„Intersektionalität“: Israel-Hass aus diversen Gründen

„Frauenrechtlerinnen“, „Kinderrechtler“, „Antiimperialisten“, Universitätsprofessoren, Hollywood-Regisseure – fast alle linken „Gerechtigkeitskrieger“ begründen mit dem modischen Begriff ihren ganz persönlichen Angriffspunkt gegen den jüdischen Staat.

Die Autorin Fiamma Nirenstein© PIERRE-PHILIPPE MARCOU, AFP

Von Fiamma Nirenstein (Redaktion Audiatur)

Die unerbittliche Voreingenommenheit gegenüber Israel, dem Zionismus und damit dem jüdischen Volk hat sich zunehmend mit der institutionellen Macht verwoben. Sie ist in die Denkweise all jener eingedrungen, die unter dem Dach der „Intersektionalität“ leben, d.h. die sich unterdrückt fühlen und soziale Frustration in verschiedenen Formen hegen. Der Zionismus und damit auch das jüdische Volk werden als Unterdrücker dargestellt und diese Sichtweise wurde von Organisationen wie der Europäischen Union und den Vereinten Nationen politisch legitimiert.

Volkszugehörigkeit, Geschlecht, Kultur usw. sind miteinander vermischt. Und alle – Feministinnen, Universitätsprofessoren, Mitglieder der LGBT-Gemeinschaft, Hollywood-Regisseure, Verfechter der Kinderrechte – greifen Israel an. Aus Gründen, die von „Pinkwashing“ über die Vorherrschaft der weißen Rasse bis hin zum Neokolonialismus reichen können. Es gibt scheinbar unendlich viele Motive. Diese Vermischung animiert nicht nur die Voreingenommenheit, sondern verstärkt sie auch. Dieser Denkansatz hält den Staat Israel für kriegstreiberisch, kolonial und rassistisch; das Judentum, welches Israel hervorgebracht hat, wird dafür verantwortlich gemacht. Die einfache Vorstellung, dass das Judentum das gesamte jüdische Volk umfasst, schließt dann den Kreis des Antisemitismus.

Die wichtigsten internationalen Institutionen treiben heute diesen Gedankengang voran, wenn auch nicht explizit. Die Urheber des heutigen Antisemitismus sind dieselben, die in Konferenzen, öffentlichen Einrichtungen, Synagogen und sogar in Israel auftreten, um ihre Kampagnen gegen den Antisemitismus zu verkünden.

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