Wie die Democrats mit dem Ku Klux Klan kooperierten und die Republikaner die Sklaverei abschafften

Gerd Buurmann beschreibt in seinem neuen Vortrag die Verleugnung der eigenen Geschichte durch die US-Demokraten: Die angeblichen „Schandtaten Amerikas“ sind in erster Linie die Schandtaten ihrer eigenen Partei.

Der ehemalige Präsident Obama und sein damaliger Vize Joe Biden© MENAHEM KAHANA / AFP

Von Simone Schermann

„Ist Donald Trump ein guter Präsident?“ Schon bei dieser Frage bekommen Menschen Schnappatmung. Die Berichterstattung über den 45. Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika suggeriert, in Amerika herrsche ein Faschist und Killer der Demokratie. Der „Spiegel“ titelte 2017 mit einer abscheulichen Karikatur: Donald Trump, mit aufgerissenem Mund, als gäbe er einen Schlachtruf von sich, sonst gesichtslos. In der linken Hand hält er ein blutiges Schlachtermesser triumphierend in die Höhe. In der rechten Hand präsentiert er den bluttriefenden Kopf der Freiheitsstatue.

Gerd Buurmann rückt in seinem Vortrag unter ebendiesem Titel „Ist Trump ein guter Präsident?“ Fake-News mit Leichtigkeit und schauspielerischem Talent wieder gerade, erzählt von der langen antifaschistischen Geschichte der Republikaner und dass es eben nicht die Demokraten waren, die gegen die Sklaverei und für das Frauenwahlrecht kämpften. Es waren die Republikaner, die die Sklaverei abschafften und sich dem Glauben an die Freiheit und Gleichberechtigung des Individuums verschrieben hatten. Sämtliche Gesetze zur Rassentrennung wurden von Demokraten eingeführt und von Republikanern abgeschafft. Wir erleben eine Umerzählung der Geschichte, wenn die Demokraten bezüglich der Sklaverei sagen, „wir müssen zu den Fehlern dieses Landes stehen“. Das ist glatte Irreführung. „Ihr müsst zu euren Fehlern stehen“, sagt Buurmann über die Demokraten.

Donald Trumps beste Eigenschaft ist, dass er kein Politiker ist – was man daran erkannt, dass er den typischen Politiker-Sprechduktus nicht beherrscht. Im Gegensatz zu Biden hat Trump 47 Jahre ein Leben als Geschäftsmann und Entertainer außerhalb der Politik gelebt. Er hat einen echten Beruf und er hat Humor.

Den Umgang mit Donald Trump in den deutschen Medien hingegen nennt Buurmann die größte Verschwörungsgeschichte unserer Zeit seit den „Protokollen der Weisen von Zion“. ARD und ZDF kolportierten diese Verschwörungstheorien und seien mit dieser irrwitzigen Berichterstattung gebührenfinanzierte Attila Hildmanns. Wir leben in einem Land, wo Fernsehsender uns zwingen, dieses Produkt auch noch zu kaufen.

Wie der Joker aus Batman, performt Buurmann, schleiche Trump wohl nachts durch die Straßen der USA, um in „böser Absicht Briefkästen abzumontieren, damit die Menschen nicht wählen können“. Deutsche Medien konstruierten daraus einen ominösen „Wahlbetrug“.

Sie können diesen Artikel vollständig in der gedruckten oder elektronischen Ausgabe der Zeitung «Jüdische Rundschau» lesen.

Vollversion des Artikels

€ 0,75 inkl. MwSt.

Sehr geehrte Leserinnen und Leser!

Hier können Sie

die Zeitung abonnieren,
die aktuelle Ausgabe oder frühere Ausgaben kaufen
oder eine Probeausgabe der Zeitung bestellen,

in gedruckter oder elektronischer Form.

Vollversion des Artikels

€ 0,75 inkl. MwSt.
Zugang erhalten

Sehr geehrte Leser!

Die alte Website unserer Zeitung mit allen alten Abos finden Sie hier:

alte Website der Zeitung.


Und hier können Sie:

unsere Zeitung abonnieren,
die aktuelle oder alte Ausgaben bestellen
sowie eine Probeausgabe bekommen

in der Druck- oder Onlineform

Unterstützen Sie die einzige unabhängige jüdische Zeitung in Deutschland mit Ihrer Spende!

Werbung


Murmansk: Die vielleicht nördlichste jüdische Gemeinde der Welt

Murmansk: Die vielleicht nördlichste jüdische Gemeinde der Welt

Ein Gespräch mit Ilana Schaulowa, der Gemeindevorsitzenden von Murmansk über das Leben der Juden im russischen Norden

Tödliche Wirkung: Tiefsitzender Judenhass hat sich in der christlichen Kunst und vielen christlichen Bauten niedergeschlagen

Tödliche Wirkung: Tiefsitzender Judenhass hat sich in der christlichen Kunst und vielen christlichen Bauten niedergeschlagen

Das Motiv, Juden hätten Jesus verraten und ermordet, ist von Anfang an im Gedankengut der Kirche verankert. Diese antisemitische Vorstellung findet sich später auch bei Martin Luther, der ausschließlich den Juden die Schuld am Tod Jesu zuschreibt, und behauptet, dass das Christentum der „wahre“ Glaube und die Juden „Abtrünnige“ seien.

Mark Twain und die Juden

Mark Twain und die Juden

1899 veröffentlichte Mark Twain das kurze Essay „Concerning the Jews“. Der Protestant und weltberühmte Schriftsteller aus dem Mittleren Westen der USA äußert sich anerkennend wie kaum ein Zweiter über das jüdische Volk.

Die jüdische Vergangenheit eines polnischen Genies

Die jüdische Vergangenheit eines polnischen Genies

Vor 160 Jahren starb Adam Mickiewicz, der Verfasser von Polens Nationalepos „Pan Tadeusz“

„Jerusalem nicht zum Schlachtfeld machen!“

„Jerusalem nicht zum Schlachtfeld machen!“

Jerusalem wurde während des Ersten Weltkriegs von den kämpfenden Parteien weitgehend vor der Zerstörung bewahrt.

Auswandern? Wenn ja: wohin (Teil 3/3)

Auswandern? Wenn ja: wohin (Teil 3/3)

Nicht nur die Juden, sondern auch jeder zweite nicht-jüdische Bundesbürger hat besonders in dieser Zeit schon einmal über Auswanderung nachgedacht. Wir präsentieren Auswanderungsziele, in denen attraktive deutschsprachige und jüdische Infrastrukturen existieren.

Wonder Woman: Superkräfte durch ein  jüdisches Dankes-Gebet

Wonder Woman: Superkräfte durch ein jüdisches Dankes-Gebet

Die Schauspielerin Gal Gadot, Israels „Wonder Woman”, glaubt daran, dass ihre „Superkräfte“ für ein erfülltes Leben aus einem alten jüdischen Gebet hervorgehen.

Wie die Juden ab 1787 zu deutschen Familiennamen kamen

Wie die Juden ab 1787 zu deutschen Familiennamen kamen

Der österreichische Kaiser Joseph II. hat zum Zwecke der Zentralisierung seines riesigen Habsburger Reiches die Familiennamen standardisiert. Der Monarch ist dafür verantwortlich, dass noch heute ein großer Teil der Juden weltweit deutsche Nachnamen trägt.

Dem Vergessen entrissen

Dem Vergessen entrissen

Der jüdische Theaterkritiker Hermann Sinsheimer war Nachfolger von Alfred Kerr und Entdecker von Bertolt Brecht. Vor 70 Jahren starb er.

Rahel Hirsch: Deutschlands erste  Medizinprofessorin war eine Jüdin

Rahel Hirsch: Deutschlands erste Medizinprofessorin war eine Jüdin

Zum 150. Geburtstag der in Frankfurt geborenen Medizinerin.

Davos – die jüdische Sommerhauptstadt Europas

Davos – die jüdische Sommerhauptstadt Europas

Im Schweizer Kanton Graubünden machen so viele in- und ausländische orthodoxe Juden Urlaub, dass selbst die dortigen Hotels auf koschere Küche umstellen.

Wessen Symbol ist der Magen David?

Wessen Symbol ist der Magen David?

Der Davidstern wurde erst viel später als die Menora zu einem Zeichen der Juden – auch Nicht-Juden nutzten früher das Hexagramm.

Werbung

Alle Artikel
Diese Webseite verwendet Cookies, um bestimmte Funktionen zu ermöglichen und das Angebot zu verbessern. Indem Sie hier fortfahren, stimmen Sie der Nutzung von Cookies zu. Mehr dazu..
Verstanden