Glückwünsche des grünen österreichischen Bundespräsidenten an Irans Folterregime

Trotz der Gewaltexzesse des iranischen Regimes gegen die eigene Bevölkerung hat der ehemalige Bundessprecher der österreichischen Grünen und jetzige Präsident Österreichs, Alexander Van der Bellen, ein Glückwunsch-Schreiben an die Teheraner Mord-Mullahs geschickt.

Van der Bellen mit Rohani
© GEORG HOCHMUTH / APA , AFP

Von Christian Ortner (Mena)

Mit den in solchen Fällen üblichen zwei Worten „Niemals wieder“ gedachte Bundespräsident Alexander van der Bellen Ende Jänner in Israel des 75. Jahrestages der Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz.

Ein paar Tage später, es war Anfang Februar, ließ der Herr Bundespräsident von seinen Beamten ein freundliches Glückwunsch-Schreiben formulieren. Adressiert war der (nach den Usancen der Hofburg) nicht zur Veröffentlichung gedachte Text an „His Excellency Hojatoleslam Dr. Hassan Rohani, President of the Islamic Republic of Iran, Teheran“.

Herr Van der Bellen schreibt darin:

„Anlässlich des Nationalfeiertags der Islamischen Republik Iran freue ich mich sehr, Ihnen meine herzlichsten Glückwünsche zu übermitteln.

Ich denke immer noch gern an unsere Diskussionen während Ihres Besuchs in Wien im Jahr 2018 zurück.

Gestatten Sie mir, diese Gelegenheit zu nutzen, meine besten Glückwünsche auf Ihr persönliches Wohlergehen sowie auf eine glückliche Zukunft Ihres Landes auszuweiten.“

(Im Original in englischer Sprache)

Mit dem „Niemals wieder“ sind diese frommen Wünsche freilich nur dann vereinbar, wenn man eine gewisse intellektuelle Flexibilität aufbringt. Denn unter einer „glücklichen Zukunft“ ihres Landes verstehen nicht wenige der Machthaber in dem Gottesstaat eigenem wiederholten Bekunden zufolge nicht zuletzt die Auslöschung Israels, was wohl praktisch nicht ohne die Auslöschung der dort lebenden Juden möglich ist. Niemals-wieder-technisch also eine etwas heikle Sache, das.

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