Donald Trump: Die wahre Geschichte seiner Präsidentschaft

Das neu erschienene Buch vom „New York Times“-Journalisten Doug Wead zeichnet ausnahmsweise kein negatives Bild von Präsident Trump.

Von Filip Gaspar

„‚Trump wird Präsident! Können die erzählen, was sie wollen. Er ist Geschäftsmann, hat Kontakte und schon erfolgreiche Unternehmen aufgebaut und geführt. Genau darum geht es letztendlich in der Politik‘, sagte mein Vater. Dies tat er lapidar und nebenbei, während er eine Mandarine schälte, am Tag, als Donald Trump seine Präsidentschaftskandidatur bekanntgegeben hatte. Und er sollte Recht behalten. Der Grund, aus dem ich diese Anekdote anführe, ist der, dass über Monate hinweg all die gutbezahlten Fernsehjournalisten und Analysten nicht in der Lage (oder nicht gewillt) waren, diesen Umstand zu erkennen. Dabei wäre das nicht anspruchsvoller gewesen als das Schälen einer Mandarine.“

Doug Wead, Journalist der „New York Times“ und Autor mehrerer politischer Bücher zu Präsidentenfamilien, hat bereits vorher als Politikberater im Weißen Haus gearbeitet und kennt daher die Strukturen und Abläufe. Dieses Buch gibt zum ersten Mal einen voll autorisierten Einblick in die bisherige Amtszeit des 45. amerikanischen Präsidenten Donald Trump.

Für sein neues Buch erhielt Wead einen Zugang zum „Inner Circle“ des Präsidenten und durfte, bis auf den jüngsten Sohn, mit allen Familienmitgliedern sprechen. Diese Tatsache gilt es zu berücksichtigen, weil einige der Familienmitglieder zum engsten Beraterkreis von Trump gehören. Etwas, das oft in der Berichterstattung über Trump negativ angeführt wird. Daneben kommt noch der engste Mitarbeiterkreis zu Wort. Man kann zurecht als Kritikpunkt anführen, dass dadurch ein parteiisches Bild von Insidern gezeichnet wird. Dies würde dem Buch jedoch nicht gerecht werden.

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