Das ewige Blabla von Israels vermeintlicher „Delegitimität“

Ein Schweizer Schriftsteller entlarvt die hartnäckigsten Lügen zum jüdischen Staat

Der Schweizer Autor Giuseppe Gracia.

Von Giuseppe Gracia (Achse des Guten)

Mitten unter uns wächst ein neuer Antisemitismus: die „Israel-Kritik“, die den einzigen jüdischen Staat auf der Welt so negativ beurteilt wie keinen anderen. Dies zeigt ein Video des jüdischen Publizisten Dennis Prager. Es geht um eine Analyse verbreiteter Anti-Israel-Argumente. Etwa das Argument, Israel sei nicht legitim wegen seiner ungerechten, blutigen Entstehungsgeschichte. Dabei wird so getan, als sei die Geschichte der anderen, knapp 200 anerkannten Staaten auf der Welt gerecht und unblutig. Auch wird die Tatsache verschwiegen, dass es auf dem heutigen Gebiet Israels in den letzten 3.000 Jahren nur zwei unabhängige Staaten gab: beide waren jüdisch, und beide wurden von Invasoren zerstört. Es gab dort zu keiner Zeit einen arabischen oder muslimischen Staat.

Israel-Gegner behaupten ferner, das Land sei rassistisch. Dabei ist Israel der einzige Rechtsstaat im Nahen Osten, in dem Juden, Muslime, Christen und Atheisten die gleichen Rechte genießen. Jeder zweite Einwohner ist nicht weiß und jeder fünfte kein Jude. Außerdem ist eine israelische Mehrheit für die „Zwei-Staaten-Lösung“: So wurde den „Palästinensern“ in den letzten Jahrzehnten fünfmal ein eigener Staat angeboten. Sie haben ihn jedes Mal abgelehnt, denn sie akzeptieren keinen jüdischen Staat, unter welchen Bedingungen auch immer.

Bedenklich in diesem Zusammenhang ist die Rolle der UNO, die jedes Jahr mehr Resolutionen gegen Israel als gegen alle anderen Länder veröffentlicht. Rechnet man alle Resolutionen gegen China, Nordkorea, Syrien, Russland, Iran, Saudi-Arabien und die Hamas zusammen, kommt Israel immer noch schlechter weg. Man misst offensichtlich mit zweierlei Maß, um eine allgemeine Stimmung gegen Israel zu erzeugen. Hier spielen überall in Europa, wie auch in den USA, linke und grüne Politiker eine traurige Rolle.

Natürlich darf jeder Mensch Kritik an der israelischen Regierungspolitik üben. Dabei muss aber klar sein: Wer Israel für Dinge kritisiert, die er bei anderen Staaten akzeptiert, ist ein Antisemit. So wie jene, die Israel das Existenzrecht absprechen. Sie leisten geistige Mithilfe an einem neuen Judenhass. Einem Hass, den viele westliche Medien durch einseitige, anti-israelische Berichterstattung mitverantworten.

 

Giuseppe Gracia (52) ist Schriftsteller und Medienbeauftragter des Bistums Chur. Er ist verheiratet und Vater von zwei Kindern.

Diese Kolumne erschien zuerst im Schweizer „BLICK“.

Sehr geehrte Leser!

Die alte Website unserer Zeitung mit allen alten Abos finden Sie hier:

alte Website der Zeitung.


Und hier können Sie:

unsere Zeitung abonnieren,
die aktuelle oder alte Ausgaben bestellen
sowie eine Probeausgabe bekommen

in der Druck- oder Onlineform

Unterstützen Sie die einzige unabhängige jüdische Zeitung in Deutschland mit Ihrer Spende!

Werbung


Die CDU geht immer mehr den Weg der SPD

Die CDU geht immer mehr den Weg der SPD

Merz, Laschet oder Spahn? Darauf kommt es nicht mehr an.

Sind Berlin und Brüssel die größten Friedenshindernisse im Nahen Osten?

Sind Berlin und Brüssel die größten Friedenshindernisse im Nahen Osten?

Die wichtigsten Geldgeber der UNRWA sind die EU und Deutschland. Ein wesentlicher Teil des Geldes fließt in UNRWA-Schulen, die Terror predigen und die Auslöschung Israels fordern.

Die absurde Freundschaft Deutschlands mit dem Iran

Die absurde Freundschaft Deutschlands mit dem Iran

Ein angeblich irregeleitetes Telegramm des Bundespräsidenten zum 41. Jahrestag der islamischen Revolution, das ausgerechnet auf den 75. Jahrestag der Befreiung von Auschwitz folgte, enttarnt die Unaufrichtigkeit der deutschen Staatsraison.

Das eher zweifelhafte Verhältnis des CDU-Politikers Norbert Röttgen zu Israel

Das eher zweifelhafte Verhältnis des CDU-Politikers Norbert Röttgen zu Israel

Das Zitat „Eine Anti-BDS-Politik könnte Kritik an Israels Regierung erschweren“ belegt die fehlende Distanz Röttgens zu Israel-Diffamierungsaktivisten

Die Scharaden der Muslimbrüder

Die Scharaden der Muslimbrüder

Radikal-islamische Organisationen wie die Muslimbrüderschaft sind vielfältig und gut miteinander vernetzt. Durch Umbenennungen versuchen sie ihre Strukturen zu verschleiern.

Die Expansionspolitik des neuen Iran schließt nahtlos an die grausame koloniale Geschichte des alten Persien an.

Die Expansionspolitik des neuen Iran schließt nahtlos an die grausame koloniale Geschichte des alten Persien an.

Gerne präsentieren sich Perser und Persischstämmige in Deutschland als Underdogs der Dritten Welt – dabei ist die persische Kolonialgeschichte eine der längsten und brutalsten weltweit.

Antisemitismus im Nachkriegs-Deutschland gestern, heute, morgen

Antisemitismus im Nachkriegs-Deutschland gestern, heute, morgen

75 Jahre und kein Ende: Die Verantwortung der deutschen Politik für ihre jüdische Minderheit.

Hanau: Deutschlands Unfähigkeit zu vernünftiger Debatte

Hanau: Deutschlands Unfähigkeit zu vernünftiger Debatte

Die brutalen Morde eines rassistischen psychopathischen Einzelgängers in Hanau werden instrumentalisiert, um auch diejenigen als „Wegbereiter des Rechtsterrorismus“ zu stempeln, die ausschließlich ein Problem mit Merkels judenfeindlicher Migrationspolitik haben.

Der vergessene Anschlag auf das jüdische Altersheim in München vor 50 Jahren

Der vergessene Anschlag auf das jüdische Altersheim in München vor 50 Jahren

Es ist einer der schwersten Angriffe auf die jüdische Gemeinschaft seit 1945: Der bis heute nicht aufgeklärte Anschlag von 1970 in München mit sieben Toten. Aus dem öffentlichen Bewusstsein ist er aber so gut wie verschwunden. Eine Suche nach dem Warum.

Macron kündigt eine „Rückeroberung“ Frankreichs an

Macron kündigt eine „Rückeroberung“ Frankreichs an

Der französische Präsident hat einen Plan vorgestellt, wie er die Islamisierung seines Landes bekämpfen will. Deutschland gibt derweil den Biedermann und bleibt Brückenkopf des politischen Islam in Europa.

Steinmeier beim Holocaust-Gedenken: Die Kluft zwischen Worten und Taten

Steinmeier beim Holocaust-Gedenken: Die Kluft zwischen Worten und Taten

Der deutsche Bundespräsident hofiert die iranischen Mord-Mullahs, obwohl deren Anführer Chamenei die Vernichtung Israels bis 2040 angekündigt hat.

„Wir brauchen ein deutsches FOX NEWS!“

„Wir brauchen ein deutsches FOX NEWS!“

Ein offener Brief der JÜDISCHEN RUNDSCHAU an US-Botschafter Richard Grenell

Werbung

Alle Artikel
Diese Webseite verwendet Cookies, um bestimmte Funktionen zu ermöglichen und das Angebot zu verbessern. Indem Sie hier fortfahren, stimmen Sie der Nutzung von Cookies zu. Mehr dazu..
Verstanden