich zutiefst schämen“. Schließlich wisse die Firma genau, wofür die Fahrzeuge eingesetzt werden.

Caterpillar wies dagegen eine direkte Beteiligung an Verkäufen ihres Materials nach Israel zurück. Dies berichtet das katholische „Domradio“.

Keine Ausnahme

Andere Kirchen haben sich in der Vergangenheit aus ähnlichen Gründen ebenfalls von Caterpillar getrennt. 2006 sagte sich die Kirche von England vom Unternehmen los, 2014 ging die amerikanische Presbyterianische Kirche den gleichen Weg.

Im vergangenen Jahr hatte die Methodistische Kirche bereits Anteile an der deutschen Firma HeidelbergCement verkauft. Damals stand der Vorwurf im Raum, der Baustoffkonzern sei am Bau „illegaler israelischer Siedlungen“ beteiligt.

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