Saudi-Arabiens heikler Balanceakt: Warum der Kronprinz Israel auf Distanz hält

Der saudische Kronprinz Mohammed bin Salman.© KENZO TRIBOUILLARD / AFP
Der saudische Kronprinz Mohammed bin Salman balanciert zwischen antiisraelischen Fraktionen im eigenen Land und den Vorteilen einer Normalisierung der Beziehungen mit dem jüdischen Staat. Zwar liegen die strategischen, wirtschaftlichen und sicherheitspolitischen Vorteile einer Friedenslösung mit Israel auf der Hand, doch mächtige Fraktionen im Königshaus, das religiöse Establishment und eine durch soziale Medien radikalisierte Jugend setzen dem Reformer enge Grenzen. Die Frage der sogenannten „Palästinenser“ fungiert dabei vor allem als innenpolitisches Druckmittel und birgt hohes Konfliktpotential zwischen dem Königshaus und dem saudischen Volk. Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage: Wird das Königreich, das man als Erzfeind des iranischen Regimes und Hauptkandidat für eine Normalisierung kannte, seinen Kurs ändern? (JR)
In Saudi-Arabien hat sich etwas getan. Vor kurzem hat das Königreich einen offen harschen Ton gegenüber Israel angeschlagen. Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage: Wird das Königreich, das wir als Erzfeind des iranischen Regimes und Hauptkandidat für eine Normalisierung kannten, seinen Kurs ändern?
Die Antwort liegt in erster Linie im Königreich selbst. Kronprinz Mohammed bin Salman sieht viele Chancen in Israel, aber auch ein großes Risiko.
Neben den diplomatischen, wirtschaftlichen und sicherheitspolitischen Vorteilen, die sich aus den Beziehungen zu Jerusalem ergeben, ist er sich bewusst, dass dies in Saudi-Arabien ein brisantes Thema ist, das seinem Ansehen schaden könnte.
Innerhalb des saudischen Königshauses gibt es eine ganze Fraktion, die sich vehement gegen die Aufnahme offizieller Beziehungen zu Israel ausspricht. Diese Zurückhaltung hängt nicht nur mit den „Palästinensern“ zusammen, die hauptsächlich als diplomatische Ausrede dienen.
Sie hängt in erster Linie mit ihrer Wahrnehmung Israels als Konkurrent um die regionale Vorherrschaft zusammen. Aus ihrer Sicht ist dies ein Nullsummenspiel.
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