Westliche Journalisten – fast immer auf der falschen Seite der Geschichte

Ob in Ostblock-Zeiten oder jetzt im Fall des Irans: Linke westliche Journalisten arrangieren sich gern mit Führern der Unrechts-Regime.

Der Chef der Münchner Sicherheitskonferenz Wolfgang Ischinger warnte vor einer „zu großen Unterstützung für die Demonstrationen im Iran“ durch den Westen.© Thomas KIENZLE, AFP

Von Alexander Wendt

Unter den bisher – nach vorsichtigen Schätzungen – 1.500 getöteten Demonstranten im Iran könnte es Menschen geben, die später einmal einen Namen bekommen, ein Gesicht, und möglicherweise auch die Bezeichnung „Held“. Vielleicht wird ein Mann, eine Frau unter denen, die trotzdem weiter auf die Straße gehen, bald eine wichtige Rolle für das Land spielen. Die Frage ist, wie die Weltdeuter des Westens dann damit umgehen.

Denn bisher pflegen die meisten, wenn es um den Iran geht, einen anderen Heldenbegriff. Als der iranische Generalmajor Qassem Soleimani am 3. Januar 2020 im Irak durch eine amerikanische Rakete starb, ging eine Bewegung durch die meisten deutschen Redaktionen. Die Leser von tagesschau.de erfuhren, dass es sich bei dem Kommandeur der Quds-Brigaden um eine im weitesten Sinn ähnliche Figur handelte wie den deutschen Bundespräsidenten: Er habe „Gruppen und Menschen zusammengebracht“ und sei ein „begnadeter Strippenzieher“ gewesen. Der „Tagesspiegel“ nannte den iranischen Zusammenführer einen „Volksheld“, „Spiegel Online“ übertrug seine Beerdigung im Livestream, die „Zeit“ verglich den tödlichen Schlag gegen den Militär, der jahrelang seine Spur der Vernichtung durch den Libanon, Syrien und den Irak zog, mit dem Attentat auf den österreichischen Thronfolger Franz Ferdinand 1914 in Sarajevo.

Dass „Quds“ in Quds-Brigaden für „Jerusalem“ steht und Soleimani nicht nur für die Expansion des iranischen Machtbereichs und die Rettung von Assad in Syrien kämpfte, sondern auch für das Endziel, die Vernichtung Israels – derlei beunruhigende Details ließen die meisten Redaktionen in ihren Nachrufen weg.

 

Sigmar Gabriel will Kredit für den Iran

Um den drohenden Dritten Weltkrieg abzuwenden – die politmediale Hysterie war immerhin so groß, dass es dazu den eigenen Hashtag gab – forderte der frühere Außenminister und SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel wiederum im „Tagesspiegel“ einen besänftigenden Milliardenkredit für das Regime in Teheran: „Man stelle sich vor, alle Nationalbanken der EURO-Zone und die EZB gemeinsam würden diese Wirtschaftshilfe finanzieren – es wäre ein ungeheuer starkes europäisches Signal.“ Dass es sich bei der EZB und Notenbanken nicht um Geschäftsbanken handelt, dass die EZB laut Statut noch nicht einmal Eurostaaten Kredite geben darf, musste dem Großstaatsmann entfallen sein.

In dem Moment, als das iranische Militär parallel zu seinem Gegenschlag auf Stützpunkte im Irak auch eine ukrainische Passagiermaschine über Teheran abschoss, änderte sich das Szenario in der Realität, allerdings nicht in der offiziellen deutschen Wahrnehmung. Im Deutschlandfunk kam ein Experte zu Wort, der erst einmal einen Abschuss ausschloss. Schließlich hätte die iranische Führung erklärt, es sei kein Abschuss gewesen, „und die Iraner spielen mit offen Karten“.

Unter dem Druck der Evidenz gab Irans Führung schließlich ein paar Tage später das Lügen auf und den Abschuss zu. Umgehend belobigte Bundesaußenminister Heiko Maas die Machthaber für ihre Ehrlichkeit und mahnte sanft, solche Fehlschläge dürften in Zukunft aber nicht mehr vorkommen. Nur für eine Wendung der Geschichte hatten die Weltdeuter erst einmal keinen Kommentar und keine Erklärung: dafür, dass die offene Lüge des Regimes einen Kipppunkt im Inneren des Iran markiert.

Demonstrationen gegen das Regime hatte es schon vorher gegeben, jetzt gehen Zehntausende auf die Straße, Staatspräsident Hassan Rohani kündigte gewunden einen Dialog mit dem Volk an, während seine Sicherheitskräfte weiter gegen die Demonstranten vorgehen. Die iranischen Revolutionsgarden verfahren brutaler mit den Aufsässigen als Polizei und Staatssicherheitsdienste im Ostblock 1989. Aber der Moment im Iran ähnelt diesen europäischen Wochen und Monaten vor 31 Jahren. Die Reaktion der wohlmeinenden Westler auch.

 

Wolfgang Ischinger fällt den Demonstranten in den Rücken

Als einer der ersten verarbeitete der Chef der Münchner Sicherheitskonferenz, Wolfgang Ischinger, den Schock, dass plötzlich auch das Volk auf der Straße eine Rolle spielt. Ischinger warnte vor einer „zu großen Unterstützung für die Demonstrationen im Iran“ durch den Westen. Welche große Unterstützung sieht er da eigentlich zu groß werden? Auf diesen Punkt ging er nicht weiter ein, dafür weiß er, worauf es in europäischen Diplomatenkreisen ankommt. Würde man sich auf die Seite der Demonstranten gegen die Mullahs stellen, so Ischinger im ZDF, könnte das „zu einer weiteren Eskalation der Lage führen“.

Deshalb sei „Zurückhaltung“ das Gebot der Stunde. In den meisten Redaktionen wird die Mahnung Ischingers gewissenhaft befolgt. Wenn sie die Demonstrationen im Iran erwähnen, dann deutlich kleiner als die feinsinnigen Artikel über Generalmajor Soleimani, und fast immer verbunden mit der Warnung, der Westen dürfe bloß nicht zu viel Sympathie mit den Regimegegnern durchblicken lassen. Schließlich tut das Trump, also muss es verkehrt sein.

Wenn sich deutsche Qualitätswelterklärer zu dem Thema äußern, dann können sie nur schlecht verbergen, wie lästig sie die Demonstranten in der Islamischen Republik finden. Bei „Illner“ war es die iranischstämmige Journalistin Shahrzad Osterer, die fand, die Demonstranten in Teheran und anderswo würden mehr Beistand verdienen, während der ebenfalls eingeladene Bundesaußenminister Heiko Maas beschwichtigte, Appelle von außen würden nur kontraproduktiv wirken.

Der kollektive Ennui über die unerwartete Wende im Iran hat auch mit dem zu tun, wofür das Regime in Teheran steht: die internationale Ausbreitung des politischen Islams. Angenommen, es geschähe etwas Ähnliches im Iran wie 2018 in Äthiopien, das Land würde seine militärische Expansion aufgeben, sich im Inneren demokratisieren und die Staatsdoktrin aufgeben, im Fall des Iran also die theokratische Herrschaft, angenommen, Frauen könnten sich demnächst überall unverschleiert in der Öffentlichkeit zeigen – das kultursensible Milieu im Westen stünde dann ungefähr so dumm da wie die Linke 1989 beim Zusammenbruch des Ostblocks.

Dafür hat sich Claudia Roth beim Besuch in Teheran schließlich nicht das Kopftuch umgebunden und der Bundespräsident zum gesegneten Revolutionsjahrestag gratuliert, dafür haben Landes- und Bundesregierung nicht jahrelang über die Islamismus-Werbung in der Blauen Moschee in Hamburg hinweggesehen und über die iranisch mitgesteuerten Al- Quds-Märsche in Berlin, dafür hatte sich die Universität Münster 2014 keine Professur für schiitische Theologie durch einen von der iranischen Botschaft gegründeten Verein stiften lassen und dafür haben sich ZDF und diverse Kulturinstitutionen nicht das Derrière zerrissen bei der Popularisierung des Schleiers in Europa, damit Frauen im Iran plötzlich drauf pfeifen.

Umbrüche mag es viele gegeben haben in den vergangenen Jahrzehnten, die meisten kamen unerwartet für die Ewigmorgigen. Aber eine Kontinuität besteht bis heute: Zuverlässig stehen die linken intellektuellen Eliten auf der Seite von Regimes, solange sie antiwestlich gepolt sind, und zuverlässig misstrauen sie dort jeder Freiheitsbewegung. Bis heute gilt die Regel, nach der das Maß der Feindseligkeit gegenüber der eigenen westlichen Gesellschaft ungefähr der Erbötigkeit gegenüber Gewaltutopien von außerhalb entspricht.

Ein Pol-Pot-Sympathisant im deutschen Außenministerium

George Bernhard Shaw fuhr während des Holodomor, in dem wahrscheinlich eine Millionenzahl an Ukrainern mit einer künstlich ausgelösten Hungersnot ermordet wurde, im Salonwagen durch Stalins Reich und gab zu Protokoll, er habe niemanden hungern sehen, weder Mann noch Frau. Was rein technisch betrachtet sogar zutraf. Jean-Paul Sartre, ebenfalls zurück aus dem Vaterland der Werktätigen, teilte der Öffentlichkeit 1953 mit, in der Sowjetunion herrsche völlige Meinungsfreiheit („La liberté de critique est totale en URSS“). Von der Existenz der Gulags wusste er nachweislich.

Aber historisch betrachtet ist die Anschmiegsamkeit an nichtwestliche Diktatoren wohl doch eine Meisterin aus Deutschland. Wählerisch war sie nie.

Selbst wenn ein Regime unterging, kostete das seine westlichen Wohlredner nie Einfluss und Karriere. Hans-Gerhart Schmierer beispielsweise, Anführer des „Kommunistischen Bundes Westdeutschland“ (KBW) bis 1985, machte dem verdienten Massenmörder Pol Pot 1978 seine Aufwartung und schickte ihm noch 1980 ein herzliches Glückwunschtelegramm. Joseph Fischer holte Schmierer 1999 in den Planungsstab des Auswärtigen Amtes, wo er auch unter Frank-Walter Steinmeier bis 2007 weiterwirken durfte.

Die Sympathie mit der Diktatur beschränkte sich allerdings nie auf radikale und später politisch nobilitierte Kreise. Sie reichte bis tief in die selbstdefinierte Mitte, nirgendwo mehr als im bundesdeutschen Journalismus.

 

Der deutsche „Stern“ gefiel der Sowjetunion

Wenn es nicht nur darum ging, östliche Herrscher milde auszuleuchten, sondern auch noch deren Opfern Nackenschläge zu verpassen, tat sich der „Stern“ in exzellenter Weise hervor. 1971, ein Jahr, nachdem der ehemalige Gulag-Häftling Alexander Solschenizyn den Literaturnobelpreispreis bekommen hatte und drei Jahre, bevor er wieder festgenommen und aus der Sowjetunion ausgewiesen wurde, machte sich der Moskau-Korrespondent des Magazins auf zur damals 82-jährigen Schwägerin von Solschenizyns Mutter im Kaukasus, um sich – zumindest behauptete er das so – allerlei Abträgliches über den Dissidenten erzählen zu lassen. Der Schriftsteller sei Sohn eines „reichen Großgrundbesitzers“; sein Onkel habe vor dem Ersten Weltkrieg sogar einen Rolls-Royce gefahren. Solschenizyn, so die angeheiratete Tante, lebe „wie in einem großbürgerlichen Haushalt“, sie dagegen in Armut: „Sanja, Du behandelst mich nicht gut.“ Überhaupt seien die Solschenizyns „eine Familie von Flegeln“ gewesen. Diesen Satz, „eine Familie von Flegeln“, setzte das Hamburger Magazin als Schlagzeile über den Text, zu einer Zeit, als der Begriff Framing noch nicht erfunden war, aber in der Praxis bestens funktionierte. Die sowjetische „Literaturnaja Gaseta“ fand den „Stern“-Text über den Staatsfeind so gelungen, dass sie ihn unverändert nachdruckte.

Im Exil in Vermont resümierte der Schriftsteller später: „In Wirklichkeit war ich dem allmächtigen westlichen politisch-intellektuellen Establishment genauso wenig genehm wie der sowjetischen Regierung oder der lumpigen sowjetischen so genannten Bildungsschicht.“

Die Lobhudelei westdeutscher Journalisten für die DDR

In einer ganz anderen Tonlage empfing der „Stern“ 1987 stellvertretend für das progressive Milieu Erich Honecker, als der in die Bundesrepublik reiste. Unter der Überschrift „Honecker zwingt zur Ehrlichkeit“ kommentierte der damalige „Stern“-Chefredakteur Heiner Bremer, der Besuch des SED-Generalsekretärs sei „eine Horrorvision für alle Ewiggestrigen, die noch immer davon träumen, eines Tages könne die DDR in die Bundesrepublik einverleibt werden – eine Annexion, Wiedervereinigung genannt”.

Theo Sommer von der „Zeit“ wollte sich nicht lumpen lassen; im Jahr 1986 und damit gerade noch rechtzeitig inspizierte der Hamburger Goldrandbrillenträger zusammen mit fünf weiteren Kollegen die DDR und sah das Land so, wie es kein normaler Insasse gekonnt hätte. Über die Nomenklatura wusste er seinen Lesern mitzuteilen:

„Die neue Führungselite ist eine Leistungselite von Fachleuten. Sie qualifiziert sich ständig weiter wie alle anderen DDR-Bürger; die DDR ist ein einziges, riesiges Fortbildungsinstitut […] Jeder Parteisekretär ein Wohnungsbauexperte, jeder Ratsvorsitzende ein Rationalisierungsfachmann.“

Er lobte die „Geborgenheit, die menschliche Wärme“, die der Staat seinen Schutzbefohlenen biete, vor allem entdeckte er das Charisma Erich Honeckers: „Die Bürger des anderen deutschen Staates bringen ihm fast so etwas wie stille Verehrung entgegen. Und für die siebzehn Millionen Deutschen in der DDR liegt Hoffnung in Honeckers Wort: ‚Das Erreichte ist noch lange nicht das Erreichbare’.“

Die „Panorama“-Redakteurin Lukrezia Jochimsen hob 1981 einen Beitrag über fleißige weibliche DDR-Werktätige ins Westfernsehen, den Titel hätte sich auch ein Redakteur des „Neuen Deutschland“ nicht besser ausgedacht: „Wie die DDR ihre berufstätigen Frauen ehrt“.

Etwas später, als sich die stille Verehrung für Honecker verflüchtigt hatte und die MfS-Akten aufgingen, stellte sich heraus, dass die Stasi-Bezirksverwaltung Erfurt sämtliche Gesprächspartnerinnen Jochimsens gecastet und in ihre Rolle eingewiesen hatte. In der ARD kommentierte der rätselhafterweise als „Ost-Experte“ apostrophierte bundesdeutsche Diplomat Günter Gaus mit essigsaurer Miene den Aufstieg der antisozialistischen polnischen Gewerkschaft Solidarność : Der Platz, den die kommunistische Partei dort räumen müsse, werde von der katholischen Kirche eingenommen, und das sei ein Problem. Ganz kurz vor Toresschluss, im Sommer 1989, trat Gaus als West-Gast in der Leipziger Thomaskirche bei einer Veranstaltung des DDR-Kirchentags auf, allerdings, um die Anwesenden dahingehend zu belehren, sie sollten nicht immer neidisch auf das damals schon halb abtrünnige Polen schielen, sondern sich lieber am Freiheitszuwachs im Vergleich zur Ulbricht-Zeit erfreuen.

Ihre intellektuellen Selbstentleibungen überstanden Sommer, Bremer, Gaus, Jochimsen und viele andere sehr kommod. Sommer kommentierte in der „Zeit“ weiter die Weltläufe, Bremer wechselte zu RTL und später zu n-tv, 1993 nahm er den Hans-Klein-Preis für sein Lebenswerk entgegen. Lukrezia Jochimsen stieg zur Chefredakteurin des Hessischen Rundfunks auf und wurde spät noch Bundestagsabgeordnete für die PDS; ihre Kandidatur als Bundespräsidentinnenkandidatin für die Partei benutze sie für die Feststellung, die DDR sei „juristisch gesehen“ kein Unrechtsstaat gewesen. Wer hätte das besser beurteilen können als sie?

 

Im November 1989 waren die Journalisten ganz kurz still

Immerhin, 1989, als die DDR von ihren eigenen Bürgern abgeräumt wurde, gab es einen einzigen kurzen Moment, in dem die westlichen Apologeten, Leitartikler und Politbüroastrologen einmal still waren, ganz einfach, weil ihnen vor Schreck der Mund offen stehengeblieben war. Es war eine halkyonische Sekunde. Dann liefen die Plappermühlen wieder an.

Wenn es je eine Schamsekunde im Leben dieser einfältigen Wichtigtuer gab, dann machten sie das mit sich selbst aus. Dass sie nach 1990 weiterschwatzten, als wäre nichts passiert, gehört in die Psychologie. Dass sie immer noch ein Publikum fanden – für dieses Mirakel ist die Soziologie zuständig, und ebenfalls die Psychologie.

Woher kam und kommt diese Anhimmlung von Stalin und Pol Pot bis zu Honecker und einem islamistischen Kriegsfürsten? Sicherlich von der Verachtung der westlichen Linken für den Westen, der einzigen Gesellschaftsform, in der sie selbst existieren können, sicherlich von ihrem provinziellen Exotismus, auch von einer Faszination für eine Brutalität, die man sich in Hamburg-Eppendorf nicht selbst zu exekutieren traut. Wahrscheinlich gibt es aber noch einen tieferen Grund. Selbst bei sehr wohlwollender Betrachtung lassen sich in Texten und Reden eines Sommer, Gaus oder Bremer nichts als mediokre Sätze finden und nirgends ein nur halbwegs funkelnder Gedanke, nirgends eine eigene Sprache, schon gar nicht Geist, kurzum, sie müssen instinktiv in den Funktionären wie Hockecker, Erich Mückenberger, Gustáv Husák und den vielen anderen der Ostblockelite „ihr ganz natürlich Ebenbild“ (Goethe) erkannt haben.

Vor wenigen Tagen versuchten linksradikale Wächterratsmitglieder eine kritische Diskussion an der Frankfurter Goethe-Uni zur schicken intersektional-linken Kopftuch-Ausstellung „Contemporary Muslim Fashion“ zu verhindern, sie deklamierten Manifeste, riefen „Rassismus“ und derlei Stanzbegriffe mehr, wurden handgreiflich und bewiesen, dass es sich bei ihnen um die legitimen Enkel der Kommunismus-Apologeten von damals handelt.

Oben auf dem Podium saß eine Frau, die nach dem Willen der weißen westlichen Kopftuchvorkämpfer unten nicht zu Wort kommen sollte, Naïla Chikhi, die 1995 aus Algerien vor den islamischen Fundamentalisten nach Europa floh.

Der Ausgang im Iran ist offen. Aber wenn es den Demonstranten dort gelingen sollte, das orthodoxe islamische Regime zu stürzen, dann könnte es sein, mit viel Glück, dass die Plappermühle einer degenerierten Linken hier in Europa und vor allem in Deutschland ein zweites Mal havariert. Vielleicht für längere Zeit als 1989.

Es wäre ein Moment voller Witz und Zauber.

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