Arrow 3 entlarvt Deutschlands Schwäche und Israels strategische Überlegenheit

Bei einer feierlichen Zeremonie auf einem deutschen Luftwaffenstützpunkt in der Nähe von Berlin am 3. Dezember 2025 übergab der Generaldirektor des israelischen Verteidigungsministeriums, Amir Baram, das Raketenabwehrsystem Arrow 3 an den Kommandeur der deutschen Luftwaffe, Holger Neumann. © Foto vonRALF HIRSCHBERGER / AFP


Arrow 3 ist ein im Ernstfall erprobtes Verteidigungssystem, das ballistische Raketen außerhalb der Atmosphäre zerstört – präzise und zuverlässig. Seine Stärke liegt nicht allein in der ausgeklügelten Technologie, sondern im israelischen Know-how dahinter: jahrzehntelange Erfahrung unter realem Raketenbeschuss aus Gaza, dem Iran, dem Libanon und dem Jemen. Deutschland kauft mit Arrow 3 nicht nur Hardware, sondern sicherheitspolitische Kompetenz von Israel. In Wahrheit ist das Machtverhältnis klarer, als es viele in Berlin zugeben würden: In Militärfragen braucht Deutschland Israel mehr als umgekehrt. (JR)

Von Fiamma Nirenstein/JNS.org

Wenn Europa noch ein Zeichen am Himmel gebraucht hätte – ein Symbol, das stark genug ist, um das Ausmaß der antisemitischen Unruhen zu messen, die derzeit den Kontinent erschüttern –, dann kam es nicht in einer Halle der Vereinten Nationen, sondern auf dem Luftwaffenstützpunkt Holzdorf bei Berlin.

Dort übergab der Generaldirektor des israelischen Verteidigungsministeriums, Amir Baram, offiziell das Raketenabwehrsystem Arrow 3 an den Chef der deutschen Luftwaffe, Holger Neumann, und besiegelte damit einen Vertrag im Wert von 3,6 Milliarden Dollar.

Deutschland – die Nation, die einst die schwerste historische Schuld für die Ermordung von sechs Millionen Juden trug – hat nun ein Signal an ganz Europa gesendet. Selbst nach Jahren moralischer Verwirrung und schwankender Rhetorik ist es Deutschland, das zeigt, was echte Verteidigung bedeutet: keine Konferenzen, keine Slogans, keine Beschwichtigung – sondern in der Realität verwurzelte Taten.

Deutschland, das Herz Europas und eine Säule der NATO, hat sich für die Waffe entschieden, die vom jüdischen Volk entwickelt wurde, um eine genozidale Bedrohung zu stoppen, die es seit Jahrzehnten verfolgt: den Krieg mit ballistischen Raketen. Arrow ist keine politische Aussage. Es geht um das Überleben.

 

Weltweit einzigartiges Waffensystem

Dieses System schützt Israel bereits vor Raketen der Hamas, vor den Arsenalen der Hisbollah und vor Angriffen der Houthis. Die neueren Arrow-Varianten haben sich gegen iranische ballistische Raketen als entscheidend erwiesen, indem sie diese außerhalb der Atmosphäre abfangen und so vollständig zerstören, dass radioaktiver oder chemischer Niederschlag niemals den Boden erreicht. Nur wenige Waffen auf der Welt können eine solche operative Bewährung vorweisen.

Viele Länder wollen dieses System. Israel hat sich entschieden, es nur an Deutschland zu liefern. Dies ist kein kommerzieller Verkauf. Es ist eine strategische zivilisatorische Partnerschaft. Der ehemalige Kommandeur der israelischen Luftwaffe, Ran Kochavi, sagte es ganz klar: Der Krieg in der Ukraine hat bewiesen, dass Europa eine Raketenabwehr braucht – und Arrow ist die einzige echte Antwort.

Die Rolle Deutschlands seit dem 7. Oktober 2023 ist nicht heroisch. Aber sie ist intellektuell intakt. Im Gegensatz zu vielen europäischen Regierungen, die sich zu erfundenen Völkermordvorwürfen und moralischer Hysterie hinreißen ließen, weigerte sich Berlin, sich falschen Zahlen, inszenierten Zeugenaussagen und antisemitischen Narrativen zu beugen, die als Menschenrechte getarnt waren.

Eine scheinbar marginale Episode offenbarte die tiefere Haltung Deutschlands: Als Israels Teilnahme am Eurovision Song Contest bedroht war, warnte Deutschland, es würde sich vollständig zurückziehen und seinen 82 Millionen Bürgern die Übertragung verweigern. Die endgültige Entscheidung in Genf war Schweigen – keine Abstimmung – und Israel kam weiter. Deutschland hatte seinen Standpunkt klar gemacht.

 

Die Zivilisation hat noch Verbündete.

Und nun der Rest: Frankreich, Irland, die Niederlande, Slowenien und Island – Staaten, die mit einem Boykott gedroht hatten, sollte Israel auftreten. Was werden sie nun tun? Werden ihre Millionen von Zuschauern ihre Fernseher ausschalten? Und werden sie in einem echten Notfall den Schutz durch genau das Arrow-Abwehrsystem ablehnen, das sie symbolisch zu sabotieren versucht haben?

Die Lektion ist brutal und unvermeidlich. Europa debattiert, während Raketen fliegen. Es analysiert, während Dschihadisten sich bewaffnen. Es moralisiert, während jüdische Kinder in Schutzräume rennen. Beschwichtigung rettet niemals Zivilisationen. Sie verschiebt nur ihre Abrechnung.

Deutschland hat sich entschieden, nicht zu verschieben. Und Arrow ist nicht nur ein Verteidigungssystem. Es ist eine Erklärung: Die Zivilisation hat noch Verbündete.

 

Fiamma Nirenstein ist eine italienisch-israelische Journalistin, Autorin und leitende wissenschaftliche Mitarbeiterin am Jerusalem Center for Public Affairs. Als Beraterin für Antisemitismus des israelischen Außenministers war sie von 2008 bis 2013 Vizepräsidentin des Ausschusses für auswärtige Angelegenheiten im italienischen Parlament. Als Gründungsmitglied der Friends of Israel Initiative hat sie 13 Bücher geschrieben, darunter „Israel Is Us“ (2009), und ist eine führende Stimme zu den Themen Israel, Naher Osten, Europa und Kampf gegen Antisemitismus.

 

 

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