Positiv-Rekord: Noch nie so wenig gefallene Soldaten wie 2019

Dank Israels umsichtiger Politik starben im vergangenen Jahr so wenige Zahal-Angehörige wie noch nie zuvor.

Israelische Soldatinnen stecken Fahnen auf die Gräber gefallener Kameraden. © MENAHEM KAHANA, AFP

(Israelnetz) – Im Jahr 2019 sind 27 israelische Soldaten gefallen – so wenige wie noch nie. 2018 lag die Zahl noch bei 43. Einem am Mittwoch veröffentlichten Bericht der israelischen Verteidigungsstreitkräfte zufolge sind neben den 27 gestorbenen oder getöteten Soldaten weitere 35 kritisch verletzt worden. Auch diese Zahl ist rückläufig.

Durch Kampfhandlungen sind laut dem Bericht zwei Soldaten ums Leben gekommen. In dieser Kategorie wird in der diesjährigen Statistik auch Sacharia Baumel geführt. Baumel galt nach einem Kampfeinsatz im Ersten Libanonkrieg 1982 als verschollen. Sein Leichnam wurde erst im April 2019 nach Israel zurückgebracht.

Durch Unglücksfälle während der militärischen Ausbildung starben zwei Soldaten. Fünf kamen durch Verkehrsunfälle und zwei aufgrund verschiedener medizinischer Notfälle ums Leben, heißt es weiter.

„Die Zahl der gefallenen Soldaten nimmt weiter ab“, sagte Brigadegeneral Michael Janko. „Auch wenn wir ein positives Jahr hatten, sind wir entschlossen, Lehren zu ziehen, um die Zahl der Gefallenen weiter zu verringern. Jeder Todesfall ist einer zu viel.“ Damit spielt Janko auf die Suizidfälle israelischer Soldaten an. Gab es 2018 noch neun Selbstmorde, waren es 2019 zwölf. Dennoch sei der allgemeine Trend bei Selbstmorden rückläufig. Das Militär arbeite daran, die Verfügbarkeit von Waffen für beurlaubte Soldaten zu verringern und gleichzeitig mehr psychologische Hilfe anzubieten, erklärte Janko.

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