Türkei: Asyl für die Terrorbosse der Hamas

Die außerhalb des Gaza-Streifens lebenden Hamas-Führer suchen verzweifelt nach einem Land, welches bereit ist sie aufzunehmen. Bezeichnenderweise ist ausgerechnet der EU-Beitrittskandidat Türkei gewillt den Hamas-Mördern Unterschlupf zu gewähren.

Hamas-Führer Haniyah mit dem Präsidenten des NATO-Staates und EU-Beitrittskandidaten Türkei.© ADEM ALTAN , AFP

Von Khaled Abu Toameh (Redaktion Audiatur)

Zwei hochrangige Hamas-Funktionäre, Ismail Haniyeh und Saleh Arouri, haben bereits beschlossen, sich in der Türkei niederzulassen, offenbar nachdem sie vom türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan grünes Licht dafür bekommen haben. Drei weitere Hamas-Funktionäre, Zaher Jabareen, Musa Abu Marzouk und Nizar Awadallah, sind ebenfalls aus Katar bzw. dem Libanon in die Türkei umgezogen.

Haniyehs Frau und Kinder, die im Gazastreifen leben, werden voraussichtlich in naher Zukunft zu ihm in die Türkei ziehen.

Berichten zufolge wurde Haniyeh, der den Gaza-Streifen im Dezember 2019 verlassen hat, von den Ägyptern verboten, in die von der Hamas regierte Küstenenklave zurückzukehren. In den arabischen Medien wurde berichtet, dass Haniyeh in Ägypten in Ungnade gefallen sei, als er sein Versprechen brach den Iran nicht zu besuchen, nachdem Ägypten ihm erlaubt hatte, den Gaza-Streifen über den Grenzübergang Rafah zu verlassen.

Kurz nachdem er den Gazastreifen verlassen hatte, reiste Haniyeh in den Iran, wo er an der Beerdigung von Kassem Soleimani, dem ehemaligen Kommandeur der iranischen Kuds-Brigade, teilnahm, der am 3. Januar 2020 in Bagdad, Irak, bei einem gezielten Drohnenangriff der USA ermordet wurde. Soleimani, den die USA 2005 als Terrorist einstuften, wurde auch von den Vereinten Nationen und der Europäischen Union sanktioniert.

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