Der Dritte Weltkrieg, der nicht kam

Präsident Trump fiel nicht auf das orientalische Schmierentheater des Iran herein: Bei entschlossener westlicher Gegenwehr brechen die Drohgebärden islamischer Schurken-Staaten schnell in sich zusammen.

© KHAMENEI.IR , AFP

Von Oliver Vrankovic

Anfang Juli 2015 mündeten die Verhandlungen über das iranische Nukleardossier in die Unterzeichnung des 159 Seiten umfassenden „Joint Comprehensive Plan of Action“ (JCPOA). Frank-Walter Steinmeier lobte die Unterzeichnung als „historischen Tag“ und später als „Beitrag zum Weltfrieden“. Der damalige Bundesaußenminister und sein diplomatisches Corps ließen sich nicht vom israelischen Premierminister Netanjahu beirren, der das Abkommen als einen „historischen Fehler“ bezeichnete und in seiner ersten Stellungnahme nach Unterzeichnung des Abkommens an die Weltmächte gewandt sagte: „Sie haben gepokert, dass sich das terroristische Regime des Iran in zehn Jahren ändert, allerdings ohne einen Ansporn zu geben, dass sich das lohnen könnte. Stattdessen gibt die Vereinbarung dem Iran allen Grund, sich nicht zu ändern.“

Steinmeier appellierte krass undiplomatisch an die israelische Regierung, auf „grobschlächtige Kritik“ zu verzichten.

Die Ansicht, wonach es sich bei dem Deal um einen historischen Fehler handele, wird in Israel parteiübergreifend geteilt. Yair Lapid legte in einem Gastbeitrag für die „Welt“ am 7. August 2015 nüchtern dar:

„Der Iran, der den Holocaust offiziell leugnet, ist der einzige Mitgliedsstaat der Vereinten Nationen, der wiederholt öffentlich erklärt hat, die Vernichtung eines anderen Mitgliedsstaates – Israel – anzustreben. Nicht Israel zu schaden, nicht ihm Krieg zu erklären – es auszulöschen.“

 

Israelische Politiker „sehen aus wie Tiere“

Geäußert als Hass auf den Zionismus bildet der Antisemitismus den Kern der Ideologie der Mullahs. Das Hinwirken auf die Zerstörung des „Zionistischen Gebildes“ ist in das Selbstverständnis des iranischen Gottesstaats eingewoben.

Die Vernichtungsdrohungen des iranischen Regimes gegenüber dem jüdischen Staat und die offizielle Leugnung des Holocaust werden hier in Israel nicht verharmlost.

Irans oberster Führer, Ayatollah Ali Chamenei nannte Israel 2013 einen tollwütigen Hund in dieser Region. „Seine führenden Politiker sehen wie Tiere aus, man kann sie nicht menschlich nennen.“ Die Dämonisierung geht einher mit der Wahnvorstellung Israel würde Völker und Staaten und die islamische Nation im Nahen Osten zerfressen.

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