„Palästinenser“ hui – Kurden pfui

Kanzlerin Merkel ist gegen einen eigenen Staat für das historisch gewachsene Volk der Kurden, setzt sich aber für die Hergabe jüdischen Landes an das erfundene Volk der „Palästinenser“ ein.

Eine junge Kurdin© Delil souleiman, AFP

Von Jaklin Chatschadorian

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich vor wenigen Tagen gegen einen separaten Kurdenstaat auf dem Gebiet des Iraks ausgesprochen. Bei einem Besuch in der Harz-Stadt Goslar betonte sie die territoriale Einheit des Iraks und ihre Sorge um den Frieden in der Region; insoweit sei ein Kurdenstaat nicht dienlich.

Die territoriale Einheit des Iraks mag selbstverständlich ein schützenswertes Gut, gar ein deutsches Interesse sein und über die Frage, wie sich ein selbständiger kurdischer Staat auf den Frieden in der Region auswirkt, mag man sich gerne streiten. Mit Blick auf die Leistungen der Kurden im Kampf gegen den islamischen Terrorismus und die Unterdrückung der Kurden durch die islamischen Nachbarvölker ist eine eigene Ruhezone, ein souveräner Nationalstaat legitim – vorausgesetzt, die Interessen der letzten Christen des Irak, der Aramäer/Assyrer als indigene Bevölkerung der Region werden nicht übergangen.

Der zu erwartende Ärger der – mit Deutschland zu eng befreundeten und Kurden regelmäßig unterdrückenden – Staaten Türkei und Iran wiederum kann grundsätzlich gegen ein international anerkanntes Kurdistan sprechen. Dieser Einwand jedoch überzeugt spätestens mit Blick auf die Realität des failed state Irak nicht. Der gesamte Nahe Osten dürfte inzwischen vergessen haben, was es bedeutet, in Sicherheit und Frieden zu leben. Die Erfolge islamistischer Schergen zeigen, dass die bislang Verantwortlichen in der Region weder gewillt noch in der Lage sind, einen langfristigen Frieden zu gewährleisten.

 

Die Rechtsradikalen freut‘s

Die Ablehnung Merkels mag zwar weder Trump noch Putin interessiert haben, erfreute dafür aber umso mehr türkische Rechtsradikale. Nationalisten und Nationalislamisten, die sonst kein gutes Haar an der Kanzlerin lassen, weil diese sich nicht in ausreichendem Maße der türkisch-islamischen Selbstüberhöhung unterwirft, konnten sich ihren Applaus in den sozialen Medien nicht verkneifen.

Was wäre eigentlich, wenn Angela Merkel sich von der Idee eines Kurdistans begeistert gezeigt hätte? Wäre eine weitere Welle des türkischen Hasses über Deutschland hereingebrochen? Wie hätte der türkische Präsident reagiert? Hätte man ein neue Flüchtlingswelle fürchten müssen oder eher eine laute Rede über die sogenannte „Islamophobie“ in Deutschland, die einmal mehr dem Terrorismus Hilfe leiste?

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