Das Phänomen Trump und die deutsche Angst

Viele Amerikaner setzen ihre Hoffnungen in Donald Trump als neuer, alter US-Präsident.© MARTIN NODA/Hans Lucas/Hans Lucas via AFP

Er ist wieder da! Und in Deutschland zittern die Medienschaffenden unserer zumeist linken Gesinnungsmedien beim Gedanken daran, Donald Trumps könnte wieder an die Macht gelangen. Daher bedient man sich, auch bei uns bewährter Diffamierungsmethoden und deskreditiert nicht nur Trump, trotz seiner mehrheitlichen Akzeptanz im Lande, sondern auch seine Wählerschaft als ungebildet und demokratiefern. Kein Wort verliert man dagegen über die Hass-Democrats, von denen nicht wenige Anti-Weißen-Rassismus, Antisemitismus und Feindseligkeit gegen das bewährte freiheitlich-demokratische meinungstolerante amerikanische System betreiben. Trumps erfolgreiche Friedenspolitik während seiner Amtszeit wird bewusst geflissentlich ignoriert. Gerade seine Nahost-Politik ist von historischer Dimension: Die Verlegung der US-amerikanischen Botschaft nach Jerusalem war Ausdruck des tiefen Respekts gegenüber dem jüdischen Staat und seinem historischen Anrecht auf sein gesamtes Staatsgebiet. (JR)

Von Roger Letsch

Das Grinsen von Heusgen und Maas bei der UN-Generalversammlung hatte etwas Abschätziges, obgleich der Focus damals Ungläubigkeit erkannt haben wollte. Der da am Pult stand und sprach und über den die beiden deutschen Diplomaten sich köstlich zu amüsieren schienen, war ja nicht ernst zu nehmen. Deutschland begebe sich in die völlige Abhängigkeit von russischen Energielieferungen? Was glaubt dieser Trump, wer er ist? Das war im Jahr 2019 und die Präsidentschaft Trumps im dritten Jahr, ohne dass die deutsche Politik auch nur versucht hätte, zu verstehen, was genau da im November 2016 passiert war. Das konnte ja alles gar nicht wahr sein! Man hatte diesen Mann doch überhaupt nicht auf dem Zettel stehen! Unmöglich, dass er gewinnen könnte, da waren sich die Auguren und die Korrespondenten mit ihren Dinner-Party-Einladungen und Wohnungen mit Blick auf den Potomac doch einig! Man freute sich auf eine neue Clinton-Ära, und als Correctiv-Chef und zukünftiges Potsdam-Investigativgenie Schraven am Wahlabend 2016 ins Bettchen stieg, hatte er für seine Follower bereits jene Jubelmeldung vorverfasst und in die Social-Media-Kanäle eingespielt, mit der die Welt das kommende Frühstück genießen sollte, während er sicher schon vom Empfang im Weißen Haus träumte: Trump hat verloren, wird bereits von allen Seiten verklagt und überhaupt: Habemus Hillary!

Das jähe Ende des Traums folgte bekanntlich als kalte Dusche der Realität, nicht nur für Schraven. Es folgte jahrelanges Wegducken, Ignorieren und Intrigieren gegen den Verbündeten, wo man hätte pragmatisch bleiben müssen. Man sprach nur das Nötigste und ging der amerikanischen politischen Bühne nach Möglichkeit aus dem Weg. Sogar Selbstverständlichkeiten wie Gratulationen zum Wahlsieg blieben aus. Begierig griff man jede mediale Kampagne gegen den „Orange Man“ auf, glaubte jedem Gerücht, feierte jeden Misserfolg oder Personalwechsel in Trumps Stab, ignorierte Erfolge (auch beim Personalwechsel) und hing doch gleichzeitig an Trumps Twitter-Feed wie ein Junkie an der Nadel. Für die Medien auf beiden Seiten des Atlantiks war es eine gute Zeit im Dauerempörungsmodus. Allein der Spiegel brachte es in der Trumpzeit auf 28 Titelbilder, eines verächtlicher (also nach Faeser’scher Lesart staatsdelegitimierender) als das andere. Biden hat es, wenn ich richtig gezählt habe, bisher auf drei Titelseiten geschafft, wobei er sich eine mit Trump und eine weitere mit Obama teilen musste. Das muss wohl an der „guten Politik“ Bidens liegen, von der immer die Rede ist. So gut ist die, dass nicht mal der Spiegel titel- und damit verkaufsfördernd darüber berichten mag.

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