Aufstand im Warschauer Ghetto

Denkmal für die Helden des Ghettos© MATEUSZ WLODARCZYK NurPhoto NurPhoto via AFP

Am 19. April 1943 erhoben sich mutige Juden im Warschauer Ghetto gegen die unmenschliche Unterdrückung der Nazis. Ab 1940 waren in Warschau über 400.000 Menschen im Ghetto zusammengepfercht, der Alltag war geprägt von Gewalt und Hunger. Als 1942 die Deportationen in die Vernichtungslager begannen und innerhalb weniger Monate über 280.000 Menschen verschleppt und ermordet worden waren, entschlossen sich die jüdischen Widerstandsorganisationen zum Aufstand. Für fast vier Wochen leisteten die polnischen Juden, trotz schlechter Bewaffnung und Unterzahl, heroischen Widerstand. Am 16. Mai löste die SS das Ghetto auf und setzte die große Synagoge im Ghetto in Brand. Trotz der Niederlage ist der Aufstand zum Symbol des bewaffneten jüdischen Widerstands geworden. Die Toten werden niemals vergessen.

Von Alexander Kumbarg

In dem wunderschönen Film „Der Pianist“ des polnisch-jüdischen Regisseurs Roman Polanski gibt es eine bemerkenswerte Szene über den Bau der Ghettomauer. Die drei Meter hohe, mit Stacheldraht überzogene Mauer ist eines der schrecklichsten Symbole des Ghettos: Sie symbolisiert die Ablehnung des Lebens, die Isolation, die Massengrausamkeiten und das Töten von Menschen.

Der polnische Pianist und Komponist Vladislav Špilman, der aus dem Ghetto fliehen konnte, bemerkte in seinen Memoiren „Der Pianist“ (auf denen der gleichnamige Film basiert): „Das Leben im Ghetto war umso schwerer zu ertragen, je normaler es schien. Wenn man nach draußen trat, konnte man meinen, man sei in einer normalen Stadt... Aber die Straßen des Ghettos führten nirgendwo hin. Sie endeten immer an einer Mauer. Oft musste ich gehen, wohin ich wollte, bis ich plötzlich auf eine Mauer stieß. Sie wuchs plötzlich vor mir, und es gab keine logische Erklärung dafür, warum ich meinen Weg nicht fortsetzen konnte, wenn ich es wollte. Die Straße auf der anderen Seite der Mauer bekam eine unglaubliche Bedeutung für mich, ich konnte sie nicht mehr missen, sie war das Kostbarste im Leben, etwas, wofür ich alles auf der Welt gegeben hätte, um daran teilzunehmen..."

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