Israel bereitet sich auf eine Massenalija vor

Der Staat Israel bietet allen Juden der Welt eine sichere Heimat.© © COLLECTION ROGER-VIOLLET / ROGER-VIOLLET VIA AFP
Der sprunghafte Anstieg des Antisemitismus in westlichen Gesellschaften aufgrund des Schulterschlusses grün-linker Ideologen mit islamischen Juden-Hassern zwingt Israel dazu, sich erneut auf das vorzubereiten, wofür es einst gegründet wurde: die Aufnahme verfolgter Juden. Während viele westliche Regierungen die Erosion jüdischer Sicherheit verharmlosen oder ideologisch relativieren, plant der jüdische Staat nüchtern für den Ernstfall einer Massenalija. Die historische Erfahrung Israels lehrt, dass Bedrohungen selten angekündigt kommen, sondern sich schlagartig entladen. Dass heute ausgerechnet wohlhabende Demokratien zu möglichen Ausgangspunkten einer Flucht werden, ist ein moralisches Armutszeugnis für den Westen. Israel handelt – wie immer – verantwortungsbewusst, vorausschauend und im Bewusstsein seiner historischen Selbstverpflichtung. (JR)
Keine aktuelle Nachricht verdeutlicht die Hektik dieser Zeit besser als die Übung im November, bei der Vertreter israelischer Ministerien, Sozialbehörden und wichtiger Dienstleister verschiedene Reaktionen auf das, was sie als „Massenimmigrationsevent” bezeichneten, durchspielten.
Israel verfügt bekanntlich über einen reichen Erfahrungsschatz im Umgang mit solchen Ereignissen. Der Staat war kaum ein Jahr alt, als er fast 50.000 jemenitische Juden in ein neues Leben im jüdischen Staat einflog. Kurz darauf verdoppelte sich diese Zahl, als mehr als 120.000 irakische Juden nach Israel geflogen wurden. Ähnliche Operationen wurden Jahrzehnte später in Äthiopien durchgeführt, wo Mitte der 1980er und Anfang der 1990er Jahre drei Luftbrücken die bedrängten Juden des afrikanischen Landes transportierten. Und nach dem Zusammenbruch des kommunistischen Blocks nahm es mehr als 1 Million Juden aus der Sowjetunion auf.
Seit seiner Gründung hat Israel sein historisches Versprechen, jedem Juden, der einen Zufluchtsort sucht, einen solchen zu bieten, eingehalten.
Doch diese Erfahrung könnte im gegenwärtigen Kontext nur von begrenztem Wert sein, da sich israelische Beamte auf einen nicht unvermeidlichen, aber durchaus möglichen Massenzustrom von Juden vorbereiten, die vor einem starken Anstieg des Antisemitismus fliehen.
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