Wenn Kirchenleute politisieren

Eine Gruppe von Kirchenoberen beklagt Missstände im Gazastreifen und im Westjordanland. Siedlungen betrachten sie als Friedenshindernis.

Bischof Declan Lang aus England leitete die Delegation.© Daniel LEAL-OLIVAS, AFP

(Israelnetz) Katholische Bischöfe aus Nordamerika und Europa haben ihre jeweiligen Länder dazu aufgerufen, den „Staat Palästina“ anzuerkennen. Die Länder sollen dabei dem Vorbild des Vatikans folgen, der „Palästina“ 2015 anerkannte. Die Bischöfe fordern zudem die „Einhaltung internationalen Rechts zur Förderung des Friedens und der Gerechtigkeit“. Der Aufruf erfolgte nach einem Besuch der Gegend vom 11. bis 16. Januar.

Bei der Reise machten die Bischöfe im Gazastreifen, in Ostjerusalem und Ramallah Station. Den Gazastreifen bezeichneten sie dabei in einer Mitteilung vom 16. Januar als „Freiluftgefängnis“. Schuld daran seien Entscheidungen „aller Seiten“. Die Hoffnungen der Menschen seien dort reduziert auf frisches Wasser und Elektrizität.

 

„Komplizen der Besatzung“

Für das Westjordanland beklagten die Bischöfe die „Verdunstung der Hoffnung auf eine dauerhafte Lösung“. „Wir haben diese Wirklichkeit aus erster Hand erlebt, besonders, wie der Bau von Siedlungen und der Trennungsmauer jegliche Aussicht auf zwei Staaten, die in Frieden leben, zerstört.“ Manche Regierungen seien „Komplizen der Übel des Konfliktes und der Besatzung“ geworden. Um eine Lösung zu erreichen, müsse die internationale Gemeinschaft die Unterstützung für Siedlungen streichen. Zugleich müssten die Sicherheitsbedenken Israels Beachtung finden.

Die Bischöfe dankten zudem den Christen vor Ort für ihren Einsatz für eine „bessere Zukunft“, indem sie Dienstleistungen, Bildung und Arbeit für die verletztlichsten Menschen anböten. Darüber hinaus riefen sie Christen ihrer Heimatländer dazu auf, die Gegend zu besuchen.

Die Bischöfe gehören der „Koordinationsgruppe Heiliges Land“ an, die die Bischofskonferenz von England und Wales 1998 ins Leben gerufen hat. Die Delegation leitete Bischof Declan Lang aus Clifton in England. Mit dabei waren Vertreter aus Italien, Irland, den skandinavischen Ländern oder Frankreich. Aus Deutschland beteiligte sich Udo Bentz aus Mainz an der Reise, aus der Schweiz Erwin Tanner, der Generalsekretär der dortigen Bischofskonferenz.

Nahost-Korrespondent Ulrich W. Sahm kritisierte das Programm der Reise. Die Bischöfe hätten „allein mit der – mangels Wahlen – nicht mehr legitimierten palästinensischen Regierung gesprochen und mit keinem einzigen israelischen Regierungsvertreter“. Zudem habe der Vatikan den „Staat Palästina“ anerkannt, obwohl dieser bis heute nicht ausgerufen sei. „Ihre einseitige anti-israelische Abschlusserklärung ist deshalb unglaubwürdig und wertlos.“

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