Der spanische Fußball-Star Sergio Ramos trifft in Israel Sohn eines getöteten Grenzpolizisten

Der große und der kleine Ramos bei ihrem Treffen im Mannschaftshotel in Tel Aviv.© privat/Sitawe

Die Fußball-Ikone Sergio Ramos ist einer der besten Verteidiger der Welt. In Israel traf er aus Anteilnahme und Sympathie den 5-jährigen Sohn eines ermordeten Grenzpolizisten, der sogar seinen Namen trägt. (JR)

Von Jürgen Th. Müller

Der kleine Ramos ist fünf Jahre alt und hat einen ungewöhnlichen Namen. Sein Vater, Haiel Sitawe, war ein großer Fan des spanischen Weltklasse-Fußballspielers Sergio Ramos. Deshalb benannte der 30 Jahre alte Grenzpolizist seinen Sohn nach dem Verteidiger von Real Madrid. Kurz darauf kam Haiel Sitawe bei einem Terroranschlag ums Leben, erzählt sein Bruder Husam: „Mein Bruder hieß Haiel Sitawe, er diente als Polizist in Jerusalem. Vor fünf Jahren wurde er auf dem Tempelberg ermordet, einem Platz, der vielen Religionen heilig ist. Das war am 14. Juli 2017. Er und sein Freund, der ebenfalls als Polizist arbeitete, wurden umgebracht. Zwei Wochen bevor er ermordet wurde, wurde ihm sein Sohn geboren, Ramos. Er war zum Zeitpunkt des Anschlags gerade zwei Wochen alt.“

Nur zwei Monate später hielt Fußball-Ikone Sergio Ramos bei einem Besuch in Israel das nach ihm benannte Baby erstmals in seinen Armen. Ramos spielt seit 2005 für die spanische Nationalmannschaft und ist Kapitän sowie Rekordspieler seines Landes. Er nahm an vier Weltmeisterschaften und an drei Europameisterschaften teil. Dabei wurde er 2008 und 2012 Europa- sowie 2010 Weltmeister.

 

Kleine Geste mit großer Wirkung

Vor wenigen Monaten trafen sich der große und der kleine Ramos erneut. Sergio Ramos war inzwischen von Real Madrid zu Paris Saint Germain gewechselt. Im Mannschaftshotel in Tel Aviv stellte der Weltstar den kleinen Ramos seinen Teamkollegen vor. Husam Sitawe erinnert sich:

„Ramos hat die Halle betreten und hat uns sofort gesucht. Er wusste genau, dass er uns treffen wird. Er hat uns auch erkannt. Es gibt ein Video, das alles dokumentiert. Er hat uns erkannt und dann zu einem seiner Freunde, der neben ihm stand, gesagt: Dort, das ist der kleine Ramos. Er hat ihm anscheinend die Geschichte erzählt. Er hat sich zu uns gesetzt, wir haben uns ein klein wenig unterhalten und ein paar Fotos geschossen. Dann hat er einen Fußball und ein Trikot unterschrieben.“

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