Wer solche Freunde hat…

Deutsche Politiker verhalten sich im Fall Soleimani kaum noch wie NATO-Partner – von den unaufrichtigen Reaktionen deutscher Journalisten ganz zu schweigen

Kassem Soleimanis Beerdigung© SABAH ARAR, AFP

Von Filip Gaspar

Kassem Soleimani, General der iranischen Revolutionsgarden und Kommandeur der Quds-Brigaden, ist durch eine Drohne der US-amerikanischen Armee am Flughafen von Bagdad (Irak) eliminiert worden. Es handelt sich um keinen Tippfehler: Der General aus dem Iran ist im Irak getötet worden. Der Befehl zur Ausführung dieser Tötung kam von Präsident Donald Trump persönlich.

Ich möchte zwei Dinge zu Beginn klarstellen.

Erstens: Man soll sich nicht über den Tod eines Menschen freuen, selbst dann nicht, wenn dieser wie Soleimani für die Ermordung vieler Unschuldiger verantwortlich war und in Zukunft vermutlich noch mehr Menschen getötet hätte, wäre er nicht gestoppt worden.

Zweitens: Es gibt nichts am Verlust von Soleimanis Leben zu betrauern.

Kassem Soleimani war nicht irgendwer, sondern als Kommandeur der Quds-Brigaden war er dem Ayatollah Chamenei direkt unterstellt, er galt als zweitwichtigste Person des Regimes. In seiner Funktion war er der Architekt hinter dem iranischen Terror-Export und nichts konnte ohne ihn koordiniert werden.

Angefangen bei der Versorgung mit Geld und Waffen für die islamistischen Terrormilizen Hisbollah, Hamas und den Huthi-„Rebellen“ im Jemen. Letztere bekamen Unterstützung aus Teheran in Form von militärischen Beratern und Ausrüstung. Terroristen bekamen von ihm Waffen und er kümmerte sich um den Aufbau von weltweiten Netzwerken.

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