KOLUMNE DES HERAUSGEBERS

Liebe Leserinnen und liebe Leser,

gerade haben wir die hohen jüdischen Feiertage Rosch Haschana, Yom Kippur und Sukkot zusammen mit unseren Familien und Freunden begangen. Wir saßen beieinander, sprachen die vertrauten Gebete, teilten das Festmahl. Doch an vielen Festtagstischen in Israel blieben Stühle leer. Dort fehlen Töchter und Söhne, Eltern, Geschwister und Freunde, die am 7. Oktober 2023 von der Mörderbande Hamas aus dem Leben gerissen wurden.

Drei Jahre sind seit jenem entmenschten Massaker vergangen. Für die Familien der Ermordeten aber endet der 7. Oktober nicht mit einem Datum im Kalender. Er kehrt wieder, jeden Tag, wenn der Tisch gedeckt wird und der Mensch fehlt, der immer dort saß.

Es ist ein altes Kalkül: Man überfällt die Juden, wenn sie beten. 1973 wählten Ägypten und Syrien den Jom Kippur, den höchsten unserer Feiertage; fünfzig Jahre später fiel der Massenmord auf Simchat Tora, das Fest der Tora-Freude. Geändert hat sich nur, dass damals reguläre Armeen antraten und 2023 eine Mörderbande, die sich an Zivilisten verging.

Was am 7. Oktober geschah, war kein Akt eines angeblichen „Befreiungskampfes“. Es waren koordinierte barbarische Verbrechen mit immer wiederkehrenden Merkmalen.

Die Täter schossen ihren Opfern in die Gesichter, in die Köpfe und in die Genitalien. Sie zertrümmerten Hüften und Leistengegenden, verstümmelten und schändeten Lebende wie Tote, insbesondere im Intimbereich. Sie folterten, amputierten, verbrannten und erniedrigten ihre Opfer, bevor sie sie ermordeten.

Überlebende berichten von Gruppenvergewaltigungen, ehemalige Geiseln von sexuellen Übergriffen, Misshandlungen und Erniedrigungen. Helfer, Ärzte und Fachleute beschreiben Leichen, denen Gliedmaßen, Hände oder Köpfe fehlten.

Es sind Schilderungen aus einer Hölle, für die unsere Sprache keine Worte bereithält.

Doch das Verstummen wäre ein zweiter Sieg der Täter.

Die sexuelle Gewalt war kein zufälliges Begleitverbrechen eines außer Kontrolle geratenen Mordzuges. Sie war Bestandteil der Terrorstrategie, Mittel der Erniedrigung und Waffe eines völkermörderischen Pogroms. Sie wurde an zahlreichen Tatorten angewandt: auf dem Gelände des Nova-Festivals, entlang der Fluchtroute über die Straße 232, auf dem Militärstützpunkt Nahal Oz sowie in den Kibbuzim Re’im, Nir Oz, Be’eri und Kfar Aza.

Frauen wurden neben den Leichen ihrer Partner oder vor den Augen der Männer vergewaltigt, die anschließend ebenfalls ermordet wurden. Töchter wurden neben ihren gefesselten Müttern missbraucht. Auf dem Nova-Gelände fand man Frauen nackt an Bäume gebunden, ermordet und verstümmelt.

Das wiederkehrende Muster war eindeutig: Vergewaltigung, Folter, Demütigung und Mord.

Gaza hatte an diesem Tag die Pforten zu einem Horror geöffnet, der selbst die dunkelsten Vorstellungen menschlicher Grausamkeit übersteigt. Die Gazaner entfesselten eine Orgie aus sexuellem Terror, Verstümmelung und Mord, die nicht allein der Vernichtung menschlichen Lebens diente. Sie sollte jüdische Frauen und Männer entwürdigen, Familien vor den Augen ihrer Angehörigen zerstören und das jüdische Volk in seiner Würde treffen.

Wer angesichts dieser Verbrechen noch immer von „Widerstand“ spricht, wer die Täter entschuldigt, ihre Opfer verhöhnt oder das Geschehen durch Relativierung, Schweigen und Täter-Opfer-Umkehr aus dem öffentlichen Bewusstsein zu tilgen versucht, stellt sich moralisch an die Seite der Mörder.

Der 7. Oktober war kein Aufstand der Entrechteten. Er war die Entfesselung eines eliminatorischen Judenhasses, dessen barbarische Fratze die Welt sehen konnte – und den dennoch viel zu viele schon am nächsten Tag nicht mehr sehen wollten.

Doch die Erinnerung an die Opfer verlangt mehr, als ihre Namen zu nennen. Sie verlangt, die Täter beim Wort zu nehmen. Wer verstehen will, wie der 7. Oktober möglich wurde, muss sich mit der Ideologie befassen, die diesen Mordzug antrieb – und mit der Bereitschaft des Westens, sie immer wieder zu übersehen.

Noch während Israel seine Toten identifizierte und um die Verschleppten bangte, stand der jüdische Staat vielerorts auf der Anklagebank. Von ihm wurde verlangt, seine Bürger zu schützen und zugleich so zu handeln, als könne die Hamas nach dem Massaker eine gewöhnliche politische Gegenseite sein. Die Frage, wie Israelis ohne die ständige Drohung eines weiteren 7. Oktober leben sollen, blieb dabei oft unbeantwortet.

Wir dürfen über jede Entscheidung einer israelischen Regierung streiten. Aber wer über Frieden spricht, muss auch sagen, wie eine Terrororganisation daran gehindert werden soll, erneut jüdische Familien zu überfallen. Ein Waffenstillstand allein beantwortet diese Frage nicht. Ebenso wenig helfen Gedenkreden, wenn die Ideologie der Täter darin verschwiegen wird.

Drei Jahre nach dem 7. Oktober stehen wir deshalb vor einer einfachen Pflicht: Wir müssen den Opfern zuhören, die Verbrechen benennen und die erklärten Ziele der Hamas ernst nehmen. Die leeren Stühle an den Festtagstischen Israels mahnen uns, was geschieht, wenn Warnungen überhört werden.

Wer die Verantwortung der Täter klar benennt, muss auch jener Erzählung widersprechen, die aus der Frage, welche Warnungen Netanjahu vorlagen, eine heimliche Mitschuld am Massaker konstruiert.

 

Framing statt Fakten

Seit zwei Haaretz-Schreiber — Netanjahus altgediente Spinnefeinde vom linken Rand des israelischen Blätterwaldes, die seit Jahren an nichts so fleißig arbeiten wie an seinem Sturz — ein sogenanntes Enthüllungsbuch mit unübersehbarem Vorsatz, dem Premier zu schaden und die Wahl zu drehen, in den Wahlkampf geworfen haben, wird sie wieder angeworfen, die älteste Leier der Welt. Netanjahu habe vom 7. Oktober gewusst. Netanjahu habe ihn geschehen lassen. Netanjahu habe sich sein Massaker gleichsam selbst bestellt, um eskalieren zu können. Wer so etwas schreibt, glaubt vermutlich auch, der Blitz schlage ein, weil der Baum es so wollte.

Damit eines von vornherein und ein für alle Mal klarsteht, egal, was noch geschrieben, behauptet oder „enthüllt" wird: Für das Massaker an den Juden Israels vom 7. Oktober gibt es genau einen Schuldigen — die Bestien der Hamas und ihre Gazaner Unterstützer, und das waren nicht einige wenige, das waren nahezu alle: die johlenden Massen auf den Leichenwagen-Routen, die Süßigkeiten-Verteiler, die Spalier-Steher, die Geiselverstecker in den „zivilen" Wohnungen. Nicht Netanjahu. Nicht Israel. Die Mörder — und die, die ihnen zujubelten und bis heute zujubeln. Punkt.

Zur Sache, nüchtern: Was da als „Enthüllung" durch die Presse getrieben wird, ist ein Vorabdruck ohne jeden Beleg — kein Dokument, kein Mitschnitt, kein Protokoll, nur anonym gespeiste Behauptungen zweier Schreiberlinge, deren Feldzug gegen diesen Premier so alt ist wie seine Amtszeiten, lanciert punktgenau zum israelischen Wahlkampf und zum Verkaufsstart ihres Buches. Netanjahu dementiert als glatte Lüge, er habe das angebliche Telefonat nie geführt und keine solche Warnung erhalten, und er will die Autoren verklagen — nur nebenbei: Verschwörer verklagen ihre Enthüller nicht, Verschwörer schweigen sie tot.

Und selbst wenn an diesen schmutzigen Anwürfen über seine etwaig mangelnde Vorsicht vor dem größten Judenmassaker seit dem Holocaust etwas wäre — wofür nichts Nachprüfbares spricht —, dann stünde selbst in diesem Machwerk kein Komplott, sondern allenfalls ein Irrtum: ein Regierungschef, der eine angebliche Warnung unter den Dutzenden, die in jenen Monaten eingingen, anders gewichtet haben soll. Die Verschwörung scheitert schon an ihrem eigenen Märchen.

Und wie auf ein Stichwort, auf das man nur gewartet hatte, fiel der deutsche Medienchor ein: Die woken, links-grün dominierten öffentlich-rechtlichen und Mainstream-Medien — vom Tagesspiegel bis zum Staatsfunk — waren sofort dabei, ungeprüft und im Brustton der Gewissheit: Aus anonymem Gerede wurde über Nacht eine „Enthüllung", aus Behauptung Tatsache, aus einem Wahlkampfpamphlet ein Urteil.

Natürlich muss der Jude schuld sein — wie immer, wie an allem; um Wahrheit ging es dieser Leier noch nie. „Der Jude wusste es, und der Jude wollte es": Das ist, seit es Antisemiten gibt, der Spruch der Antisemiten. So ging die Leier nach dem 11. September 2001, als angeblich viertausend Juden an jenem Tag zu Hause geblieben sein sollten; so geht sie heute, da der jüdische Staat sich sein eigenes Pogrom bestellt haben soll. Die abgedroschene Platte ist dieselbe, nur der Staub darauf ist frischer. Und wer sie ausgerechnet in den Kommentarspalten einer jüdischen Zeitung ablädt, irrt sich nicht in der Adresse — er wählt sie mit Bedacht. Verraten hat er damit nur sich selbst.

Denn hier noch einmal zum Mitschreiben: Die Schuld am Massaker des 7. Oktober trägt allein die islamische Hamas — die Mörderbande und ihre Gazaner Mittäter und Helfershelfer, die vermeintlich unschuldigen Zivilisten, die diese Bestien trugen, feierten und stützten, wie einst die Deutschen ihre Nazis: In über zwei Jahren ist von ihnen nicht ein Einziger auch nur einer einzigen Geisel zu Hilfe gekommen. Selbst in Nazi-Deutschland fanden sich doch noch einige Wenige, die Juden versteckten. In Gaza: definitiv keiner. Wer diese Bestien zum Werkzeug ihres Opfers umdichtet, spricht die Mörder frei — und sagt damit alles über sich und nichts über Israel oder Netanjahu.

Die Hetze gegen Juden ist die älteste Leier der Welt und damit kann man in Deutschland sogar Wahlen gewinnen.

 

First We Take Manhattan, Then We Take Berlin

Leonard Cohen nannte das Lied ursprünglich selbst ein Terroristenlied. Seit Sonntag ist es amtliches Endergebnis: Die Linke, 25,7 Prozent, stärkste Kraft in Berlin. Wer wissen will, wer da gewonnen hat, schaue auf die Wahlparty.

Gefeiert wurde mit dem Clan. Das Oberhaupt einer der bekanntesten Berliner Clanfamilien zeigte das Victory-Zeichen und landete hinter der Bühne, wohin man nicht zufällig gerät. Eingeladen war er nicht, sagt die Partei. Er brauchte keine Einladung. Er hatte das Wahlprogramm gelesen. „Ich fühle mich unterstützt", sagte er und bescheinigte der Linken, sie sei „Juden gegenüber nicht feindlich". Den Persilschein, den der Zentralrat verweigert, liefert jetzt ein Clanchef. Daneben posierte der Abgeordnete Ferat Koçak mit einem Mann, der als führender PFLP-Unterstützer gilt und Sinwar als „Märtyrerhelden" pries, und ein Komitee, unter dessen Namen laut Verfassungsschutz Hamas- und PFLP-Anhänger zusammenarbeiten, gratulierte: Man sei „Teil dieses Erfolgs". Wer Teil des Erfolgs war, will Teil der Regierung sein.

Den zweiten Persilschein lieferten Juden. Hundertfünfzig Berliner Jüdinnen und Juden bescheinigten in einem offenen Brief ausgerechnet dieser Partei Unbedenklichkeit und widersprachen damit dem Zentralrat, dem israelischen Botschafter und jedem anständigen Menschen. Das ist die Rolle, für die sich eine Handvoll Israelhasser jüdischer Herkunft bereitwillig hergibt, und sie liefert den Israelfeinden ihr wirksamstes Argument: Die Juden sagen es doch selbst, also kann es kein Judenhass sein. Bezahlt wird der Applaus, den diese Alibi-Juden dafür einstreichen, von jenen Juden, die sich in Europa kaum noch erkennbar auf die Straße trauen.

Die Partei hat viermal den Namen gewechselt, das Konto nie. Ihr Schatzmeister hat an Eides statt versichert, sie sei „rechtsidentisch" mit der SED, und aufgelöst hat sie sich nie, weil Gysi und Modrow 1989 lieber das Parteivermögen retteten. Man behielt das Geld und schrieb die Toten ab. Es ist die Mauerschießpartei, 28 Jahre Schüsse auf Menschen wie auf Hasen, mindestens 140 Tote allein in Berlin. Der Schießbefehl war kein Betriebsunfall des Systems. Er war das System.

Der Wahlkampf passte dazu. SPD, Grüne und Linke pilgerten in eine Moschee, deren Verein der Verfassungsschutz jahrelang der Muslimbruderschaft zurechnete. Eralp erklärte, man müsse über muslimisches Leben reden können, ohne über Extremismus zu reden. So kann man auch über Brandschutz reden, ohne das Feuer zu erwähnen. Der Saal applaudierte. Auf der Parteibühne tanzte man zu „Yalla Yalla Intifada" und „Death to the IDF", die Plakate versprachen „Für Neukölln. Für Migration. Für Palästina.", und ein Aktivist empfahl Eralp zur „Wahlintifada", mit Vorbehalt: Ihr fehle noch die moralische Klarheit. Diese Partei hat Wähler, denen ihre Spitzenkandidatin zu gemäßigt ist.

Der Zentralrat ist „zutiefst beunruhigt", der amtierende Regierende nannte die Siegerin antisemitisch, Israels Botschafter warnt vor einer „Existenzgefahr" für Berlins Juden. Die Grünen kündigten noch in der Nacht Rot-Grün-Rot an. Man muss Prioritäten setzen. Die Grünen bescheinigen der Neuköllner Linken „ein massives Problem mit Antisemitismus" und entdecken zugleich „Schnittmengen". Das Problem ist massiv. Die Schnittmengen sind es auch.

Für die Juden dieser Stadt ist das keine Wahlanalyse, sondern eine Lagemeldung. Juden leben in diesem Land seit dem Jahr 321 und haben die Kreuzzüge überlebt, die Pestpogrome, die Schoa und die SED. Heute trägt man die Kippa unter der Mütze und den Davidstern unter dem Hemd, und selbst das reicht nicht: Auf der Torstraße wurde eine Frau mit einer abgebrochenen Flasche verletzt, weil sie aus Solidarität den Stern trug, und sie ist nicht einmal Jüdin. Als Berlin daraufhin den Davidstern trug, fehlte eine Partei. Ihre Jugend hatte längst ausgegeben: „ANTIFA ist antizionistisch."

 

 

Willige Helfershelfer aus Politik und Kirche

Und es ist nicht Berlin allein. In Stuttgart verlinkt die Stadt auf ihrer eigenen Website ein “Palästinakomitee”, das ausgerechnet für den 7. Oktober zu einer Demonstration gegen Israel aufruft — am Jahrestag des größten Judenmordes seit der Schoa, und gegen dessen Opfer. Dasselbe Komitee führt der Verfassungsschutz als Nährboden antisemitischer Positionen. Der Oberbürgermeister schweigt, die grün geführte Landesregierung schweigt, und jene Kommentatoren, die bei jedem israelischen Verteidigungsschlag in Ohnmacht fallen und Brennpunkte einschieben, sind verstummt. Wo Grüne regieren, sieht es also aus wie in Berlin. Von Linken und SPD ist nichts anderes zu erwarten, und gesehen hat man es auch schon.

Beistand kommt auch von dort nicht, wo man ihn am ehesten erwarten dürfte. Der Landesverband Evangelischer Frauen in Hessen und Nassau zeichnet eine Journalistin aus, deren Nahostberichterstattung jahrelang durch anti-israelische Schlagseite auffiel. Überraschend ist das nur für den, der die Geschichte dieser Kirche nicht kennt: Sie hat nicht nur den obsessiven Antisemiten Martin Luther zum Begründer, ihre Landeskirchen entschieden sich 1933 in großer Mehrheit aus freien Stücken für die Nationalsozialisten, feierten Hitlers Machtergreifung als von Gott gesandte Erlösung und zogen Hakenkreuzfahnen in ihren Kirchen auf; nur ein Drittel der Pfarrer fand den Weg zur Bekennenden Kirche.

Heute verteidigt der frühere EKD-Ratsvorsitzende Bedford-Strohm als Chef des Weltkirchenrats dessen Apartheid-Beschluss gegen den jüdischen Staat, in dem das Massaker vom 7. Oktober nicht vorkommt und die Geiseln nicht erwähnt werden. Für einen Workshop „Vulven malen" auf dem Kirchentag reicht die Kraft — für eine klare Position zugunsten der Juden offenbar nicht. Wo der geistliche Gehalt abhandengekommen ist, tritt eben Bastelstunden-Clownerie an seine Stelle; dass sie sich mit Israelfeindschaft paart, macht sie nicht komischer.

Verhindern ließe es sich, CDU, Grüne und SPD hätten die Mehrheit. Man regiert lieber unter einer Partei, deren Abgeordneter den Clanchef „Bruder" nennt, als neben einer, die man nicht mag. Wer die Brandmauer gegen die AfD für Bürgerpflicht hält, soll erklären, warum es gegen die Partei der echten Mauer keine braucht.

Die Linke trifft dabei die geringste Schuld, sie war nie etwas anderes. Die Schuld trägt die CDU. Nicht die Wähler haben sie verlassen, sie hat die Wähler verlassen. Niemand braucht eine CDU, die links und grün ist. Wer das will, wählt das Original. Gewählt wird bürgerlich, regiert wird links. Wer die Tore offen hält, bestellt die Wähler der anderen und zahlt das Porto. Die Brandmauer hat die CDU so hingebungsvoll bewacht, dass sie die echte Mauer nicht kommen sah.

Merz abzuwählen genügt nicht. Es braucht Zero Tolerance, wie Giuliani sie in New York vorgemacht hat, bevor die Stadt sie wieder vergaß. Seit Januar regiert dort Zohran Mamdani, und Eralp nannte seine Wahl „ein sehr gutes Zeichen für Berlin". Sie hat recht behalten. Manhattan ist genommen, Berlin seit Sonntag auch. Cohen hat die Reihenfolge vor vierzig Jahren aufgeschrieben.

Was hier geschieht, ist kein Unglück, das über dieses Land gekommen wäre. Es ist Suizid auf Raten, Fehlentscheidung um Fehlentscheidung, gegen besseres Wissen, gegen jede Vernunft und gegen jedes Bestreben, unseren demokratischen Rechtsstaat vor dem Ende zu bewahren, das man ihm offensichtlich verordnet hat.

 

Trotz allen Widrigkeiten und täglichen Herausforderungen wünschen wir unseren Lesern, dem Staat Israel und uns allen alles erdenklich Beste.

Israel, seine Regierung und seine Menschen sind und bleiben wehrhaft. Es ist der einzige jüdische Staat, den das in der Geschichte genug gebeutelte jüdische Volk hat.

 

Am Israel Chai !!!

 

Ihr Dr. Rafael Korenzecher

Sehr geehrte Leser!

Die alte Website unserer Zeitung mit allen alten Abos finden Sie hier:

alte Website der Zeitung.


Und hier können Sie:

unsere Zeitung abonnieren,
die aktuelle oder alte Ausgaben bestellen
sowie eine Probeausgabe bekommen

in der Druck- oder Onlineform

Unterstützen Sie die einzige unabhängige jüdische Zeitung in Deutschland mit Ihrer Spende!

Werbung


Alle Artikel
Diese Webseite verwendet Cookies, um bestimmte Funktionen zu ermöglichen und das Angebot zu verbessern. Indem Sie hier fortfahren, stimmen Sie der Nutzung von Cookies zu. Mehr dazu..
Verstanden