Der islamische Anschlag auf der Berliner Stadtautobahn und seine Vorgeschichte

Der Täter drohte schon vorher mit religiös motiviertem Mord, wurde bei den Behörden aber nicht als islamischer Gefährder geführt. Wie üblich versuchen die Politik und einige Journalisten diese Hintergründe zu vertuschen und aus ihm einen weiteren Einzelfall für die Psychiatrie zu machen.

Von Boris Reitschuster

Der mutmaßliche islamische Anschlag auf der Berliner Stadtautobahn wirft viele Fragen auf. Der tatverdächtige Iraker ist ein abgelehnter Asylbewerber und hat bereits mehrere Straftaten in Deutschland begangen, unter anderem Körperverletzungsdelikte. Laut Ermittlerkreisen soll er vor zwei Jahren in seiner Unterkunft ebenfalls wie jetzt bei dem Anschlag „Allah ist groß“ gerufen und gedroht haben, viele Menschen umzubringen. Er kam deshalb wohl auch in psychiatrische Behandlung. Gleichzeitig wurde er aber nicht als islamischer Gefährder geführt bei den Behörden. Hier stellt sich die Frage, inwieweit diese versagt haben. In vielen Medien wird dieses brisante Thema auf Sparflamme gekocht oder ganz verschwiegen. Dabei sollte es eigentlich im Vordergrund stehen.

Der 30-Jährige habe am Dienstagabend auf der Berliner Stadtautobahn, „quasi Jagd auf Motorradfahrer gemacht“, sagte Martin Steltner, Sprecher der Berliner Generalstaatsanwaltschaft, auf einer Pressekonferenz. Die Strafverfolger gehen von dreifachem versuchten Mord aus. Der Tatverdächtige hatte mit einem Opel zwei Motorräder und ein Auto gerammt und ein weiteres gestreift. Auch ein Rollerfahrer wurde erfasst. Beim ersten Crash mit einem Motorrad wurde dessen Fahrer schwerst verletzt. Insgesamt wurden sechs Menschen verletzt, drei davon schwer. Die Taten sind laut Staatsanwaltschaft deshalb als „gezielte Angriffe auf andere Verkehrsteilnehmer“ zu werten. Es bestünde der Verdacht des dreifachen versuchten Mords.

Fast schon überraschend ist, dass tagesschau.de groß über die Tat berichtet und auch die Problematik mit der Quasi-Ankündigung und dem Nicht-Erfassen als Gefährder durch die Polizei aufführt. Dies wird zwar erst im hinteren Bereich des Artikels größer thematisiert, und der Widerspruch wird nicht explizit herausgearbeitet: Leser können sich aus den Informationen selbst ihren Reim machen. Unter anderem heißt es da: „Nach Informationen des ARD-Hauptstadtstudios war der Mann bisher nicht als radikaler Islamist bekannt und wurde nicht vom Verfassungsschutz beobachtet. Er war auch nicht als islamistischer Gefährder eingestuft.“

Tagesschau.de nimmt die Behörden in Schutz: „Personen, die psychisch auffällig sind, sich nicht in einem islamistischen Umfeld bewegen und selbst radikalisieren, seien für die Sicherheitsbehörden in ihrer Gefährlichkeit besonders schwer einzuschätzen, erklärt ARD-Terrorismusexperte Michael Götschenberg. Grundsätzlich, so heißt es in Sicherheitskreisen, habe sich die Bedrohungslage mit Blick auf den islamistischen Terrorismus in den vergangenen Monaten spürbar beruhigt.“

Anders als bei „tagesschau.de“ ist bei „heute.de“ ein mögliches Karnevals-Verbot wegen Corona Hauptthema. Auf den Anschlag wird an siebter Stelle auf der Seite verwiesen. Von der Vorankündigung kein Wort.

 

Das Motiv war religiös, nicht politisch

Die „Süddeutsche Zeitung“ bringt einen Bericht auf ihrer Seite an 21. Stelle und vermeidet in ihrer Überschrift das Wort „islamistisch“. Da heißt es schamhaft: „Ermittler gehen von politischem Motiv aus.“ Das ist Irreführung der Leser. Korrekt wäre „religiös“. Auch hier kein Hinweis auf die Vorankündigung. Die „Frankfurter Allgemeine“ bringt als Aufmacher „Was ist Belarus“ und versteckt den Beitrag an 23. Stelle in einer Video-Galerie und schreibt: „Islamistische Motivation naheliegend.“ Auch hier kein Hinweis auf die Vorankündigung.

Zeit.de und Spiegel.de informieren korrekt und weit oben auf der Seite. Der „Tagesspiegel“ als Berliner Regionalzeitung bringt die Meldung an zweiter Stelle und meidet ebenfalls das Wort „islamistisch“ in der Überschrift. Die „Berliner Zeitung“ berichtet vollständig und korrekt. In der „Bild“ ist die Tat Aufmacher, und sie schreibt groß: „Es war islamischer Terror“.

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